
Grosse Pläne hatte er schon.
Frühstück für den Papa und so ....
Dann hat er umgeplant, hat keinen Kaffee gekocht, auch sonst nichts für den Papa gemacht.
Das war die Jahre vorher kompliziert anders .....
"Papa ich fahr mit Dir Motorrad, dann tu ich mir auch was Gutes am Vatertag!"
Gut, dass in der Nähe ein Oldtimertreffen war.
Das war ein Ziel, das auch der Papa mag!
Am Abend kam es dann noch schlimmer ..... für den Vater am Vatertag!
"Robert, helf doch mit beim Kochen."
"Oh ja, ich mach Pesto, ich hab alles da ... die Nüsse, den Basilikum, den Käse .... ja, das mach ich für den Papa zum Vatertag!"
Er hat es gemacht!
Und wie!
Pesto kann er gut, sehr gut sogar.
Mit Basilikum oder mit Spinat ... mit Mandeln oder mit Nüssen
er kann einige Varianten.
NUR .... sein Papa mag überhaupt gar kein Pesto.
Nie und gar nicht!
Es gab Stress mit Robert als ich etwas für mich und Michael kochte.
Er wollte den Papa zwingen das Vatertagspesto zu essen ....
Wir haben gesiegt, die Stimmung war zeitweise sehr laut und angespannt.
Doch dann, beim Essen war es friedlich. Kerzen brannten im Sonnenschein.
Das Kind mampfte viel zu viel Pesto ganz alleine ... er verträgt es, obwohl ich jedes Mal neu drauf warte, dass er Bauchweh kriegt. Wegen der Menge....
Wir ließen es uns schmecken und dann kam noch einmal der Satz:
"Hm, war das lecker! Das hab ich gut gemacht, dass ich mir am Vatertag etwas Gutes getan habe!"
Mein Papa konnte den Vatertag nie leiden. Er hat immer gesagt , "Lasst mich doch mit dem Schmarrn in Ruhe!"
Das hätte ich gerne erlebt, wie Opa und Enkel diesen Tag zusammen verbracht hätten. Die beiden wären sich entweder in die Wolle gekommen, oder sie hätten in trauter Zweisamkeit den "Opa-Tag" erfunden!