Na, wo ist er denn?
Gestern am Abend geschrieben, veröffentlicht und nun ist alles ... weg.
Die Gedanken von gestern "St-Martin" ... "Lichterfest" .... oder ähnliches ... standen in einem Post! Heute fallen sie mir so nicht mehr ein.
Immer öfter wird kein Martinsumzug veranstaltet. Bei Robert in der Einrichtung schon. Er hat und durfte das 1.Mal in seinem Leben eine Rolle haben. Ja, er kann das ..... warum so viele erstaunt waren, wir Eltern aber wussten, dass er das kann .... zeigt wie sehr verschieden die Blicke auf das Kind, den Schüler, den zu betreuenden im Hort auf ROBERT .... sind.
Susanne war dabei und sie hat es auf einen Punkt gebracht:
"Mama, er wird bald 14 Jahre alt! Bitte, welche Jugendlichen mit 14 machen sowas noch mit? Im nächsten Jahr sagst Du das und wir kommen auch nicht mehr! Weisst, ich seh schon, dass er was mitmacht, vorführt, aber er ist zu alt, er soll doch nicht auf der Kindergartenentwicklung stehenbleiben, oder? !! "
Nun spürt also auch sein jüngstes Geschwisterkind dieses "passt nicht, es läuft für ihn und seine Entwicklung ganz schlecht-Gefühl", welches wir Eltern lang schon in uns haben .....
Etwas Nettes hat sich entwickelt.
Etwas, dass einen fast 14jährigen zeigt, der viel bewegt.
Der Umzug war auseinandergerissen. Da liefen ein paar Kinder weit vorne davon, dort eine Oma, dort wurde ein Rollstuhl geschoben. Kein Miteinander.
Die einen sangen "St-Martin", die nächsten ratschten über Gott und die Welt ....
Die nächsten sangen ein ganz anderes Lied, eine Gruppe Kinder waren laut und grob zueinander mitten im Martinszug.
Nachzügler die lustlos hinterhergingen ....
Und dann kam Robert!
"Wo ist denn das ein Umzug für alle? Warum streiten manche, und dann singen verschiedene Leute auch noch verschiedene Lieder. Da kann man ja gleich Helene Fischer (seine Lieblingssängerin) singen ...
Die einen rennen ganz weit weg, und hinten reden Papas über Fussball!"
Er "schnappt" sich die Klosterschwestern und beginnt laut, hell und klar zu singen.
"Hell scheint mein Licht"
Es dauerte nicht lang und es war eine Gruppe singender Kinder, Eltern, Omas, Opas und Nonnen um Robert.
Mitten im Umzug eine eigene Gruppe.
Sie sangen mehrmals das Lied und die Freude wurde immer grösser ....
(es gibt keine Fotos mehr davon, denn die darf ich nicht öffentlich zeigen mit den Menschen um den Robert!)
Danach sass er mit seinem Lebkuchen und der Tasse heissen Tee am Feuer und war erschöpft.
Teilen wollte er nicht! ... denn "das ist ja wohl zu viel verlangt, ich hab ja schon geschafft, dass endlich viele einen richtigen Umzug machen und nur noch ein Lied und nicht mehr viele Lieder durcheinander singen!"
Er hat eine Situation erkannt!
Er hat gehandelt und das Problem gelöst!
Susanne: "O.k., das war stark, ich weiss nicht ob ich das so geschafft oder mich getraut hätte!"