Posts mit dem Label Dummheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Dummheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 2. Mai 2015

Fertig!


Ich suche neue Knospen für Euch.
Die hier ist nun keine Knospe mehr.

Ich hab schummeln müssen. Weil die Knospe von den vorigen Bildern durfte keine Blüte mehr werden. Weil hier hat jemand den ganzen Strauch gekillt und zu mir gesagt, "So, der stört, da gehst weg, weil das ist meiner gewesen!"
Ich hab zu ihm gesagt, dass er nun auch noch ein Bienenmörder ist Weil die Bienen waren schon da und haben sich auch auf den Blütenstaub gefreut.

Mama sagte gleich wieder "Siehste Robert, das ist ein Grund warum wir was Neues zum Wohnen suchen. Mit so Menschen halten wir es nicht aus auf einem Hof!"

Es war eh nicht sein Strauch. Weil der Garten ist mitgemietet. Aber wir können ja kein Kampfhund hier reinstellen, dass so was nimmer passiert.
Einen Zaun gibt es auch nicht, aber hinten war ein Zaun und da hat der Mitbewohner mit dem Rasenmähertraktor alles niedergemäht. Ja, auch Salat und Ruccola und die Möhren, die schon rausgeschaut haben. Wie im schlechten Film, sagt Papa oft!



Gestern waren wir bei alten Freunden. Die hat Papa wiedergefunden, obwohl wir sie 6 Jahre nicht mehr gesehen haben. Bis Griechenland sind sie zurückgewandert gewesen. Und nun sind sie wieder da, gar nicht mal so weit weg von uns.
Ich hab die Maria fast nicht mehr gekannt, aber dann konnte ich mich zurückerinnern. Das war schön!
Die Grossen haben grässlichen Schnaps getrunken, aber nur ein Glas. Und ich hab Berge Oliven gegessen, die waren so lecker. Direkt aus Griechenland, hmmmm ....

So, nun muss ich Schluss machen, ich geh rüber zum Bauernhof. Da kommen Kälber auf die Welt, ich helf mit, das kann ich schon!
der Robert

Nachtrag vom Papa

Roberts letztes Wort bevor er im Bauernhof-Gwand das Haus verlassen hat:

Papa, die Kate ist jetzt auch im Krankenhaus, ich hab's grad im Radio gehört. Wenn sie heute den neuen Prinzen oder die neue Prinzessin auf die Welt bringt, dann ist das der Tag wo auch vom Stefan seine Kühe die Kälber Geburtstag haben werden! Wow, toll!

 Letztes Wort vom Robert-Papa heute hier:
Möge bitte die Herzogin, samt ihrem Prinzen,  nie davon erfahren, dass mein Sohn ihre Geburt mit der Geburt im Kuhstall nebenan auf eine Rangliste setzt!  Was denkt sie dann?  "We are not  amused!"

oder "blöd glaufen" wie wir Österreicher das nennen täten!


Donnerstag, 25. September 2014

Was für ein Mensch steckt hinter dieser Uniform?


Eigentlich .....
wollte ich ganz etwas anderes erzählen heute ....
Eigentlich .....
hab ich gar keine Zeit fürs bloggen, weil Kind ist krank, müssen zum Arzt
Eigentlich .....
wollte ich gar nichts zur anonymen Frau Karen schreiben, die mir gestern einen Kommentar hinterlassen hat

Und dann seh ich heute die Bilder von Susannes Englandaufenthalt im letzten Jahr und sie fängt zu erzählen an, dass sie immer und immerwieder versucht haben die Männer vor den Toren des grossen Palastes zum lachen zu bringen. Die haben es oft versucht und es letztendlich auch geschafft, dass einer gelacht hat. Den grinsenden Mann in Uniform zeigen wir heute nicht mehr, dass wünscht sich Susanne. Nicht, dass er nachträglich noch Ärger hat wegen dem Lachen und der Beweis ist dann ihr Foto! Lachen dürfen die Herren nicht im Dienst!

Was hat das nun "eigentlich" mit Robert zu tun?
Robert ist nicht mit wenigen Worten zu beschreiben. Autismus auch nicht. Seit Jahren schreibe ich über das Kind, über Autismus und dies und das.
Wir haben schon das Gefühl, dass Ihr einen Einblick ins Leben mit einem autistischen Kind bekommt.
Wir denken auch, dass so manches mal der Kopf geschüttelt wird von Euch ... so wie wir als Eltern das auch tun. Aber .... Robert kann nichts dafür, dass er ist wie er ist. Autisten sind so. Nicht alle, nicht immer.
"Wenn Du einen Autisten kennst, dann kennst Du nur einen. Andere sind wieder anders!"

Ja, stimmt, haben wir durchs Kennenlernen von Autisten gelernt, erfahren dürfen.

Aber .... nun zurück zum Mann in Uniform
Dieser erwachsene Mensch hat nun den Beruf  "Mann vor dem grossen Palast"

Das ist seltsam für uns. Erwachsene Männer, die Tag für Tag so einen Job machen.
Sich anstarren lassen, sich fotografieren lassen, sich doofe Kommentare anhören müssen, ernst bleiben sollen auch wenn junge Mädchen alles tun, damit sie lachen ....

Wir verurteilen das überhaupt nicht. Es gibt viele Berufe die grosse Leute machen, die uns den Kopf schütteln lassen.
Da frägt man sich, warum tun die das. Was gibt es ihnen? Tut ihnen ihre Arbeit gut, wollen sie das so? usw.

Für manche von uns ist sonderbar wie Mitmenschen feiwillig ihr Leben so anders leben .... und nun wieder zu Robert. Er ist auch sonderbar. Wir lernen nie den Robert ohne Autismus kennen. Die Chance gibt uns sein Innerstes nicht. Weil er hat Autismus, von Anfang an ----- für immer! Innen drin, in seinem Kopf! Er wird immer Hilfe im Leben brauchen, weil er sonst nicht nur Ackersaat in meine Blumenkästen säät. Oft habt Ihr schon gelesen, was er tut, wie er reagiert. Wie er sich leider oftmals selbst gefährdet durch sein Tun.

Wir wollen es erzählen, anfangs mit dem Wunsch andere Familien mit autistischen Kindern kennenzulernen. Nun auch um den "Robert mit Autismus" zu erklären, bekannt zu machen was es bedeutet mit einem Kind zu Leben welches die Diagnose "Frühkindlicher Autismus mit leicht geistiger Behinderung hat"
Wir sind sehr vorsichtig unser Kind nicht blosszustellen. Er ist kein Clown, kein Kasperl .... denn Clowns und Kasperln sind grosse Leute die sich diesen wunderschönen Beruf erlernt haben. Die Freude und Spass verbreiten wollen.
Robert dient nicht dazu mit seiner manchmal komischen Art andere Menschen zu belustigen. Das möchten wir auch nicht so ins Blog schreiben, nicht so verstanden wissen! Klar gibt es oft ein Lachen, ein Lächeln.  Aber nicht, weil er uns zum Lachen bringen will. Es sind die Situationen die mit ihm durch sein Verhalten entstehen. Die kann man böse, schimpfend, schreiend, strafend oder sonstwas aushalten .... oder eben mit Humor, der die Seele des Kindes nicht verletzt, nicht verletzen darf! Wenn man dann ab und zu solche Geschichten wieder ausgräbt und mit ihm darüber spricht muss er oft selber lachen und hat aufeinmal verstanden warum andere komisch schauen, lachen oder schimpfen. Er hat gelernt!

Der anonyme Kommentar von Frau Karen trifft uns nicht "in echt", weil wir das schon kennen. Das war anfangs schwer für uns ... nun nicht mehr.

So, nun dürft Ihr länger neugierig bleiben was ich Euch eigentlich heute erzählen wollte. Ganz was nettes, liebes ....
Es läuft nicht davon .... vielleicht morgen? Kommt Ihr dann wieder?

Montag, 2. Juni 2014

Spieglein, Spieglein ....



nein, nicht an der Wand!
hier "im Teich"

Dieser Gartenteich hier macht uns Sorgen.
Mitten hier im Garten ohne Absicherung, kein Zaun um das Grundstück....


Wir dürfen nichts mehr machen.
Das muss und soll so bleiben. Wenn Kinder im Garten sind ist jeder Erwachsene wachsam.
3 Mal kam es nun zu gefährlichen Situationen. Wir haben nun einfach Wasser rausgeschöpft, solange wir noch hier wohnen bleibt das auch so.
Direkt nebenan wohnen drei Kinder, die Jüngste ist 2 Jahre alt. Gerade sie kommt oft hierher.
Gestern ein langes Gespräch mit der Mama. Sie ist verantwortlich wenn wir nicht mehr da sind. Der Teich liegt mitten auf fremden Privatgrund, da hat sie, als Mutter, zu schauen, dass ihre Kinder nicht hinlaufen.
So wusste ich das nicht.
Ich dachte schon, dass die Teichbesitzer mehr Verantwortung haben ....
Letztendlich wird die Familie nebenan einen Zaun zwischen die beiden Gärten ziehen.....
Trotzdem sind dann noch zwei Seiten zugänglich ....


Freitag, 16. November 2012

Ein Aufklärungsgespräch ohne Erfolg ... und Tränen aus einen anderen Grund


Gestern war die Verkäuferin nicht in der Bäckerei, ich wollte mit ihr selber noch einmal sprechen.
Heute morgen habe ich sie angetroffen, habe gewartet bis wir allein im Laden waren ... und hatte keinen Erfolg. "Es ist ihr "wurscht" was der Bub hat, bei ihr geht keiner hinter die Theke und schreit auch nicht so rum, und ausserdem hat sie von so einer angeblichen Krankheit noch nie was gehört. Ob ich die Oma oder die Mutter bin ... wollte sie wissen.
"Was hat das mit dem Vorfall zu tun?" fragte ich noch immer ruhig.
"Von die jungen Müttern kennt sie ja solche Fratzen, aber als Oma könnte man ja schon mal hinlangen!"

Nein, das Brot oben habe ich dort nicht gekauft. Heute Nachmittag geh ich nochmal zur Besitzerin der Bäckerei. Nicht weil ich rachesüchtig bin. Doch da kann ich nicht schweigen. Es gibt noch viele Menschen die nicht so sind wie diese Verkäuferin sich das vorstellt. Das möchte ich Ansprechen So muss sich niemand behandeln lassen.
Und der Robert?
Er lebt sein Leben weiter und hatte eine grosse Freude beim Lichterfest in seiner Schule.
Die erste Stunde hat er beschlossen, dass er ein Hund ist und war nur unter den Tischen und Bänken ... und hat gebellt, gejault.
Der Rektor hat mir das so erklärt: Die vielen Menschen, das Neue, Femde in der Aula macht ihn unsicher, also fällt er in eine solche Rolle. Wir sollen ihn lassen und unseren Tee geniessen.
Als wir dann mit all den vielen, fremden Leuten den Fackelumzug machten wurde er wieder normal. Und danch .... ging es in die Aula zurück und Robert hat  GANZ ALLEIN vor all den Menschen ein Lied auf der Veeharfe  vorgespielt .....  (Tränchen überall. Kein Foto, das hätte gestört)
Seine Betreuerin und die Musiklehrerin haben sich so gefreut, er spielt erst seit ein paar Wochen in der Gruppe mit!

Freitag, 2. November 2012

Das Fahrrad ist wieder da !


Es sollte wohl sehr witzig sein, was sich irgendjemand da ausgedacht hat.
Doch nach einigem Suchen, vielen Leuten die auch die Augen offen hielten wurde es ein Stück weiter in einem Feld gefunden.
Robert musste gleich eine grosse Runde radfahren, nun steht es gut versteckt hinter dem Haus. Und er sitzt ... wie so oft zum aufwärmen in der Badewanne!
Nun lacht er wieder und ist froh.....

Freitag, 22. Juni 2012

Regeln? Da bin ich dagegen!


Gestern habe ich es gewagt mit Robert an einen See zu fahren.
Im Auto ganz in Ruhe hab ich ihm die Hauptregel erklärt: "Du bleibst in meiner Nähe, Du schwimmst nicht in den See. Es wird tief, da kann auch ich nicht stehen!"
"Ja Mama!"
Wir waren keine zwei Minuten am See war er schon bis zur Nase im Wasser!
Ich hab seelenruhig wieder alles eingepackt, mit einem Auge immerzu nach ihm geschielt. Er kann nicht richtig schwimmen! Er paddelt, taucht immerwieder ... sucht nach Möglichkeiten zum festhalten. Zufällig kam er wieder Richtung Ufer.
Ich bin gegangen....Richtung Auto.
"MAMA!!!!" ... und schon läuft er mir nach. "Gib mir noch eine Chance, bitte!"
Ich war erleichtert, dass er mir nachlief, bin einfach weitergegangen, konnte mir nicht erklären warum er die Regeln Keine Minute einhalten kann.
Also haben wir uns ans Ufer gesetzt, durch mein Richtung-Auto-Gehen waren wir an einer Stelle die noch tiefer war, aber auch einsam.
"Robert, wir versuchen es nochmal. Du darfst nicht ins tiefe Wasser schwimmen. Ich erklär nicht mehr warum nicht, weil Du weisst es!"
"Mama, ich spiel am Ufer, ich geh da hin und her!"


Er ging am Ufer entlang, hin und her. Hat Fische gefangen. Fast eine halbe Stunde ist er auch nur bis zum Bauch ins Wasser und dann ans Ufer gepaddelt.
Und dann:
Er ging noch immer am Ufer entlang, war aufeinmal auf der anderen Seite des Sees. Ich hab Blickkontakt mit Robert. Deute ihm dass er zurückkommen soll mit seinem Eimer. "Ich komm gleich wieder, ich hab kleine Fische gefangen!"
 Plötzlich schwimmt er wieder Richtung Mitte...Tiefe!
Eine Sekunde hab ich überlegt ob ich nicht reinspringen soll, ihn einfach mal eine Erfahrung machen lassen muss. Es ist dort in der Mitte wirklich so tief, dass auch ich nicht stehen kann. Es gibt dort eine Strömung. Also rein ins Wasser, Robert retten!
In dem Moment ist er von allein wieder ans Ufer.
"Mama, seid wann kannst Du schwimmen?"
"Mein Papa hätte mir so den Po ausgehaut wenn ich nicht gefolgt hätte. Anziehen, sofort! Wir gehen!"
"Das hab ich ja gar nicht gewusst, dass Dein Papa Kinder misshandelt hat!"


Ich habe gestern zufällig nach über fünf Jahren an diesem See (war selber Jahre nicht da baden) , einen Betreuer von Christians damaliger HPT getroffen.  Er stand neben mir am Ufer, wir haben über Christian geredet, was aus dem Buben geworden ist...
"Und das ist also der kl.Robert von damals. Der ist ja niedlich geworden. Warum ist er in  "xxxxxx" in der Schule?"
Der Mann wusste noch nichts von der Epilepsie, vom Autismus. Er hat Robert mit fünf Jahren das letzte Mal gesehen... Es war ein gutes Gespräch.
Nach dieser "ich-hör-nicht-auf-Mama"-Aktion von Robert sagte er: "Der Bub erklärt sich selber. Wahnsinn! Den kannst Du ja nicht mal eine Sekunde aus den Augen lassen!"
Sag ich doch, und dann auch noch seine Sprüche.....

Dienstag, 20. März 2012

Nichts mehr zu machen.....


Die Dame spricht nicht mehr mit mir, hat nun aber geschrieben.
Sie hat keine Lust mehr Susanne zum Reiten mitzunehmen, weil Susanne ständig absagt.
Und dann auch noch zu spät.
Ja, vor kurzem war Susanne krank, ich musste sie gegen Mittag von der Schule abholen, hab dann natürlich kurzfristig das Reiten abgesagt.....
Ich als Erwachsene mach mir keine Gedanken mehr. Ich kann nicht eine Woche vorher absagen, wenn das Kind am Reittag vormittags Fieber und mehr bekommt....
Vom letzten 10er Blog hat sie nur einmal nicht reiten können....
Da steckt etwas anderes dahinter, doch ich hab mich so viel geärgert, dass ich es nun schon gar nicht mehr wissen mag.
Susanne hat heute neue Frühlingsschuhe bekommen, die Kinder haben den Zahnarzttermin überstanden..... die Sonne scheint.
Das heisst nicht, dass Susanne nicht weint, traurig ist. Für sie wird das dauern, aber wir suchen eine richtige, andere Reitschule.... das tröstet nicht, dafür hängt sie zu sehr an dem Pferd. Aber das lenkt ab, und mit der Zeit wird der "Rausschmiss" nicht mehr so weh tun...hoffe ich!

Ich hab noch nie einen Brief von einer erwachsenen Reitlehrerin bekommen in dem steht
"Ich hab keine Lust mehr das Kind abzuholen und zum Reiten mitzunehmen....!
Michael ist nicht so zurückhaltend. "Die hat doch einen Vogel" ist nun seine Meinung. Und... er muss sie nicht unbedingt treffen irgendwann irgendwo .... denn er würde ihr das sagen!

Montag, 24. Oktober 2011

Die letzte Lupinie

 ist heute Nacht wohl auch erfroren.
Warum sie überhaupt noch blüht ist uns ein Rätsel. Noch nie haben die Lupinien so lang Blüten getragen.
 Heute Morgen Nebel
gestern Nachmittag der schönste Sonnenschein

Robert ist wieder in der Schule. Sein Hinterkopf ist ganz blau. Gestern hat er den ganzen Tag ohne schlafen "geschafft". Er ist wieder munter und hat nicht einmal etwas von Kopfweh gesagt.
Nein, wir lassen ihn nicht gerne wieder gehen.
Schon um sieben stand der sehr ungeliebte Busbegleiter vor der Haustür. Der Mann sagt "Guten Morgen" und dann gleich "Robert tu weiter ... schau dass Du in Bus einsteigst.". Schon war es aus.Ein schreiendes Kind wurde gegen seinen Willen angeschnallt. Wir stehen da und können nur nachwinken. Er sieht es nicht, weil er brüllt sich die Seele aus dem Leib.
Seid sechs Wochen werden wir nun vom "Chef" des Busunternehmens vertröstet. Er verspricht erst uns, dann der Lehrerin, dann wieder uns ... sich nach einem anderen Schulbus für Robert umzusehen. Er kann ja nicht mal erklären warum Robert nicht mehr mit dem Team mitfahren darf bei dem es so viele Wochen gut geklappt hat. Der erste Anruf heute morgen wird wieder mal bei diesem Herrn sein....
Es ist schwerer geworden den Robert wieder aus dem Haus zu lassen. Diese Erfahrung, dass wir nicht angerufen wurden, obwohl es ihm schon Mittag nicht gut ging....die macht es nicht leichter zu Vertrauen.
Morgen ist mal wieder ein Termin in der Schule.

Susanne hat sich an die Spange gewöhnt. Sie sagt fast gar nichts mehr, isst wieder fast normal. Wenn man sie frägt was das Schlimmste ist, dann kommt sofort "dass ich keinen Kaugummi mehr kauen darf!" Na, wenn es sonst nichts gibt...

Sonntag, 18. September 2011

Vermieter

So was gibt es (anklicken)
ich kann es jedes Mal wieder nicht glauben, Schade ist das.
Wahrscheinlich sind in diesem Haus dann auch keine Haustiere erlaubt, keine Kinderwägen, keine Menschen....oh, halt ... das geht ja nicht. Vermieten will der Vermieter ja, am liebsten an Mieter die man nie hört, sieht, die kein Wasser verbrauchen ....
Ach ja!
Was das auf dem Foto ist? Die Nelli ... fotografiert von Robert. Wenn Ihr es gross-klickt, dann könnt Ihr noch die Augen sehen...hinten im Dunklen...

Donnerstag, 8. September 2011

Zu dick?......für Susanne und viele junge Mädchen!

Nein, nicht die Hasen.
Die wachsen nicht so recht, aber zu dick sind sie nicht!


"Ich bin einfach zu dick, das hab ich ja schonmal gesagt."..sprach Susanne nach folgenden Erlebnis:

Ein bayrisches Mädel braucht ein Dirndl. Nicht nur zum Oktoberfest....nein, das muss einfach sein, Gehört in den bayrisches-Mädel-Schrank ....Jawohl!
Dienstag, Mittwoch und auch heute .... auf geht's zum Dirndlkaufen....
Wo wir net überall waren...unglaublich.
Grösse 158...also....ein Vermögen soll es auch net kosten!
Susanne mag die Mädchen-Dirndln nimmer wirklich. Aber bei den jungen Damen geht es ab Grösse 32 los und da fehlt es halt noch a bisserl...obenrum...Dirndlträgerinnen wissen Bescheid.
Heute in einem bekannten, renomierten (oder heisst das renovierten?) Trachtengeschäft ist uns dann folgendes passiert:

"Die Kinderdirndln san scho a bisserl langweilig des find i aaaaa...."sagt die kugelrunde Verkäuferin
"Grösse 32 haben wir schon in anderen Geschäften probiert ... da fehlt es aber noch ....(ihr wisst schon!)" sagte die Mama.
"Die sind aber so schön! Mama, kann ich das >>>traumkaft kitschig>>>> bitte anprobieren" bettelte das Kind.
"Mei, des tat ma scho schaffen, des passt scho irgendwie..." sagte die kugelrunde Verkäuferin.
Das Drama nahm seinen Anfang!
Susanne hat die Dirndlbluse an...quetscht sich irgendwie in des Minidirndl rein...
und
bekommt den seitlichen Reissverschluss nicht zu !!!!!!!
Ich  schau ganz entsetzt, die Verkäuferin rennt zu Grösse 38 !!! mein Mädel zieht das an....
Ja, der Reissverschluss an der Taille geht zu...ABER
Des Dirndl hängt sonstwo rum. Das Oberteil ist so weit oben, dass es an den Ohren anstösst.
Innendrin fehlt es nun noch viel mehr .... an ...ja, Ihr wisst schon woran!
Die Proportionen stimmen hint und vorn nimmer!
"Mei die Kloane ist halt scho a bisserl mollig....tuast gern essn?"
Tja, und wer nun heute im neuen Laden eines Dirndlverkaufshauses vor den Toren Münchens einkaufen war
Der kennt mich nun....und wie !!!!
Mei, war i sauer.
Ich hab ziemlich laut gesagt, ob sie da weiss was sie redet. Ob sie in einer Metzgerei das Verkaufen gelernt hat  (tschuldigung, liebe Metzgereiverkäuferinnen, das ist echt nix gegen Euch)
Ob sie deshalb so kugelrund ist, weil sie ständig Diät macht und nachts dann schlafwandelnd zum Kühlschrank schleicht...
Es kam die Chefin des Ladens, war sehr verunsichert.
Wollte mir erklären, dass es doch nicht sooo gemeint war.
Mein Kind konnte sich gar nicht schnell genug wieder anziehen, am liebsten hätt ich sie in der Unterwäsche da mit rausgenommen....
Mein Abschlusswort da drin:
"Ich hab kein Problem mit dünn oder dick! Ganz und gar nicht, und ich steh auch zu mir.....
Aber dass mir eine Verkäuferin nur damit sie den Mund aufmacht meinem Kind solch einen Mist einredet ... dafür hab ich kein Verständnis. Mein Mädel hat Gr. 158 und alle Hosen die sie in dieser Länge braucht sind dann am Bund zu weit.....ich hab die Nase voll von all dem Quatsch und den Zirkus um die Figur! Wir haben zwei Mädeln mit Magersucht im Freundeskreis....Ich weiss was so ein Gerede anstellen kann....
Ich weiss wie die Stars (ausser Beth Dito) ausschauen...ich brauch des net, dass Susanne nun auch noch mit sowas anfängt. Ich freu mich, dass sie ein riesen Käsebrot isst....!
Ich werde ein Dirndl stricken....aber zu Euch geh i nimmer rein, nieeeee mehr!"

Waaaa...die wollten mich bei meiner Abschlussrede ständig unterbrechen, das hatte zur Folge, dass ich immer lauter wurde...
Susanne immer kleiner ... und stiller.
Wir sind da dann raus... und obiger Satz kam dann von meiner Maus.
...weil die Na. und die A. sind ja wirklich dünner.....
Mein liebes Kind, lass Dir sowas bloss net einreden, Du musst ja nicht mir nachkommen, aber Du bist
NICHT ZU DICK !!!!

Donnerstag, 14. Juli 2011

Blitz, Donner, Hagel ... es klingelt

 Warum kann der Schulbus nicht einfach warten und das Kind dann nach dem Unwetter aussteigen lassen. Am Himmel wurde es schon hell, man hat gesehen, dass es fast vorbei ist!?
Die Antwort bekam ich heute morgen:
"Wissen Sie, Robert war das letzte Kind, und wir wollten ja auch Feierabend haben...."

Zeitgleich wartete der Papa vom Tageskind in seinem Auto ... bis das Schlimmste vorbei war.
Er kam 5 Minuten später und hat die Robert-Aussteig-Aktion beobachtet....und auch den Kopf geschüttelt.

Aber Robert hat mitgedacht! Er hat die Schuhe in den Schulranzen gesteckt und ist barfuss die Einfahrt heimgelaufen...."Mama, ich hab ja Sandalen an, und die sind doch nicht wasserfest!"
Die Schultasche schon .. da ist tatsächlich nix reingelaufen.

(Ich warte nicht täglich mit dem Fotoapparat in der Hand auf das Kind. Ich war kurz vorher im Keller und hab die neueste, mittlerweile fast täglich Überschwemmung da unten fotografiert!)
Viele Grüsse aus dem Bayernland, das diesen Sommer zum Unwetterland wird ....

Montag, 21. Februar 2011

Mut wäre eine E-mail mit Namen an mich gewesen....

....anonym mit so einem Kommentar ist unfair.
Und doch habe ich die letzen 10 Minuten etwas erfahren dürfen. Ich freu mich auf das Lesen der Kommentare auf mein Blog. Ich habe jetzt grade eine halbe Stunde "frei", weil der Papa mit dem Robert spielt. Und da mach ich voller Vorfreude Eure Kommentare auf. Und dann: Bumm, Oh, unmöglich, Michael lies das doch mal .....
Lösche es doch einfach....
kann man rausfinden von wem?....
Warum bleibst Du so ruhig?....
Ich habe erfahren, dass es mich nicht aus der Bahn wirft, wenn ICH solche Zeilen zu lesen bekomme. Ich habe mich nun entschlossen frei nach Schnautze (wie meine Berliner Freundin immer sagt) zu antworten:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Solveig
Es ist für mich keine "andere Meinung" die Sie da haben. Es ist für mich eine sehr eingeschränkte, aussortierende Sichtweise. Für Sie zählen nur "perfekte" Menschen. Sie bestimmen und geben vor was "normal" bedeutet .... was "aussortiert" gehört. Für Sie ist wichtig:
-hübsch...
-gescheit...
-süss....
-spricht perfekt mit 2 Jahren....
-kommt mit 5 Jahren zur Schule, am besten in einem Rutsch durch bis zum Abitur ....
-Vorzeigekind...
-hab ich gut gemacht, kann ich stolz sein....
-perfekt für die Welt und Gesellschaft....
-Erfolg....
etc., etc.
°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Das hab ich in meinen 52 Lebensjahren (nur Ausschnitte) kennengelernt: kurz und knapp schildere ich Ihnen nun was das Schicksal unaufhaltsam bereitet hat!
-Herzrheuma, begann im 10. Lebensjahr, gestorben mit 29 Jahren
-3 kleine Kinder, Krebs, starb als das Jüngste 3 Jahre alt war
-von Auto angefahren, behindert überlebt, starb 3 Jahre später mit 34 Jahren
-Familienvater, bekam mit 44 Jahren Hautkrebs, Selbstmord nach Jahren des Leidens.
-37 Jahre, Autounfall, Kind mit im Auto, Mama tot, Kind "trägt" das ein Leben lang mit....
-gesunder Bub, schwankt plötzlich, fällt immer öfter hin....stirbt mit 5 Jahren an einem Gehirntumor
-gesundes 4 jähriges Mädchen fällt im Griechenlandurlaub Treppe runter----tot!
-10 Monate altes, gesundes Baby, bekommt Durchfall, stirbt nach 3 Tagen im Krankenhaus
-gesundes Kind, Neurodermitis ab dem 10 Lebensjahr, später dann schlimmste Schuppenflechte
-Baby kommt zu früh zur Welt. Hat gute Werte, sieht gut aus ... Infektion....Baby stirbt mit 3 Wochen
-junge Frau, besonders hübsch, Kontakt mit Drogen, Entzug, Depressionen bleiben. Stürzt sich am 30.Geburtstag am Hl.Abend aus einem Hochhausfenster
-hübsches, gesundes Mächen ..... wird von klein auf vom eigenen Onkel missbraucht .... als es endlich bekannt wird ---schützt die Familie den Täter und schickt die mittlerweile junge Dame weit, weit weg.
-4 Jähriger wird von Radfahrer überfahren, Schädelbruch, wird nie mehr ganz gesund
-21 gesunder junger Mann kommt mit Hand in Kreissäge .... Berufwechsel .... aus der Bahn geworfen für lange Zeit
-45jähriger Familienvater .... Auto fährt gegen Baum....geht in Flammen auf... bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.....
-49jähriger Familienvater bekommt Herzinfarkt...überlebt...OP....gut überstanden.....stirbt einen Tag vor Entlassung aus dem Krankenhaus, ungeklärt warum
-5jähriger Bub fällt um, Spital, Leukämie, sehr aggressiv .... wird er wieder gesund?
-3jähriges Mädchen, Fieberkrämpfe? .... nein ! Epilepsie .... bis zum Teenageralter, danach nie mehr, schon seid 1o Jahren .... die Ängste bleiben
-9jähriger Junge läuft in Trambahn in München, Schwester psychisch aus der Bahn geworfen .... irgendwie für immer. Hätte auf den kleinen Bruder aufpassen sollen...
-ältere Freundin wird schwanger....Fruchtwasseruntersuchen, weil = Risikoschwangere. Untersuchung löst Wehen aus, verliert das Baby. Kind wäre gesund gewesen .... die Freundin hat zwei Jahre danach ein Mädchen mit Down-Syndrom zur Welt gebracht.
-Komplikationen während der Geburt, Kind für immer schwerstbehindert.
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Nein, ich weine noch immer nicht. Kein Schicksal ist erfunden. Ich werde nicht weinen, nicht zur Furie werden, wenn Robert in Ruhe gelassen wird!
Es ist schwer genug, ein Kind mit Autismus zu haben.
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Ein bisschen traurig bin ich, weil scheinbar noch immer nicht klar geworden ist, warum es das Blog hier gibt.
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Sehr glücklich bin ich über all die lieben, netten, oft nun auch schon persönlichen Kontakt .... die ich im letzten Jahr durchs bloggen gefunden habe.
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Solveig, nein, ich wollte nicht "so ein Kind" ..... die Frage ist so richtig blöd. Aber ich würde nie ohne dieses Kind leben wollen.
Ja, ich bin froh, nicht ganz allein für "so ein Kind" sorgen zu müssen.
Doch wenn das unsere Gesellschaft nicht mehr tragen kann .... ja was dann?
Ein Armutszeugnis wäre das!
Irgendwie weiss ich nicht warum Sie hier lesen. Ich habe auch noch nie jemanden angegriffen, der Entscheidungen trifft, die ich nie treffen würde.
Doch, ich vermute Sie sind schwanger .... ich wünsche Ihnen ein gesundes Kind. Doch ..... stellen Sie sich vor.
Robert ist gesund! Nicht mal einen Schnupfen hatte er diesen Winter!

°°°°°°°°°°°°°°
Ich mach jetzt hier einfach aus für heute ..... das heisst nicht, dass ich weine.
Aber ein bisschen viel ist das nun doch gewesen .....

Freitag, 13. August 2010

Die zweite Ferienwoche geht zu Ende

Ganz ehrlich. So ein Bild gibt es momentan nicht so oft. Die beiden streiten sich zur Zeit ganz schön viel! Aber das gehört wohl dazu! Wir möchten Euch fragen, ob wir viele Bilder von den Kuscheltieren haben können. Wir werden die Welt "Kuscheltier-Bunt" machen. Die Mama sammelt alle Bilder und dann stellen wir sie hier ein. Wir wollen nicht nur von den behinderten Kinder ein Foto für die Kuscheltierarmee. Bitte, es sollen ganz viele Kinder mitmachen. Es soll ja ein Zeichen werden. Und sogar Robert hat jetzt verstanden was wir erreichen wollen. Das klingt jetzt vielleicht doof, aber er versteht sowas nicht so schnell, und man muss ihm immer besonders erklären. Und diesmal wollte er es genau wissen. Und er macht auch mit. Er sucht noch mehr Kuscheltiere die gegen diese dummen Gestalten mithelfen, Farbe ins Land zu bringen!
Susanne

Heute melde ich mich nicht mehr. Abschied von den Tageskinder. Wir machen eine Party, weil es war doch lustig hier...und was liegt da näher, als es nochmal so richtig bunt zu treiben.

Ja, und die Osterhasen-Schokoladen-Kuchen-Aktion....die hatte keine Folgen. Ich hab es ihm frei raus erklärt: Die Schokolade da drin geht kaputt, dann kommen kleine Tierchen und die fressen sie dann auf: Das will ich nicht!
Robert: Mama, ich wollte sie behalten. Aber gut, ich hab Angst wenn dann Spinnen die Osterhasen aufessen! Puhhh, nochmal Glück gehabt!

Robert hat noch immer eine kleine Brandblase auf der Backe. Doch es sieht gut aus. Die größte Fläche heilt wieder ab. Kleine Narben braucht ein Mann! sagte der große Bruder!
Robert:"Juhu! Ich bin schon bald ein Mann. Darf ich dann ein Bier trinken?"
...es ist bedenklich! Muss ich mal die Psychologen fragen, wo das herkommt!

Wir lassen uns nicht unterkriegen, sind gut gelaunt trotz Regen und wünschen euch einen schönen Tag
Die Robert-Familie und alle 5 Tageskinder (na ja, dass zwei heute zum letzten Mal da sind ist schon schwer.....!)

Donnerstag, 12. August 2010

Eine Armee für Sonea

Normalerweise beschäftigen wir uns nicht mit der Armee und Strategien. Doch heute ist das absolut notwendig. Wir helfen Sonea-Sonnenschein. Denn was sie erlebt hat muss im Keim erstickt werden. Schaut selber: http://sonea-sonnenschein.blogspot.com/
**************** Wir stehen zum Gegenangriff bereit und sind sofort einsatzfähig. Roberts Schlange kämpft mit uns gegen solche Giftspritzer! Die Batterien sind geladen. Robert ist mit der Leiterin des Hilfsprojekts "Eine Armee für Sonea" verbunden.
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
////////////////////////////////////////////////////////////////////
Oberfeldwebel Susanne ist voll im Bilde, ist aufgeklärt, weiss um die Wichtigkeit der Verteidigung. Die Strategien sind wohlüberlegt. Der Feind ist ein NICHTS!
Eigentlich reicht: Mülleimer auf...Feind rein...Deckel wieder zu!

Die oberste Etage ist beunruhigt über die Farbe der Landkarte. Hatten wir das nicht schon mal? Doch auch in einem solch farblosen Land werden wir den Feind gegenüberstehen. Wir sind viele, wir sind aufgeklärt, wir stehen hinter Sonea und allen anderen besonderen Menschen. Wir machen aus braun BUNT

Diese Robert-Freunde helfen auch mit:
Jetzt wird uns klar, warum die Ameise so weit gereist ist. Sie hat all ihre Freunde mobilisiert. Woher weiss sie schon seid Wochen, dass die Dummheit besiegt werden muss?
Ja, die Fledermäuse des Landes wissen auch Bescheid. Sie haben sich die Bloggerwelt und all die Leser zu Hilfe genommen. Gut, dass auch unsere Freunde der Nacht bei der Verteidigung mitmachen. Sie haben auch im dunklen, schwarzen den vollen Durchblick!

Kleiner bunter Käfer, was ist Deine Aufgabe?...Ach so GEHEIM! Das ist gut so, denn wir brauchen alle Kräfte. Und bunte Käfer sind immer gut.... sie helfen beim Kuscheln wenn es uns zum Weinen ist?
Eine Blume....? Stimmt, falls der Dumme auch einen Genfehler hat. Den Dummheits-Gen-Fehler. Aber was hilft da die Blume?...ach so sie bringt ihn zum niesen und lässt seine Augen tränen. Und dann niest und tränt er vor sich hin. Dann hat er also eine Allergie!...Was, die soll man dann auch schon in der Schwangerschaft testen....und abtreiben?
NEIN!
Soweit lassen wir es nicht kommen. Wir sind gegen Abtreibung, gegen Aussortieren
WIR SIND FÜR DAS BUNTE LEBEN.


Aufruf an Euch. Bitte, marschiert mit.
Die Robert-Familie
Auch wenn der Feind das nun auchnoch liest. Er hat tatsächlich eins geschafft. Die Robert-Mama hat die halbe Nacht geweint. Sie hat Angst um die Zukunft ihres Roberts und so vieler anderer Kinder bekommen. Doch nun geht es wieder. Es waren die Tränen vor der Verteidigung.
Bitte, helft uns alle mit.
Elisabeth




Dienstag, 29. Juni 2010

...unser Leben geht weiter

Heute hab ich mein Wut weggestrickt/gehäckelt! Da nur zwei Kinder da sind, und die beiden auch noch schlafen, habe ich mich hingesetzt und meine Baumwollreste verarbeitet. Ein Sommerkleid für Susanne. Leider sind die Farben nicht zu erkennen. Sie sind viel schöner.
Susanne kam grantig von der Schule, trotz hitzefrei! Sie will auch gar kein Foto obwohl sie das Kleid schon anhat.
Ihre Frage zeigt, dass sie am gestrigen Erlebnis "rumknabbert"
"Mama, wenn der Robert wirklich Feuerwehrmann wird...
und wenn dann der Anneliese ihr Hof brennt....
muss der Robert da dann auch Feuerlöschen?"
Ja, Susanne. Das muss er nicht. Das wird er wollen. Denn er denkt an die Tiere auf dem Hof. Kühe sind keine mehr da. Aber Vogelnester im Stall, Käfer, Mäuschen und wahrscheinlich hofft er, auch eine Fledermaus retten zu können. Die nimmt er dann als Haustier mit heim....
.....ich muss gestehen, dass mir selber beim Handarbeiten die Schlimmsten Ideen kamen, um der Anneliese irgendwas anzutun.
Ich könnte im Gemeindeblatt eine Anzeige aufgeben, mit Blumenstrauss-Foto! Und ihr gratulieren zum intolerantesten, unbeherrschtesten, peinlichsten Mitbewohner, den ich zur Zeit kenne.
Aber die Blumen behalt ich mir doch lieber selber.....
Elisabeth

...und jetzt?

Wir haben das gestern Erlebte aufgeteilt. Es sind zwei ganz verschiedene Aufgaben, die wir nun haben!
Das Wichtigste ist Robert. Es war die erste richtig negative Erfahrung...von sicher noch mehr kommenden...für sich und sein Leben. Sein Anderssein wird immer auffälliger, je älter er wird. Die Gesellschaft "behindert" Menschen, die anders sind. Noch immer wollen viele, das nicht sehen, spüren mitbekommen.Es ist nicht perfekt für die heutige Zeit. Diese offene Abneigung ist uns heute lieber, als ein verstecktes, gemeines Angreifen von Robert. Jetzt wissen wir was los ist...Jetzt braucht er unsere Hilfe. Und alle die ihn mögen helfen mit. Er braucht Unterstützung und muss lernen, dass es Menschen gibt, die so sind...Er muss lernen, dass er da nicht weinen braucht....er muss lernen, dass es nicht seine Schuld ist....
Er hat unruhig geschlafen, war immer wieder wach. Wollte heute nicht zur Schule, weil der Schulbus muss doch auch bei der Anneliese vorbeifahren....
Michael hat folgendes zu Robert gesagt:" Robi, die Anneliese muss eine Hexe sein. Eine von den ganz Schlimmen! Sie hat ja bloß ihren Besen...keinen Freund, kein Kind...und nicht mal der Besen wird sie heiraten, der löst sich irgendwann auf, weil sie den immer so "rumhaut"!" Das hat Robert verstanden, er spielt ja viel und gerne "Hexengeschichten". Er musste sogar lächeln. In seinen Spielen stecken die braven Hexen die Bösen in einen duklen Wald ohne Ausgang. Die Anneliese ist nun also eine böse Hexe, und Kinder sollten ihr aus dem Weg gehen. Denn bei Großen traut sie sich nichts und bei Kinder wird sie mutig und will Angst machen...also, aus dem Weg gehen. Er macht sich jetzt Sorgen um den Luis, weil der wohnt ja da...

Die zweite Aufgabe: Luis und seine Familie.
Tja, von wegen, bei Großen traut sie sich nicht. Ich hab viel erwartet, doch nicht das was kam. Das Gespräch mit den alten Bauern hat nichts gebracht. Er hat das gestern nicht mitgekriegt...sagt er! Ja, die Annelies ist alt net einfach...sagt er. Michael hat ihn gebeten, unseren Robert nicht mehr zu rufen, nicht mehr mitzunehmen...ob er es verstanden hat, der Luis? Da fehlt es (ich muss es so schreiben): Es fehlt am Mann und Vater sein. Er behauptet sich nicht, und wie wir jetzt wissen wohl noch nie. Ehefrau und jetzt Tochter haben das Regiment!

Und jetzt kommt es: DIE Anneliese kam grad auf mich zu. Ich natürlich alleine im Garten. Aber sie war wieder sehr laut, und nun schütteln die restlichen Nachbarn den Kopf!
Sie verbietet den Robert den Hof zu betreten. So einen braucht sie nicht hier! Der Alte (=ihr Vater) hat da nichts zum sagn!
Sie schrie ganz laut: "Es ist ihr egal, ob sie Behindertenfeindlich ist. Dann ist sie es halt. Und Kinderfeindlich ist sie auch...!"

So hat sie rumgeschrien. Ich bin wortlos gegangen...Denn wenn ich den Mund aufgemacht hätte...Nein, dann wäre ich nämlich wahrscheinlich jetzt verhaftet.
Mein Herz klopft, ich hab das Gefühl ich fall um und bin dann mausetot! Doch das geht nicht. Ich muss überlegen, überlegen....was tut man da jetzt? Robert hat schon eine Tafel Schokolade von der anderen Nachbarin bekommen. Die soll ich ihm nach der Schule geben, weil er ist ein armer Kerl...und jetzt hat er die Anneliese als Feindin...Wie im Bauerntheater, doch leider ist es zu Ernst. Es ist ja unser Leben unser Robert.
Und trotzdem, lieber so und offen, als dass ihn jemand mit einer Wurst vergiftet!

Danke, für Eure Kommentare. Einige hatten Recht, es liegt viel am Luis. Er müsste nun was tun. Das ist aber scheinbar unmöglich.
Der große Bruder ist gekommen. Er wird heute den Robert-Traktor samt Walze nehmen und mit dem Robert die Strasse entlang fahren. Robert darf keine Angst entwickeln. Nur gesundes "Aufpassen".
Elisabeth

Montag, 28. Juni 2010

Fassungslos, hilflos, entsetzt, traurig....

Schaut Euch dieses Foto an. Vom Kinderzimmerfenster aus fotographiert. Ganz hinten, eine Bank vor einem Bauernhof. Den Bauern Luis kennt Robert schon seid 6 Jahren. Unzählige Male hat Robert auf dem Hof mitgeholfen, war beim Ernten dabei, hat abends die Milch für uns geholt....u.s.w.
Seid 10 Monaten geht Robert bis 17Uhr in die Tagesstätte, es war ein verregneter Frühling. Robert und der alte Bauer Luis haben sich viele Wochen nicht gesehen. Heute Nachmittag sass Robert auf dieser Bank vor dem Bauernhof. Luis kam mit dem Traktor, hielt vor seiner Hofeinfahrt und fragte Robert, ob er aufsteigen mag und mit aufs Feld fahren will. Robert war sofort dabei, stieg auf den Traktor, dann mußte Luis nochmal in den Stall etwas holen.
Susanne war mit dem Radl unterwegs und kam in folgende Situation:
Die Tochter von Luis ist die Anneliese (zw.40 und 45 Jahre alt). Diese Anneliese rennt schreiend mit einem Besen drohend aus dem Hof! Sie brüllt laut zu Robert:
"Steig sofort vom Traktor runter. Du hast da nichts mehr verloren. So einer wie Du hat hier nichts verloren!"
Robert fing sofort zum Weinen an. Er fiel fast vom Traktor. Er rannte so schnell er konnte weg, kopflos über die Strasse. Anneliese schreit ihm hinterher:
"Mit so einem Behinderten wollen wir nichts zu tun haben! Lass Dich hier nie mehr sehen!"
Susanne hat Robert heimgebracht. Er hat gezittert, geweint, nichts verstanden! "Mama, ich war ganz brav. Luis hat gesagt ich darf mitfahren!"
Susanne ist fassungslos. Sie hat uns Alles schon mind. 10 Mal erzählt!
Eine ältere Frau, die Alles mitgekriegt hat, schüttelte den Kopf:"Die Anneliese ist jetzt die Chefin da. Der Hof ist übergeben. Der gehört jetzt ihr...aber ganz normal war die ja noch nie....Aber die Frau will nichts mehr mit dem Zeug zu tun haben, nicht weiter drüber reden....
Ein Teenager, mitten im Geschehen schreit zur Anneliese:"Ja, spinnst Du! Lass den Buam in Ruh!"

Der Michael wollte sofort dort hinstürmen. Ich habe ihn abgehalten, ich brauchte ihn für zwei geschockte Kinder...Nun weiss auch er nicht, was wir nun tun sollen....
Wir wohnen 3 Häuser neben diesen Hof. Es hat noch nie irgendwas gegeben. Michael hat noch nie mit ihr gesprochen. Ich kenn sie vom Einkaufen, ab und zu ein Grüß Gott! Sie wohnt nicht auf dem elterlichen Hof.
Die Kirche ist neben dem Hof, der Dorfladen auch. Wenn wir da hinwollen, müssen wir direkt vorbei. Seid 6 Jahren redet Luis mit uns. Hat alle Kinder immer wieder mitgenommen. Wenn der Michael ihn beim Dorfwirt trifft, dann wird geratscht.

Ich bin fassungslos, hilflos, traurig, total verheult...ich habe keine Idee und keine Sätze um mit dem Geschehen umzugehen. Niemand kann mir das WARUM beantworten.

Elisabeth