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Dienstag, 29. September 2015

Ich grüsse Euch von meinem Balkon!


Da staunt Ihr, oder?
Ich kann das perfekt!



Drei Zimmer gab es im neuen Haus zur Auswahl für mich. Aber nein, ich hab mir ein Kammerl unterm Dach ausgesucht.
Rechts, das kleine Fenster, das ist meins.
Ich liebe das Zimmer, es ist eine Höhle.
Der Vermieter musste lachen und hat gesagt, dass es gar kein Zimmer ist. Es ist ja viel zu niedrig mit der Mansarde. Er weiss eigentlich gar nimmer, warum er
es so gebaut hat!




Doch dann hat er es eingerichtet gesehen
und er kennt mich jetzt schon ein bisserl und nun kam er und da ist dann für Mama was Schlimmes passiert:
"Da Robert ich bring Dir eine Wiesn-Breze und wollte Dir noch sagen, dass des Kammerl echt zu Dir passt. Ich find Du hast es Dir geil gemacht!"

Boah, da war was los.
"GEIL" ist ein verbotenes Wort bei meiner Mama!
Sehr, total verboten. Wir sind die einzigsten Kinder weit und breit wo das nicht sagen dürfen. Und dann sagt das der Herr Vermieter.
Ich hab so laut gelacht, und er gleich mit.
Zur Mama sagte er: "Da musst jetzt durch, so alt bist doch auch wieder net!"


So, ich mach nochmal "Winke. winke" .... nur für Euch. Und dann ist schon wieder was für die Mama schlimmes passiert.
Ich hab wieder so laut lachen müsse. Weil sie steht ja da vor der Haustür und macht Fotos. Und dann sagt sie aufeinmal "AUA"

Weil ......
Das da ist der Mama auf den Kopf gefallen. Hi, hi ....

Es ist halt Herbst.
Die Bäume schlagen aus, sagt die Schwester. Das hab ich dann wieder mal nicht verstanden, doch ist ja egal.
Viele Grüsse für Euch
der Robert

Donnerstag, 17. September 2015

Schulkind .... alles wieder neu.


Wieder einmal ein Foto das Robert gemacht hat.
Dieser Heilige hat es ihm angetan. Er vermisst seine alte Schule, erzählt aber mehr vom drumherum dort. Es war eine kirchliche Einrichtung. Robert liebte die Schwestern, den Klostergarten, -friedhof und die Kirche. Er hat gern im Chor mitgesungen in den Gottesdiensten.
Nun hat er hier ums Eck diesen Heiligen an einer Brücke entdeckt und scheinbar erinnert der ihn an all die vielen Heiligen in der Einrichtung von vorher.

Erster Tag in der neuen Schule.
Wir haben ihn hingefahren, er sollte nicht gleich mit dem Bus alleine auf dem Weg sein.
Er war nicht begeistert .... er ist dort aus dem Auto gesprungen, gleich losgerannt und schrie:
"Kommt mir ja nicht nach! Ich bin schon gross!"

Bis wir parkten und nachkamen war er weg. Die Rektorin stand in der Aula und hat uns lachend gesagt, dass er schon mit seinem Lehrer ins Klassenzimmer ging.
Der Herrn Lehrer sahen wir kurz drauf, weil er nach einem Kind gesucht hat. Ein erstes Bild haben wir nun.

Robert kam mit dem Schulbus nach Hause und es war gut.
Auch am 2 Tag ging er gern aus dem Haus.
Er erzählt nicht so viel, aber was er erzählt hört sich so an, als ob es ein Neubeginn ohne Tränen für ihn war. Es gibt einiges was ihm dort gefällt.
Die Sehnsucht nach den Freunden, nach den vertrauten Räumen ist da! Das kommt ihm beim Einschlafen hoch ... er schläft ganz schlecht ein, fast nie durch .....

Und  ... er schreit wieder.
Wie soll ich das beschreiben? Er spricht nicht, wenn er etwas will, sondern es wird sofort laut, teils böse, laut und oft wiederholend geschrieen.
Man kommt nicht an ihn ran. Es ist nicht zu stoppen.
Ein Beispiel:
Gestern mitten im Supermarkt. Wir kaufen fürs Abendessen ein.
Er will aufeinmal alles Schulsachen sofort kaufen. Die gibt es dort aber gar nicht.
Laut, fast agressiv:
"Du hast eine Liste, DUUUU nimmst sofort die Stifte, die Blätter alles mit! Duuuu bist schuld wenn ich Ärger habe!"
"Robert, ein Teil ist schon zu Hause, hier bekommt man das nicht. Du sollst es alles aufeinmal am Montag mitbringen!"
Kreischend, laut:
"Duuu bist so doof, DUUUUU machst alles falsch. Wegen DIR hab ich Ärger weil ich nicht mal einen Block habe, nichts aufschreiben kann!"

Wahhhhhh , er kann gar nicht schreiben, braucht keinen Block.
Er kreischt weiter, die Leute schauen .... nicht zu stoppen das Kind.

Ich ließ ihn stehen, ging ruhig zur Kasse hab bezahlt und mit einem Ohr das meckernde, ungerechte Kind gehört.
Wenn das aufeinmal sehr verstärkt, wieder da ist ... einige Male am Tag ... dann wissen wir "Es geht ihm nicht richtig gut!"
Unsere Nerven sind ziemlich verlorengegangen die letzen Monate.
Wir müssen aufpassen, dass wir ihm nicht den Mund zuhalten oder sonst was falsches in so einer Situation tun. Selber schreien ist total verkehrt. Ihn anfassen macht es ganz schlimm. Gute Worte dringen nicht durch zu Robert. Ihr müsstet mal sein Gesicht sehen .... die Verzweiflung kann man erkennen, das was er schreit ist aber das Gegenteil von dem was er fühlt.

Wir schaffen das! Wir schaffen das! Oh, ja wir schaffen das!

.... nicht ohne Hilfe!

Gleich am Montag haben wir mit Robert einen Termin im SPZ. Die Psychologin wird mit einbezogen.
Wir müssen ihm helfen die letzten Monate, vielleicht mit einer Spieltherapie, zu verarbeiten. Den neuen Weg gut auszuhalten!

Leider hat er keinen Platz in der Tagesstätte bekommen. Das tut ihm weh. das ist das was er leider schon erfahren hat. Nun meint er auch noch, dass er dran schuld ist ....

Ansonsten läuft es gut. Er fängt an mit dem Fahrrad noch mehr in der Stadt zu erkunden. Es passt ihm nicht, dass ich mit Abstand dabei bin. Das ist ja normal für ein so grosses Kind. Er "entkommt" uns immerwieder, das macht Unruhe in uns, bisher kam er nach kurzer Zeit fröhlich zurück.
Das Haus mag er gerne. Er fühlt sich hier wohl.

Es wird schon werden ...
Wir schaffen das!


Donnerstag, 10. September 2015

14 1/2 Jahre ist er nun



Gestern war der 9.9.
Vor 14 1/2 Jahren kam Robert zur Welt.

15 Monate später sah er so aus, der Robert.

Nein, er wurde uns nicht von der Post zugestellt. Aber wenn doch:
Wir hätten ihn angenommen und behalten!










Hier sind gestern Entscheidungen getroffen worden.
Der Bub muss Schule wechseln.
Andere Zuständigkeiten, wir wohnen nicht mehr in Oberbayern. Der Schulweg in die Schule der letzten beiden Jahr wäre zu weit um ihn Tag für Tag zu fahren. Ein Gastschulantrag wurde vorgeschlagen. Aber ....

Es gab Probleme in der Tagesstätte. Ernste Probleme für die Robi gar nichts kann. Auch nichts dazu beigetragen hat. Wir Eltern merkten in den Ferien wie sehr die Vorkommnisse uns doch erschüttert haben, das Vertrauen mal wieder erschüttert haben.
Wir waren im Mai soweit unseren Buben aus der Tagesstätte zu nehmen. Dann wurde dort reagiert, es gab Änderungen. Ab September wäre er in einer neuen Gruppe, neues Haus,neuer Ort, neue Betreuer. Also eine grosse Umstellung.
Dann kam der Umzug, es sind andere Ämter zuständig.
Die "alte" Schule war gut, die Lehrer waren "spitze". Und doch .... wenn man das Zeugnis liest und mit den Zeugnissen der Jahre vorher vergleicht ... ist wenig passiert. Das liegt nun aber nicht nur am Kind. Ein bisschen mehr Buchstabenverständnis, ein bisschen mehr Durchblick bei den Zahlen ... mehr nicht.
Sozial hat er gelernt mit sich selber besser umzugehen. Findet den Weg zu sagen "ich mag Pause, kann nicht mehr!". Er fängt nicht mehr zu toben, stören etc. an .....
Und dann hab ich mit einer Lehrkraft von der vorletzten Schule gesprochen. Diese Lehrkraft sagte schon vor 2 Jahren es müsste mehr gemacht werden. Die Computer müssen bei Autisten ins Schulleben Einzug finden. Es ist aber nichts passiert. Dort damals nicht, die letzten beiden Jahre auch nicht. Nicht vorgesehen .... nicht zu finanzieren (bekamen wir auch öfter zu hören!)
Es gibt noch ein paar kleinere Gründe warum wir den Gastschulantrag nicht gestellt haben.

Nun war gestern der grosse Tag.
Termin in der neuen Schule. Ein tobendes Kind "Mit mir nicht, und wenn ich mit dem Radl fahren muss ich bleibe bei meinen Freunden!"
Die Autofahrt war anstrengend. Seine Argumente sind gut! ....Auf den ersten Blick.
Auf Nachfrage kommt ..... nichts.
Typisch Robert, typisch für seine Form des Autismus.

 Beispiele?

"Du, es sind Schulkameraden. Freunde trifft man auch in der Freizeit.!"
"Wieso soll ich den XY denn am Wochenende treffen, weisst Du wie schlimm der manchmal ist?!"
"Du wolltest nicht auf das Geburtstagsfest von XXX, nun sagts Du es ist Dein Freund!"
"Wie soll ich ihn den aushalten, er hat mich in der Schule immer beschimpft. Das ist nur ein Freund wenn wir Sport haben, der rennt sehr schnell!"

"Ich bin die Räume gewöhnt!"    ..... Ja, stimmt. Ein Argument das sitzt!

"Ich liebe meine Lehrerinnen!"
"Du bekommst auch in der Schule in A. neue Lehrer. Ein Wechsel steht bevor."
"Kann ich dann mal einen Lehrer bekommen? Ich mag auch mal lieber einen Lehrer!"
"Weiss ich nicht, aber DAS kannst Du dann gleich in der neuen Schule fragen!"
"JuHuuuuu, das mach ich!"

Ich liebe aber den Friedhof dort. Als die Schwester M. gestorben ist hab ich sogar für sie gesungen, alle haben geweint.
"Ich weiss, Robert. Ich weiss auch wie gern Du die Klosterschwestern hast. Aber sie sind keine Lehrer mehr. Sie laufen in der Tagesstätte rum, haben ihre Aufgaben. Wir können doch dort hinfahren, Du kannst die Schwestern ab und zu besuchen.!"
"Oh ja, vielleicht darf ich dann wieder in die Kirche wo nur die Schwestern beten, da ist doch der Heilige, den ich so sehr gern anschauen mag. Der ist so hübsch goldig verziert!"

So  war das dann als er endlich aufhört zu toben.
Dann kamen wir in einen Stau, die Zeit lief .... "Robert, wähl die Nummer der neuen Schule und sag bitte Bescheid!"
Mama sagt die Zahlen an.
Kind am Handy:
"Guten Tag, ich bin der Robert J. Wir haben einen Termin. Leider ist die Mama in einen Stau gefahren. Leider hat sie nun auch noch Probleme mit dem Navi, sie schimpft schon. Sollen wir den Termin verschieben, oder sind Sie froh, dass sie Bescheid wissen?!"
Dann lacht und lacht der Bub ..... "Gut, wir kommen gleich, die Mama hat wieder einen anderen Weg gefunden. Auf Wiedersehen ... !"
"Mama, ich muss so lachen. Die Frau hat gesagt, dass ich komm wenn wir da sind .... und dass sie ja da ist!"
Kind lacht und lacht .....

Ankunft in der Schule.
Kind kreischt, will da nicht reingehen. Dann steht da ein Hund vor der Tür. Besuchstag eines Therapiehundes. Mit dem Hund läuft Robert ins Haus ....

Vor der Schule ist ein Brunnen. Der ist offensichtlich kaputt.
Robert, nach dem Rundgang mit einem LEHRER, zu diesem. "Ich bin bald ein Schüler hier .... aber dann hat der Hausmeister was zu tun. Dem werd ich sagen, dass er den Brunnen reparieren muss! ... Kannst Du mein Lehrer sein, wenn ich hier ein Schüler bin?"

Versteht Ihr?
Wir auch nicht .....
Die Schwester sagt etwas ganz normales: "Es ist doch eigentlich egal wo Robert zur Schule geht. Der findet immer ganz schnell was interessantes. Ein Brunnen vor der Tür, und schon will er dort zur Schule ... der spinnt doch!"
Es ist natürlich nicht egal. Es ist wieder eine Entwurzelung.
Es ist wieder neu, fremd.
Aber es ist zu schaffen, ab nächste Woche geht Robert in die neue Schule.
Wir werden ihm helfen, das Neue gut zu verarbeiten.



Freitag, 4. September 2015

Übergeben .....


... wurde das Haus in dem wir nur 14 Monate lebten.
Derjenige, der alles zerstört hat, fand nicht den Mut dabei zu sein. Seine Familie stand erst ratlos, dann auf unsere Bitte hin kurz und bündig zur Verfügung eine Runde durch Garten, Werkstatt, Lager, Haus zu gehen und alles abzunehmen.
"So sauber und schön hinterlasst Ihr das alles. Hab ich nicht erwartet!"
Hm, so kann das sein wenn man auf Menschen hört, die andere "durch den Dreck" ziehen ....


Übergeben .... eins unserer Kinder hat das gleich wörtlich genommen. Es waren wohl die Nerven, denn eine Magen-Geschichte wurde nicht daraus.

Die Kinder .... sind entwurzelt. In dieser kurzen Zeit haben beide sich an einiges "gewöhnt".
Entwöhnen tut weh.
Robert vom Bauernhof, auch wenn er ab und zu dort sein darf, es wird nie mehr so sein: " Ich lauf mal schnell zum Stefan rüber, ich glaub ich helf die Kühe füttern!"
Nun muss das organisiert werden, er muss hingefahren werden. Heute ist er auf dem Punkt "da brauchts Du mich nicht hinfahren, weil ich glaub das verkraftet meine Seele nicht. Lieber gar nimmer!"

Susanne von einem tollen Zimmer mit Balkon. Der Nähe der Freundinnen und Freunde ....

Beide leiden, und doch packt Robert das Neue am Besten.

Heute morgen kurz nach 6 Uhr ist er weg ... ich hör ihn draussen singen.
Schreck ....
Strassen, Kreuzung ....
Da geht er dahin ... und holt vom Taschengeld frische Semmeln! ... "Weil ich halt den Verkehr nicht so gewöhnt bin, da werde ich dann wach und wollte was Sinnvolles tun!"

Er war und ist sehr, sehr anstrengend. Denn auch wenn das Frühstück lecker war, es ist ein grossen Risiko beim Loslassen dabei ... er ist nicht 100%ig verkehrstauglich ....
Er spricht fast nur noch laut ... lauter als gewöhnlich.
Er schläft so gut wie gar nicht mehr länger als drei Stunden ....
Er weint schneller als sonst ....
Er ist wie ein 3jähriger in seinem Verhalten etc.
Er spielt ja nicht, lesen kann er auch nicht. "Wer kümmert sich um mich?" ist die Hauptfrage der Tage.
Und dann saugt er wieder das ganze Haus, spült Geschirr.
Oder ... er packt ein Kilo gefrorene Pommes aufs Blech und bäckt die im Backofen bei 50 Grad.
Die wurden nix mehr, und ausserdem haben wir eine Stunde vorher gut gegessen. Keiner hatte Hunger.

Und doch .. wie gesagt, er packt es gut ... erstaunlich gut. Hat sich vom Haus dort nicht veabschiedet, ist nicht mehr ins sein Zimmer als es leer und geputzt war.
Wenn wir unterwegs sind, frägt er schon "Wann sind wir endlich wieder daheim?" und damit meint er die neue Wohnung.

Das Mädel, ich weiss nicht ... sie braucht Zeit. Hat nun die Nichte und eine Freundin hier. Das macht es hoffentlich leichter.
Leichter nicht für uns ... viele Umzugskisten, noch keinen Plan wie wir einrichten sollen, wollen...
Doch der Herd ist angeschlossen, der Bodenleger hat aus dem Nichts eine schöne Küche gezaubert! Also kann ich auch für vier Kinder, nein Jugendliche, leckere Gerichte kochen. Wo ein Mund satt wird, schaffen wir das auch für den Besuch....

Ich berichte weiter. Fotos tu ich mich noch immer schwer. Da bremst mich etwas, es fehlt mein Blick ...

Nun les ich noch ein bisserl bei Euch ... hab Euch vermisst.
Und dann wird weiter ausgepackt.
Der Bodenleger ist in München, ausserplanmässig ... ein Schaden an einem wertvollen Boden, das muss er machen! Die Kundschaft lässt nur ihn da dran ... hier hat er ja fast nichts zu tun ... :-))


Donnerstag, 27. August 2015

Danke schön ....



Ich habe mich gefreut so viel Glückwünsche von Euch zu bekommen.
Herzlichen Dank !
Danke auch dem "Piraten" der den Blog für den Geburtstagspost gekapert hat  .... :-)

Pause .... Endspurt beim Umzug, das Lager, die Werkstatt sind noch dran ....
               Bis bald

Eure Elisabeth



Ich weiss noch nicht ob das Internet wie versprochen, am neuen Ort, bald zur Verfügung ist!




Sonntag, 23. August 2015

Keine Fotos vom Umzug ...

Keine Kraft das auch noch zu fotografieren ....

Ich danke allen die uns unterstützt haben ....

Menschen, die uns geholfen haben, nicht nur tatkräftig, sondern auch bei der finanziellen Aufgabe noch einen Umzug zu finanzieren ....

Der Wohnbereich ist so gut wie umgezogen, wir schlafen endlich, Dank der vielen Helfer in allen Bereichen,  nicht mehr an einem Ort der nach aussen wunderschön aussieht und dann Tag für Tag neues Erschrecken und irgendwann Abneigung und noch irgendwann später nur noch Angst, Verzweiflung und Grausen für uns bedeutete ....

Ich darf, möchte und kann nichts näheres hier schreiben ....

Wir haben nun keinen Garten mehr, sind in einer kl. Stadt gelandet .... Frühstück auf dem Balkon hatten wir heute schon ....

Stellt Euch vor was passiert ist!

Unser Jüngster, der Robert, der Junge mit Epilepsie und frühkindlichen Autismus
der Junge um den sich viele Gedanken drehten, nicht nur die Gedanken und Sorgen von uns Eltern ...
Therapeuten, derer nicht wenige machten sich Gedanken.
Autismus in dieser Form und dann drei Mal umziehen innerhalb 3 1/2 Jahren ... was wurde nicht alles erwartet, vorsorglich schon mal besprochen ....

Dieser Junge, der als geistig behindert gilt, schnappte sich nach dem Frühstück ein Radl (ein grosses, seines ist noch nicht umgezogen!) und fuhr neugierig und langsam davon ....
Die Mama sah ihm nach ... und hat losgelassen!

Er fuhr über eine Brücke, über den Stadtplatz .... und weg war er ....
Eine halbe Stunden später kam er glücklich wieder.
Was er nicht alles entdeckt hat!

"Mama, alles Sorgen kannst du vergessen, ich schaff es schon, dass ich ein Stadtkind werde! Ab und zu bringst Du mich ja zu meinen Freunden auf den Bauernhof, das ist ja versprochen!"

Wir wissen, dass da noch was kommen kann, wird! Er weiss noch nicht, dass er die Schule wechseln muss, aber immerhin kann er wirklich ab und zu die Bauern besuchen, die seine Freunde geworden sind.






Das war's für's Erste ....
Wir Grossen sind noch öfter hier, haben ein Büro und
eine Werkstatt umzuziehen .... 



Heute nehmen wir die paar Blumen mit, die noch da sind.
Die meisten wurden leider von jemanden,
mit was weiss ich für einer Seele,
 mit Unkrautvernichtungsmittel "vernichtet"


Wenn hier aufeinmal Funkstille herrscht, liegt das nicht an mir.
Wir wissen noch nicht wann wir Internet etc. bekommen, da wo wir nun wohnen werden.

Ihr wisst ja, ich kann nur mit meinem grossen, alten PC bloggen.
Also vom Handy aus kommt von mir nix, weil da ...
hätte ich ja am liebsten noch immer eines mit Wählscheibe

Müde, kraftlose Grüsse
von uns allen


DANKE an die Helfer
DANKE an Euch, die ihr mit mir telefoniert, gemailt, getröstet, aufgebaut, gehofft und dann gefreut habt!



Sonntag, 21. Juni 2015

Verregnet, zu kühl ....


Was für ein Sommeranfang!
Es kann nur noch besser werden.
Ich trau's mir gar nicht sagen, wir haben gestern am Abend durchgeheizt ...


Häuser und Wohnungen mit Robert anschauen ist eine Sache für sich.
Wir versuchen ihn so weit wie möglich aus den Besichtigungen rauszuhalten. Doch dieses Wochenende musste er mitkommen.
Er will nicht weg von hier, weil er die Freunde auf dem Hof nebenan verliert. Das ist ihm sehr bewusst.
Tapfer fährt er hier und da und dort mithin.

In den Häusern beschliesst er in Sekundenschnelle warum er da einziehen will.
Die Gründe?

In einem Haus gibt es zwei Staubsauger!
Im nächsten Haus hat er eine uralte Wäscheschleuder entdeckt.
Nächstes Objekt: "Können wir nicht gleich hierbleiben, weil Ihr habt so einen schönen Gartenteich?"
Dann wieder ein Haus mit Hund in der Nachbarfamilie. Da will er wohnen, neben so einem süssen Hund!
In zwei weitere Häuser würde er sofort einziehen, weil dort Holzöfen stehen ...
usw.


Auf dem Heimweg gibt es meist Tränen, er weiss, dass er die Schule wechseln muss. Freunde verliert. Er ist untröstbar.
Dann sitzten wir zu Hause und sprechen über die Objekte. Alle Fragen, die wir uns nicht mehr beantworten können,  weiss der Robert bis ins Detail zu erklären. Von jedem Haus, Garten, Keller Dachboden .. etc. meist kann er auch noch die Farben der Wände, die Fliesen etc. erklären. Wow!
.
War da ein Speicher dabei ...?
Hatte das Haus einen Balkon...?

Zum staunen ....

Und dann kommen wir hier her zurück, wollen draussen Kaffee trinken. Bis der Kuchen fertig belegt war hatten wir ein Gewitter und nun wieder nur noch 14 Grad..... doof, geht Euch aber auch so, oder?



Freitag, 24. April 2015

EEG ... tut weh! ... empfindet Robert.


Wie im Herbst sieht es draussen aus. Nebel über den Feldern, die Sonne kämpft sich gerade durch die graue Wand ...
Auf den Gräsern fast gefrorener Tau.... eiskalt, nur ein Grad heute morgen.
Der Tag soll noch schön werden, Sonne pur ist angesagt.
Kein Wind heute.
Das fällt sofort auf nachdem, wir tagelang ständig vom Wind umweht wurden!


Gestern ....
kein oder fast kein brauchbares EEG.
Von Anfang an ein sich streubender, schimpfender, weinender Robert.
Zappelt, dreht sich, will die Kontakte, die ihm weh tun (so sagt er das!) von Kopf reissen.

Gestern .....
eine Mama ohne Nerven. Ich hab ihn dann auch noch angedroht, dass ich ihn gleich da lasse und dass sich die Schwestern und Ärzte mit ihm rumärgern sollen .... Die erste Viertelstunde hab ich noch geduldig versucht ihn abzulenken, ohne Erfolg. So viel Aufwand für nichts .... :-(
Am Tag vorher die Überweisung holen, 50 km Autofahrt, eine Praxishelferin die einfach nur doof war ... Dann gestern in die Kinderklinik. Hin und zurück fast 100 km, Susanne war dabei, wegen eines Tageskindes, das mitkam. Alles umsonst ....
Robert hat Kopfschmerzen, oft zur Zeit. Was macht das Gehirn da innen drin? ... ein gutes EEG wäre so wichtig!

Gestern.....
aus dem Nichts eine Ärztin, die all die Bemühungen mitbekommen hat. Aufeinmal dastand und mit mir in eine anders Zimmer ging. Sie war hilfreich für mich. Zum gefühlten 100sten Mal wurde mir erklärt, dass es ihm wirklich weh tut, weil er das so fühlt. Nicht immer, aber heute eben schon.

Die mir ans Herz legte noch mehr Hilfe anzunehmen. Was soll aber noch mehr helfen? Ich hab zur Zeit wirklich oft den Gedanken, den Robert unter der Woche ganz in eine Einrichtung zu geben.
Fast jeden Morgen eine schwere Stunde, bis er endlich gut ausgestattet, mit Frühstück im Bauch im Bus sitzt.
Fast jeden Tag wissen wir nicht wie er nach Hause kommt. Das kann von nett, kuschelig, gesprächig bis zu böse, beleidigend, laut und uneinsichtig alles sein.
Fast jeden Tag etwas anderes. Einmal will er nicht aufstehen, blockiert das dann auch sehr heftig.
Dann wieder steht er um fünf Uhr morgens fix und fertig angezogen vor unserem Bett, hat schon gefrühstückt und schreit. "Eure Eier hab ich auch gekocht!" ... und "mit Jacky war ich schon Gassi!"
(Beides kann und darf ein 14jähriger ohne Autismus tun. Er bitte nicht, er hat sich schon so oft verbrannt, verbrüht ... auch der Hund lief ihm schon etliche Male davon!)
Tausende Male bin ich wegen, durch Robert nachts aufgewacht, morgens sowieso, all die Jahre. An solchen Tagen nicht ....

Die Einrichtung (Schule, HPT) gibt ihr Bestes. Und doch fehlt es hinten und vorne an so vielem.
Er hatte nun 4 Monate keine Reittherapie, wegen Krankheiten, Personalmangel etc. Ihr könnt Euch nicht vorstellen wie sehr das dann unser Leben schwer macht. Er braucht die Beständigkeit, die Struktur. Und dann ist diese Woche wieder, endlich sein geliebtes Reiten .... er mag nicht mehr, blockiert. (Diesmal konnte ich es ja sogar gut verstehen, er schützt sich schon selber vor diesem Termin-Chaos!)
Ein Schwimmbad gibt es dort auch. Ihr ahnt schon, wie oft er Schwimmen hatte in den vergangenen Schulmonaten. Fast nie ... die Gründe .... siehe oben.
Wer hört dann das ganze Wochenende immer- und immerwieder "Die sind sooo gemein, im Stundenplan steht doch aber Schwimmen!) ? Irgendwann kann keiner mehr diese Sätze hören. Vom Inhalt her hat er ja Recht, der Robert. Doch wir können da gar nix ändern ....
Der grösste Unruhe-Faktor ist natürlich die Situation hier. Wir schauen nach einem neuen Mietobjekt. Es ist wie im letzten Jahr, sehr schwer ... Robert will gar nicht weg, denn er hat doch den Bauernhof nebenan. Dort verbringt er die wohl schönsten Stunden, schon wochenlang.  Auch die Bäuerin von dort hilft bei der Haussuche, sie hätte uns gerne in der Nähe, würde Robert auch abholen, wenn er im Stall, auf den Feldern helfen mag ....

Der Nachbar hier mit auf dem Hof, der trinkt lustig weiter und ist unangenehm. Ein Beispiel?
Kennt Ihr noch meine Bilder von den Palmkätzchen?  Aktuell von Roberts Bildern "von der Knospe zur Blüte?"
Abgesägt ... vorgestern .... alle Palmkätzchen weg, der Lieblings-Rhododendron. Robert hat es  mitbekommen, läuft nach draussen: "Warum machst Du das? Die Bienen freuen sich so, und ich mach doch immer Fotos?"
Mit gesenktem Kopf kam er wieder ein. "ER hat gesagt, dass uns das nichts angeht, und er macht was er will! Ausserdem interessieren ihn unsere Fotos nicht, die wir machen wollen!" ... "Mama, ER riecht schon wieder so nach Alkohol!"
Wir versuchen wochenlang Robert von IHM wegzuhalten, wenn sich solche Geschichten vor dem Küchenfenster abspielen, die Mama oben bügelt kann es keiner verhindern, dass das Kind rausläuft. Robert hat seine Motorsäge gehört und lief dann eben los.

Ich hab lang mit der Ärztin gesprochen. Es gibt nicht "DIE" Lösung. Ein neuer Platz zum Wohnen wird gesucht, das kann dauern ....
Ein erneuter Umzug wird Robert erschüttern. Hier lebt er, und auch wir in ständiger Gefahr vor der Unberchenbarkeit eines Alkoholikers.  Da hilft die gute Nachbarschaft zu den Bauern nebenan gar nichts. Hier leben, essen, schlafen wir.
Robert bleibt bei uns, tief innen wollen wir das nicht anders. Ich muss lernen ihm nicht zu sagen, dass er .... bleiben kann wo der Pfeffer wächst. Er nimmt das sehr ernst ...
Ach ja, einen Termin zum Schlaf-EEG hab ich ausgemacht, das muss sein.

Na ja ... nun habt Ihr Euch das anhören müssen.
Ich kann jetzt nicht Mal rausgehen und Sonne tanken. Der Nebel wird nämlich grad undurchsichtig wie im Herbst.  Seltsam ist das ...
Das wiederum heisst, dass ich doch bitte weiter die Wäsche bügeln soll ....  Ein Zeichen von oben, oder?

ich wünsche Euch einen schönen Tag
Elisabeth




Sonntag, 13. Juli 2014

Und "winke-winke" ... ich hab zu tun!


Wir müssen schnell zum Wertstoffhof und nochmal eine ganze Ladung Zeug, das keiner braucht, wegbringen.
Später bin ich dann drüben auf dem Bauernhof.
Könnt Ihr uns mal Sonne schicken, den Regen vertreiben?
Hier ist es ja schon wie im Herbst, das kann doch wohl nicht sein mitten im Sommer!
Wir sind gestern heimgekommen und schon musste mein neuer, grosser Freund sein Auto wieder in die Garage fahren, weil es kam Regen.


Heute ist natürlich Sonntag. Die Bilder sind von gestern.
Heute arbeitet der Papa auf einer Baustelle, ich langweile mich, weil es regnet. Aber weiter hinten seh ich es schon heller. Wir wollen mal in den Wald gehen, der hinter dem Haus hier bei uns ist. Die Mama sagt, dass tun wir unbedingt, weil wir ja Stiefeln haben und Regenjacken.
Die Susanne schlaft noch, obwohl fast Mittag ist. Und sie hat die Katze vom grossen Freund in ihrem Zimmer. Schon seid gestern Abend. Die wohnt jetzt nicht mehr nur bei ihm, sondern auch bei uns. Ich verrate Euch was, aber sagt das bloss nicht weiter!
Die Mama hat den Mietze (weil der ist ja ein Katzer, wo halt so heisst), also sie hat den Mietze gesehen beim Hausanschauen und hat tagelang gesagt, "An wen erinnert der mich bloss?"
Dann haben wir ja das Haus mieten dürfen und sind eingezogen. Und dann war der Mietze gleich immer auch bei uns.
Mama macht dauernd Fotos von ihm, aber da macht der nicht mit. Der bleibt nie sitzen so wie er sein soll. Also dann sagt die Mama:
"Ich weiss es ... hoffentlich haut mir mein Papa keine aufs Dach von oben im Himmel. Der Mietze erinnert mich an meinen Papa. Weil der Papa und der Mietze haben beide den gleichen Gang, die gleichen O-Beine!"
Oh... da war was los, als sie das gesagt hat.
Die Susanne hat komisch geschaut, ich hab so lang lachen müssen.
Der Papa war sprachlos, hat aber dann gemeint, dass es stimmt, das mit dem Gang und den Beinen. Und dass beide so liebenswert, immer ruhig und Friede ausstrahlend sind ....
Er weiss nicht ob sein Schwiegerpapa so einverstanden ist mit dem Vergleich. Und die Mama ist sich sicher, dass ihr Papa drüber lächeln würde. Genau wie die Lieblingscousine. Die musste auch gleich lachen und sagt auch, dass der Onkel A. (also mein Opa) von der Wolke aus lächelt und es nett findet, dass er uns hier im neuen Haus als Katze begleiten darf.
Wir sind ein Familie wie er sie noch nie erlebt hat, sagt der neue Freund, der ja auch unser Vermieter ist und auch noch hier auf dem Hof wohnt. Ohne Probleme ... das könnt Ihr mir glauben!
Die Mama macht nun wieder Bilder von O-Beinen, der Papa kommt hoffentlich bald heim, die Wolken sollen endlich weiterziehen und ich wünsch Euch einen schönen Sonntag
der Robert

Dienstag, 8. Juli 2014

Robert, der Junge der überall hilft.


Wir mussten ins Auto hüpfen und dem roten Ding am Himmel folgen. Gut, dass der Heissluftballon in der Nähe gelandet ist.
Ein Abenteuer für Robert.


Er springt aus dem Auto und ist schon mittendrin dabei ....



Er zieht mit an der Leine ..


Er MUSS oder DARF in den Ballon, soll hin und herlaufen da drin, an der anderen Seite wieder rauskommen.


Kommt zu uns zurück um glücklich zu berichten. Muss gleich wieder weg, weil er doch mithelfen darf!




Da steckt er wieder drin im Ballon ... ob sie ihn mit einwickeln? :-)



Nein, haben sie nicht.
Robert hat bis zum Ende mitgeholfen, und dann haben wir noch ein bisserl mit einem Mann dort geredet.
"Was soll denn an dem behindert sein?" fragte der Mann, Robert hat ihm erzählt wo er in die Schule geht, und warum er in einer Schule zur geistigen Förderung ist.
"Es gibt so viele Behinderungen, Robert ist Autist, hat Epilepsie. Das sieht man nicht, merkt man auch nicht gleich!"
"Ja, mei! Alles wird auseinandersortiert. Früher war ich mit dem Nachbarbuam in der Klasse, der hat nie laufen können, schreiben auch net gelernt. Der war immer in der Dorfschule, und mir haben ihn gern gehabt!"
"Besondere Förderung nennt man das heute. Es soll ja wieder anders werden, Inklusion ist ein Ziel. Alle Kinder wieder miteinander in der Schule, vorher schon im Kindergarten!" sprach der Robert-Papa.
"Ja, so a Krampf! Immer des moderne, gscheite Zeug. Hätten die des net gleich so lassen können wie mir des früher auch gehabt haben. Behindert ist schon so a Wort, des mog i net!"
Er hat den Robert über den Kopf gestreichelt und ihm gesagt: "Bist schon guat, des passt scho mit Dir!"



Ob wir gemerkt haben, dass wir mit Robert, den Autisten umgezogen sind?
Ja, schon ...
Er ist laut geworden, hampelig.
Das Zimmer musste genausso wieder aufgebaut, eingerichtet werden. Das geht ja noch, mit Möbeln, Postern, Bilder. Mit den Büchern im Regal war es schon schwieriger. "Nein, Nein, das kann ich so nicht aushalten. Das blaue Buch war da nicht!" Kreisch, kreisch ....
Am 2.Tag hat er alle Kleidung aus dem Schrank gerissen, wieder in eine Umzugkiste gestopft und verkündet, dass er in diesem Zimmer KEINEN Kleiderschrank mehr will, weil er das nicht aushalten kann. So wie er aussah beim sprechen, war das Ernst gemeint.
Nun steht da ein kleiner Schrank, den er nur noch selber einräumt, und ... sich auch selber alles rausnimmt zum Anziehen. Selbstständig wird er nun sein, hat er gesagt. Heute kam er mit dicken Pullover zum Frühstück. So ganz funktioniert das nicht. Ich durfte ihm ein t-shirt holen ....
Schlafen, oder besser gesagt durchschlafen kann er noch weniger hier. Drei-viermal in der Nacht kommt er daher. Schläft nun aber nicht mehr bei uns weiter. Ich muss ihn in sein Zimmer zurückbringen, ihm versichern, dass wir alles vom alten Haus mitgenommen haben, nun hier wohnen und er doch beruhigt weiterschlafen soll .... Es ist anstrengend jeden Tag ganz oft zu versichern, dass alles mit hierher genommen wurde. Er hat es ja gesehen, und doch fehlt ihm die Vorstellung dass das Haus in Stefanskirchen nun leer ist.

Babysprache, kreischen, das ist alles wieder voll da. Wir sind zuversichtlich, dass er wieder ruhiger wird. Auf dem Bauernhof nebenan, da wo er ständig mithilft redet er normal. Nimmt sogar ab und zu Blickkontakt mit der Bäuerin auf. Sie ist ein Schatz für uns. Sie umarmt den Robert wenn er geht, wünscht ihm eine Gute Nacht ... darf das sogar. Das will was heissen! Berührungen mag er selten, der Robert. Ihren Namen vergisst er ständig. Vergesslich ist er sehr in den letzten Tagen. Wohl die Überforderung.

Und was ist für uns am alleranstrengsten?
ER will jeden Tag Kartoffelsalat ... schon zum Frühstück. Das wird nun wochenlang so gehen. Kein guter Tag ohne Kartoffelsalat. Das ist auch Autismus.

Es ist deshalb anstrengend, weil wir es nicht mögen. Nun muss aber jeden Tag Kartoffelsalat mit Gurken, Knoblauch, Mayo gemacht werden ... das muss man aushalten, diesen Duft schon morgens kurz nach sechs Uhr, und abends bis es dunkel wird ...
Wir "normalen" Eltern wollen dann auch immerwieder dem Kind was anderes aufdrängen. Die doofsten Argumente kommen daher. "Ungesund, der arme Magen!, Du riechst schon wie Knoblauch! ... ess doch mal ein Brot! Hm, schau mal wie lecker die Nektarinen aussehen, oder die Kirschen!"
Immerwieder die Falle. Dann Geschrei und Tränen.
Dann denken wir an den Sohn der Bekannten. Auch Autist. Er isst seid 14 !!! Jahren täglich ein Brot mit dick Kräuterbutter drauf .... der Rest der Familie kann keine Kräuterbutter mehr aushalten.

Ich werde Euch weiterberichten ... vom Leben auf dem Land, von all dem Neuen hier ....


Sonntag, 6. Juli 2014

Nehmt kurz Platz ... lasst Euch erzählen!


Das alte Haus ist an die Tochter des Vermieters zurückgegeben.
Böse hat es geeendet, es wird wohl noch ein Nachspiel geben. Wir hatten vor fast 2 Jahren den Auftrag, alles zu entrümpeln ... die Dame möchte nun einschliesslich der alten Möbel, Teppiche, Lampen, Uralt-Waschmaschinen alles wieder zurückhaben.
Der Bodenleger war mit unserem Anwalt bei der Abnahme,  wenn es vor Gericht geht, sieht es nicht schlimm für uns aus ... sagt der Mann, der das Gesetz kennen sollte.
Zeugen für uns gibt es auch genug ....

Doch lassen wir dieses Thema, ich bin nicht mehr da gewesen in diesem Haus. Ich wurde so richtig krank die letzten Tage dort.
Den Umzug konnte ich nur durch Fieberschübe und etlichen Arztbesuchen verfolgen.
"Dem Krankenhaus ist die Mama grad noch entronnen!" ... erzählte Robert in seiner Sprache so ziemlich einen jeden. Die wenigen neuen Nachbarn hier waren von ihm schneller informiert, als dass sie mich überhaupt erstmal gesehen haben ...
Alle Kühe, Esel, Katzen, Hunde sind auch informiert.
Ich selber bin zuversichtlich, dass es wieder gut wird. Die Medikamente sind genommen, in ca. 3 Wochen steht noch eine grössere Untersuchung bevor. Das wird schon wieder ...
So lästig kam ich mir vor all die Tage. Alle packten, putzen, schleppten ... nur ich konnte fast nichts tun.
Das hat mich fast noch mehr krank gemacht.

Der Robert ....
Von der ersten Sekunde an war er hier mittendrin, zuHause.
Wenn er nachmittags von der Einrichtung kommt springt er in die Bauernhofstiefel.und ist weg. Er füttert die Kühe auf dem Hof nebenan, er mistet mit aus ...
Die Bäuerin auf dem nächsten Hof hat ihn ins Herz geschlossen, lässt ihn melken ... weil er sehr ruhig mit den Kühen umgeht, er ist ein Segen für die Tiere!
Auf diesem Hof lebt ein junger Mann mit Down-Syndrom. Er war auf der Schule in die Robert geht.
 So was! ... ein Zufall? Bestimmung?
Heute sitzt er auf dem Mähdrescher und fährt wahrscheinlich bis tief in die Nacht mit. Die Wintergerste wird geerntet.

Ich werde Euch noch oft erzählen, was der Bub so erlebt hier. Es scheint wunderbar zu werden!

Die Susanne ....
hat die Qualiprüfungen geschrieben, sie kann sich nicht einschätzen, Mal sagt sie, dass sie durchgefallen ist, dann wieder denkt sie, dass sie alles super geschafft hat. Macht nix ... sie geht ja noch ein Jahr zur Schule bis zur Mittleren Reife.
Fast jeden Tag kommen die Freundinnen hier angerollert, sie sind hier und da und dort .... Susanne mittendrin auf dem Land! Schön, oder?
Ihr Zimmer mag sie auch sehr. Sie hat es mitbekommen was mit der Tochter des Vermieters abgegangen ist. Wollte dort nur noch weg ... hat nicht eine Sekunde um das ihr auch so lieb gewordene Zimmer geweint.
Es gab keinen Kummer, als die sie vielen Poster der Lieblingsband von den Wänden nahm.
"Hach, ich werde eines Tages nach Brasilien reisen, dort ganz lang arbeiten. Doch jetzt fühl ich mich hier sehr wohl!" hat sie beim Frühstück verkündet.

Das war es nun fürs Erste ...
Ich hab Euch vermisst. Es ist schon ein bisserl seltsam, dass hier nicht eines der Handys Empfang hatte. Wir haben nun auf die T...c.m umgestellt. Da haben wir ein wenig Empfang ... im Zimmer rechts oben, sogar ganz viel :-)

Telefon  .... nein, das geht noch nicht. Seid 1.7. sollten wir erreichbar sein. Am Freitag wurde uns gesagt, dass aufgebaggert werden muss, weil der Blitz in die Leitung eingeschlagen hat.
Und nun haben wir festgestellt, dass wir ab und zu angerufen werden können, und dass ab und zu das Internet geht ... das wird wieder Telefonate geben mit dem Anbieter morgen! Wir können die Warteschleifen-Songs schon mitsingen!

Freut Ihr Euch, dass wir wieder das sind ... zurück in der grossen weiten Welt aus einem kleinen Ort im tiefsten Bayern?

Freitag, 27. Juni 2014

Mama ist krank, Umzug fast geschafft ....


Heute letzter Tag hier mit Internet.

Kurze Infos
Fast alles ist umgezogen.
Unsere Mama macht uns Sorgen. Sie ist schon über eine Woche krank, jeden Tag entscheidet der Doktor ob sie nicht doch noch ins Krankenhaus muss....
Beim ersten Arztbesuch gab es eine falsche Diagnose. Blasenentzündung, Mama sagte gleich das kann nicht sein. Ihr Arzt war in Urlaub ....
Dann war er wieder da und nun ist es leider ganz schlimm. Seiddem muss sie starke Medis nehmen und täglich dort hingehen. Eine böse Darmentzündung.
Es sieht so aus als ob doch eine Operation gemacht werden muss .... aber da denkt Mama nicht dran, sie ist bei uns und zuversichtlich dass es wieder gut wird ....
Wann wir im neuen ZuHause Internet haben werden wissen wir noch nicht. Es gehen nicht mal die Handys, wir wohnen in der Einsamkeit zwischen Wälder, Feldern ....

Es geht uns also den Umständen entsprechend gut. Alle grossen Geschwister mit Partner haben tagelang mit angepackt. Nun wissen wir wer unsere Freunde sind.Es sind grosse Überraschungen passiert!

Enttäuschungen haben wir auch erlebt. Das hat Mama nicht gutgetan, da hatte sie schon hohes Fieber tagelang und musste feststellen, wie sehr man sich jahrelang täuschen kann!

Wir melden uns wieder ganz bestimmt.

liebe Grüsse von uns und
alle um den Robert, auf den passen wir auch besonders auf .....

Donnerstag, 19. Juni 2014

langes Wochenende .... *P*A*U*S*E* hier .....


Die Werkstatt ist "umgezogen", nun planen wir weiter.
Wir haben beschlossen, nicht erst bis zum August zu warten mit den kompletten Umzug.
Es steht ein langes Wochenende bevor, unsere Kinder haben sowieso noch Ferien.
Was zu schaffen ist werden wir ins neue Haus fahren.


Ich wünsche Euch einen schönen Feiertag.
Ein schönes Wochenende

... und weil es mit dem Telefonanbieter schon wieder nicht so läuft wie ausgemacht, weiss ich nicht wie lang ich noch ins Internet komme ... von hier, oder dann vom Neuen aus.
Dort hätte es nämlich schon gehen sollen, das Telefon./Internet... der Termin wurde vom Anbieter nicht eingehalten!

Nun ist ersteinmal viel zu tun .....


Dienstag, 17. Juni 2014

Diesen Blick aus dem Kinderzimmerfenster will er nicht ....


Der Robert will aus dem anderen Fenster schauen.
"Du, da geht die Strassse vorbei, es ist viel lauter ... hinten raus siehst Du Dein Baumhaus."
"Nein, die Atmospähre gefällt mir nicht!"
Ach so ....


Am Nachmittag hat er beschlossen sowieso ins Baumhaus zu ziehen, das muss halt angebaut, vergrössert werden ....
"Robert, was ist die Atmospähre?"
"Das weiss ich doch nicht, aber das hat mal einer gesagt, weil ihm ein Zimmer nicht gefallen hat!"
Ach so ...


Wir wollten ihn lieber im Zimmer nach hinten haben, weil vorne raus ist der Balkon ... Robert und Balkon, das haben wir bisher immer vermieden.
Ruhiger ist es in den Hof raus auch ....
Wir werden sehen wo er einzieht!

Mittwoch, 11. Juni 2014

Die Sonne eingefangen ....


habe ich auf diesen Bildern.
37 Grad hatten wir am Nachmittag.
Die Nacht brachte zeitweise Sturm, keinen Regen.
Die Temperatur blieb über 20 Grad. Ich muss sagen, ich bin nicht geeignet für Urlaub in den heissen Ländern. Ich konnte fast nicht schlafen, es ist mir zu warm in solchen Nächten.
Heute Morgen um 7 Uhr ging ich mit dem Hund nach draussen und was tut Jacky?
Läuft sofort hinter das Haus und legt sich unter das Trampolin. Gassi gehen ... ? Nicht mir mir! ... sagte mir ihr Blick.  :-)


Der Robert hält Hitze gut aus.
Nun kommt das grosse ABER ... : wir haben seinen Pool hier nicht mehr aufgebaut. Der Pool ist schon umgezogen, ist aber auch im neuen Haus noch nicht aufgebaut.... Es sind Pfingstferien. Es ist Sommerhitze! Gestern hab ich geschätze hundert Mal gehört, dass er es ohne sein Wasser nicht aushalten kann.
Er hat ja Recht, der Bub. Wir bereuen es schon wirklich, dass wir das Ding nicht noch für ihn mit Wasser gefüllt haben. Wir ahnten nicht, dass es so heiss wird. Das gab es noch nie in den Pfingstferien.
Die Tage wären für alle leichter wenn er immerwieder in sein Wasser könnte.
Am Nachmittag war er aufeinmal nicht mehr zu sehen, nicht mehr zu hören.
So fand ich ihn dann. Tief schlafend, völlig erschöpft.



Da wo wir hinziehen gibt es noch das langsamste Internet von ganz Bayern ... sagte der Mann vom Anbieter. Na, das kann ja was werden. Oh weh .....
Ich hab ihn gefragt, ob wir wieder fast drei Monate ohne Telefon und ohne Internet sein müssen.
"Nein, das funktioniert bei UNS von einer Sekunde auf die Andere!"

Als wir ihm erzählten, dass vor 1 1/2 Jahren eine nette Dame fast das gleiche sagte, und wir das Nachsehen hatten ... schaute er wie unsere Jacky wenn sie was ausgefressen hat! Oh weh ...

Freitag, 30. Mai 2014

Die Suche hat tatsächlich ein Ende


....
und Robert stand wirklich gestern vor unseren überall wachsenden Dill und sagte: "Wie schaffen wir es bloss, dass unser Dill mit umzieht. Wir werden ihn ausgraben!"
Wenn wir sonst keine Sorgen hätten .... nocheinmal, schon wieder umziehen... welch ein Graus!

Und doch sind wir so froh, dass es hier ein Ende gibt.
Ich mag gar nichts mehr dazu schreiben, dass wir nun noch mehr geärgert werden, und unsinnige Briefe hier eintrudeln.
Es ist scheinbar doch sehr bewusst, dass ung. 100 qm uralte Böden erneuert wurden und nun sehr schön und fachmännisch neu verlegt sind. Nein, wir sind keine Racheengel, wollen die uns so lieb gewordenen Fussböden nicht zerstören, rausreissen etc.
Es tut von allein weh, dass es alles auf unsere Kosten und unter grossem Zeitaufwand erneuert wurde. Wir trösten uns, dass der alte Mann, der damals noch das Sagen hatte, sich freuen würde, dass aus seinem vergammelten, ungepflegten Haus wenigstens zur Hälfte etwas wohnenswertes geworden ist.
Es gibt unglaubliche Ideen und Schikanen die neue Vermieterinnen sich einfallen lassen ... doch, ganz ehrlich:
Nun ist es egal, wir lächeln nur noch über so viel Boshaftigkeit.

Bald ist alles vorbei hier.

Das Bauernhaus hat viel Grün und Platz für tobende Roberts mit Hund und Katze.
So gross sollte es innen gar nicht sein, wie das nun gemietete Haus.
Wir müssen einfach nur einziehen ... es ist alles gut, liebevoll gepflegt und ordentlich!
Die Schulwege sind ein bisserl weiter, aber beide Kinder können auf ihren Schulen bleiben. Danach haben wir schon gar nicht mehr geschaut beim Suchen .... 37 !! Objekte haben wir angeschaut und entfernten uns immer weiter vom jetzigen Ort.
Wir haben fast "ja" gesagt zu einem Haus noch weiter weg, hinter Altötting ....
Da kam dort vor der Tür ein Anruf. "Wäre das was für Euch?"
Wir wissen nicht mehr über welche der vielen, vielen Mitsucher und Helfer dieser Kontakt zustande kam.
Wir sind an einem stürmischen Tag vor einer (halben) Familie gestanden, die Männer haben das Haus angeschaut und die Mama hier (also ich) sassen mit der Tochter der alten Bauernsleute in der Küche und wir haben geratscht ... über Gott und die Welt und nicht übers Wohnen etc.
Die Mutter hier (also ich) musste tatsächlich nocheinmal dort hinfahren, weil sie gar nichts angeschaut hat von den Zimmern usw..... nur die gemütliche Küche und den grossen Garten hatte sie im Kopf. Und die Tochter, die so ung. das gleiche Alter hat wie die Mutter hier ....

Wie soll ich es erklären? Als wir das 1.Mal dort wegfuhren, hab ich mir keine Hoffnung mehr gemacht. Ich wollte und konnte das Haus nicht anschauen, weil ich von vorneherein nicht nocheinmal enttäuscht werden wollte ... und als dann der Sohn anrief und sagte: "Wie ist das jetzt mit Euch, täts Ihr einziehen wollen?",
da war ich sprachlos. Und ... hätte beinahe gesagt: "Nein, weil wir ja bis nach hinter Altötting ziehen!"

Es war schwer "hinter Altötting" abzusagen. Der Vermieter mit seiner Familie hat sich schon ausgemalt, dass wir bald neben ihm wohnen und den lustigen Robert mitbringen. Und eine Tochter die so bezaubernd wie Susanne ist. Und ein Michael der Handwerker ist ....

Ich bin dann also mit Susanne nocheinmal losgefahren zum Bauernhaus. Ich hab mir die Zimmer angeschaut, und .... weg war das Mädel. Die Vermietung und all das macht hier der Sohn der Bauersleut (so ung. in Michaels Alter). Die Susanne und der Vermieter haben sich sofort verstanden, haben sich in Scheunen und Gewölben auf Erkundung begeben. Haben die Bauernhofkatze gefunden, haben ausgemacht wenn wir da wohnen zeigt er ihr die Gegend ... er freut sich, dass er auch dem Robert alles erzählen kann.
Nun waren wir schon öfter dort. Beim letzten Mal hat der Vermieter den Robert über den Kopf gestreichelt und ihn einfach sooo lieb angeschaut. "Ein bisserl bist wie mein Grosser als der noch klein war!", hat er gesagt!
Nein, ich kann es noch nicht realisieren ...
Es braucht wohl seine Zeit ... wieder zu vertrauen und an das Gute zu glauben.
Liebe Freundin, die mir gestern gesagt hat, ich wirke unglücklich und soll bitte nicht depressiv werden:
"Nein, wird schon wieder. Ich brauch Zeit .... es war wohl doch zuviel Schock was wir mit Menschen hier erlebt haben!"

Und wie gesagt.... schon wieder ein Umzug. Welch ein Graus .....

Freitag, 4. April 2014

So wenig los hier .... alles gut bei Euch?

Das wurde ich in einer Mail gefragt.
Alles gut .... kann ich nicht glücklich lächelnd mit "ja" beantworten.
Diese Suche nach einem Haus und dann auch noch das tägliche genau hinschauen auf Robert ist zeitraubend, anstrengend ....
Robert ... geht in die Schule und danach in die Tagesstätte. Er hat wohl in sich beschlossen einfach so zu tun als ob es keine neue Leitung gibt. Dort .... ich bekomme Rückmeldungen, dass es zu Zusammentreffen gekommen ist, dass Robert weggeht und gar nicht reagiert. Sie lassen es so bleiben, stochern nicht ins Wespennest.
Hier ... schimpft und meckert er. "Wenn ich einmal rausgeschmissen werden soll, dann aber...!"
Es ist eine Zeit in der gelassen auf ihn geschaut werden muss. Dort und hier ... ansonsten wollen wir alle die Entwicklung nicht beeinflussen. Nicht durch nachfragen, nicht durch irgendeine Reaktion. Von uns hat er gehört, dass wir aufpassen, dass so etwas nie mehr passiert wie damals ... Wir haben es von ihm wiederholen lassen mit Blickkontakt. Das muss genug sein, er weiss Bescheid.

Die Suche nach der neuen Bleibe wird immer komplizierter. Das was nicht so gut passt könnten wir haben. Das was wir uns vorstellen können ist oft zu weit weg, manchmal zu teuer, bei 2 Projekten stehen wir scheinbar auf einer Art Warteliste. Wir werden bei beiden unabhängig voneinander seit 3 Wochen vertröstet.

Gestern nun: Eine Wohnung. Wir sind seit Jahren überzeugt, dass das nicht geht mit Robert.
Im 1.Stock, der Vermieter wohnt unten.
Ein Robert der jede Nacht wach wird und umherläuft. Er ist nicht sehr laut, aber einfach wach ... dann auch der Hund noch dazu. Das hört man!
Ein Robert der in Treppenhäusern sein Leben lang laut zu sprechen anfängt. Noch findet der Vermieter das lustig und interessant ....
Ein Robert der Grenzen nicht erkennt .... Grenzen einer Wohnungstür, Grenzen eines Gartens, Grenzen eines auf einem Liegestuhl liegenden Menschen, der die Augen zu hat: "Hallo, ich wollte nur mal fragen, ob sie hier draussen schlafen?" (nicht erfunden, erlebt mit ihm!)

Nun haben wir drei Tage Zeit .... haben wir noch Zeit weiter zu suchen? Wenn wir da nun "ja" sagen ... kommt dann das lang gesuchte Haus?

Deshalb ist es so still hier .... auch am Autismus-Tag-2014.
Unsere Köpfe sind voll, sehr voll .....
An diesem Tag war in Roberts Schule oder auch nur hier in der Gegend ... NICHTS !
Als ob es diesen Tag nicht geben würde ....

Ich lese bei Euch wenn ich die Zeit finde ... es ist wenig momentan, ich weiss
liebe Grüsse
Elisabeth

Montag, 31. März 2014

So leicht wie ein Schmetterling fliegt


... ist das Alles hier nicht.
Noch keine positiven Neuigkeiten. Die Suche nach einer neuen Bleibe geht weiter, bei zwei Häusern wird erst in ca. 14 Tagen entschieden ....
Und dann steh ich vor einer Hecke und direkt vor meiner Nase lässt sich dieser wunderschöne Schmetterling nieder. Das macht gute Laune.

Robert hat ab morgen die neue Leitung in seiner Nähe, die er von der alten HPT kennt. Wir haben so gut es ging mit ihm gesprochen, ihm erklärt. Bisher ist er sehr eisern und wird nieee mehr mit Leuten von früher reden, die ihn rausgeschmissen haben und ihm alle früheren Schulfreunde genommen haben.
Wir Grossen hatten vorher Gespräche, ein Netz gewebt ....
nun müssen wir abwarten ob es hält.

Ist es bei Euch auch so trüb geworden? Seltsam sieht der Himmel aus seit ein paar Stunden. Die Sonne hat sich versteckt.
Die Sommerzeit  .... ich mag die Umstellung nicht, und leide .... :-(

Freitag, 28. März 2014

Blumengrüsse und ein schönes Wochenende




Wir lesen uns erst am Montag wieder.
Wir haben viel zu tun, schauen einige "Objekte" an ... so nennen die Makler gern die Häuser.

Annes Kommentar unter dem letzten Post hat mich nachdenklich gemacht.
Kinder, Hund und Katze .....

Wir haben 2 Mal auf eine private Anzeige angerufen und direkt gesagt bekommen, dass das Haus an ein älteres Ehepaar vermietet werden soll .... Hund wäre noch o.k., hiess es einmal. Kinder sind nicht gut aufgehoben in dieser Siedlung .... wurde mir so direkt vermittelt.
Wir haben 3 andere Telefonate hinter uns, in den Anzeigen stand nur, dass ein Haus zu vermieten ist.
Katze .... ja, das wäre erlaubt, Hund nicht!
Katze .... kein Problem, Hund muss die Vermieterin sich durch den Kopf gehen lassen. Teenager .... sie kann sich noch erinnern wie laut ihre eigenen Kinder als Teenager waren, sie meldet sich wieder .....
Katze, nein! Hund, wenn er nicht zu gross ist dann ist es erlaubt. Kinder auch.

Wir haben trotz Anzeige "an älteres Ehepaar zu vermieten" ein sehr nettes Telefonat mit einer Vermieterin erlebt. Ich habe mich als älter bezeichnet, und direkt gefragt, was denn "älter" heisst. Schon Rentner? ... wo fängt "älter" an. Heisst "älter" dann auch "endlich ohne Kinder"? Also .... es ist so, dass wir dort morgen einen Termin haben, schon am Telefon mit der Dame lachen mussten. Und Robert ... der interessiert sie nun aber sehr, nach dem was ich so erzählt habe.  Von Hund und Katze weiss die Dame auch ....

Wir könnten sofort ein Reihenmittelhaus beziehen, der Vermieter ist begeistert vom Schreinermeister, der Parkettleger ist. Kein Problem, dass er selbstständig arbeitet. Kein Problem, dass ich Tageskinder habe ... kein Problem mit Hund und Katze .... Aber das Haus hat nur 2 ganz kleine Kinderzimmer. So klein hatten wir noch nie. Und ... die Garage ist noch mind. ein Jahr "fremdvermietet". Oh weh, das wird nix.

So wie Anne gestern schrieb hab ich es auch erlebt. Weil jemand mit Hund eine Katastrophe herbeigeführt hat wird nieeee mehr an jemand mit Hund vermietet.
Könnt Ihr Euch vorstellen, dass ich nie einen Hund hatte? Angst vor Hunden habe. Ganz echt! Dann kam der Bodenleger, der fast immer mit Hund lebt. Als die Kinder klein waren hat er beide (natürlich) so weit gebracht, dass sie auch einen Hund wollten.  Nun haben wir also eine Jacky, sie ist schon unser dritter Hund. Einer lief in ein Auto, da kann heute noch keiner dran denken ohne traurig zu werden. Einer hat den ganzen Tag gekläfft, nach mir gezwickt, musste auswandern. Dem Maxi geht es gut, er ist schon 9 Jahre im Wienerwald zu Hause, bei einem älteren Mann, der ihn sehr mag.
Nun haben wir also noch die Jacky. Am 21.3. hatte sie Geburtstag. 9 Jahre ist sie alt. Ruhig, eher faul, lässt sich von Kindern alles gefallen, hat sofort die Katzen geliebt als wir die ohne Hund zu fragen ins Haus geholt haben. Bleibt stundenlang zu Hause ohne dass man sie hört. Hat noch nie irgendwas kaputt gemacht.
Und doch fürchtet sich der Paketmann vor ihr, ein Nachbar auch ....
So ist das! Einfach nicht zu ändern. Ja, Anne, ich kann Deine Argumente nachvollziehen. Und doch würde ich mir wünschen, dass es nicht gleich so "hart" rübergebracht wird, dass Kind, Hund, Katze, Maus ... unerwünscht sind.
Es ist keine Stadt in die wir ziehen wollen. Es soll kein neues Haus sein. Da ich Tagesmutter bin, ist der Hund nicht regelmässig, täglich allein zu Hause.
Auch Robert ist nicht nur laut. Uns ist aufgefallen, dass er fast gar nicht mehr laut ist schon seit Wochen. Er singt viel, aber da er schön singen kann ist das nicht lästig. Und ... er hört auf wenn man ihm erklärt, dass es nun stört. Dass er nachts nicht durchschläft stört nur uns, er ist auch da leise ... dass er sich nicht selber duschen, anziehen etc. kann ist auch ein leises Problem. Dass Robert oft verschwindet und wir ihn suchen müssen, hat die Nachbarn hier amüsiert und einige zum mit hinschauen auf das Kind gebracht. Dass er den ganzen Tag in einer Einrichtung für behinderte Kinder ist, "hört" man hier im Haus gar nicht! Dass er barfuss heimkommt, weil die Schuhe stören, dürfte einen Hausbesitzer nicht ausmachen, oder? (Ironie pur, ich weiss!)
 Susanne hört viel Musik ... selten laut. Das haben wir uns gewünscht, weil wir halt keine Fans von 1D sind ... nun hat sie neue Kopfhörer.
Eigentlich .... ja eigentlich sind die Mietzen die Allerschlimmsten hier. Rein und raus ... am liebsten auch noch nachts. Ja, es lag ein Vogel vor der Tür. Wobei wir nicht sicher wissen, dass es eine unserer Katzen war. Eine Mietze srpingt gern von aussen auf die Fensterbretter, das wird ihr zur Zeit mit Wasserduschen abgewöhnt, das ist nicht gut für Hauswand und Fensterbrett.

Ahhhhh , ich muss aufhören jetzt! Wie sich das liest! Ich will uns ja nicht zum Höchstgebot verkaufen, und alle Vorzüge anpreisen.
Wir suchen nur ein Haus zu mieten ... auf dem Land. Wer eine Idee hat: bitte melden.
Danke auch Euch, die mir schon Mails geschrieben haben. Da sind morgen auch 2 "Objekte" dabei, die sich durch Eure Tipps gefunden haben.
Ach ja .... auch selbstständige Bodenleger verlassen alte Wohn-miet-Objekte nicht mit Mietschulden. Alles nachweislich bezahlt .... auch wenn uns schon 4 Mal was anderes unterstellt wurde.
schönes Wochenende wünscht Euch
die Robert-Familie

Montag, 24. März 2014

Wetter-Spiele


Frühlingstemperaturen, Dauerregen am Wochenende.
Kühle aber Sonnenschein heute morgen ...
und dann Hagel
alles war da die letzten Tage!

Was entdecken wir?
Der Birnbaum blüht.
Schön, dass er in einem grossen Kübel eingepflanzt ist, er wird mit umziehen!


Ich werde nun doch zwei Kommentare unter dem letzten Post löschen. Katha, danke für die Zeilen. Aber es wird mir himmelangst wenn ich dran denke, dass Deine offenen Worte wieder irgendwie verboten sein können....
Wir suchen weiter, und stellt Euch vor. Nach all dem Kummer, den Schrecken, der Tränen .... macht das nun sogar Spass. Wir haben die Sicht verändert, nehmen es hin viel verloren zu haben (nicht nur Träume, auch Geld und Vertrauen etc.)
Der Weg geht weiter, wir brauchen unsere Kraft und Nerven für etwas Neues ...
(sowas ist auch mir das 1.Mal passiert. Ich habe 20 Jahre in einer Wohnung in München gelebt, dann über 9 Jahre in einem Haus vor den Toren Münchens.)
Danke an Euch, Eure Worte geben Trost