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Montag, 10. Juli 2017

Roberts Abschied


vom Pflegekind war dramatisch
Auf seine Art
Wir sind alle erschrocken, was und wie das zuständig Amt von einem Tag auf den nächsten entschieden hat.
Menschen die kleine Kinder zur Pflege aufnehmen haben keine Rechte.
Nicht mal das Recht über die Entwicklung des letzten halben Jahres zu erzählen.
Erzählen kann man ja.
Für die Entscheidungen ist es nicht wichtig, wird nicht einbezogen.
Das Kind war eingewöhnt
Das Kind hatte Vertrauen entwickelt
Die Entwicklung ist von Tag zu Tag positiver geworden.

In der einen Woche gab es noch das okay für die Kindergartenanmeldung. Kein Kindergarten für Regelkinder.
Das Kind brauchte viel mehr an Förderung und Angeboten, Möglichkeiten.
Ein längerer Weg mit Tests usw.
Nach diesem Schritt Kindergartenanmeldung ging die Robert Familie davon aus, dass das Kind noch über ein Jahr bleibt.
Wurde uns so bestätigt.
Wir haben von dieser Entscheidung auch unserem Robert erzählt. Für ihn war die Ungewissheit eh schwierig auszuhalten, zu verstehen gleich gar nicht
Freude bei Robert
Freude beim Kind
Denn auch sie hat verstanden, dass sie nun hier in den Kindergarten darf, und gaaaanz lange bei uns bleibt.
Das Kind kam aus einem ganz anderen Leben.
Nicht mal regelmlässiger Kindergartenbesuch wurde ihr ermöglicht.
Von den Therapien gar nicht zu sprechen.
Viel zu viel versäumt, weil kl. Kinder da noch nicht selber hingehen könne.

Das Kind machte riesengrosse Entwicklungsschritte in diesem halben Jahr bei uns.

Robert:

"Du lässt Dir ja endlich die Zähne putzen, obwohl Du das fast nicht kennst!"

"Oh, jetzt ist es vorbei. Das ist gut, dass Du mit 5 keine Windeln mehr brauchst!"

"Oh, ich kann Dich verstehen, jetzt können wir gut miteinander spielen, weil Deine Sprache so wie unsere geworden ist. Ich freu mich, dass wir reden können zu zweit!"

"Oh, Du kannst fast mit dem Roller fahren. Mama, dann nehm ich mein Rad mit zum spazierengehen und nur noch Du bist zu Fuß!"

"Seit wann kannst Du mit Besteck essen? Mama, jetzt gehen wir mal in einen Biergarten, weil jetzt weiß sie wie man essen tut!"

"Warum staunst Du immer wenn Mama kocht. Warum sagst Du .... "Schon wieder was zu essen!" und freust Dich. Das ist doch normal!"

"Hast Du alle Untersuchungen gut ausgehalten, meine kl.Freundin? Gell, das ist blöd, dass Dein Hörgerät nicht richtig war und aber schon über ein Jahr falsch im Ohr!"

"Was, Du hast eine Brille hierher mit auf der Nase gekriegt, die wo Dir gar nicht passt und nicht für Deine Augen gut ist. Ist das die von Deiner Mama?"

"Mama! Ich glaube ihre Mama ist gar nicht ihre Mutter. Weil Mütter sind nicht so. Wenn Du so wirst, aber dann gibt es Ärger mit mir!"
usw.... usw.....usw....



Das Kind ist fort.
Dahin zurück wo sie vor einem halben Jahr wegkam.
Susanne und ihre Freundinnen waren das "Team für das Mäderl"
Sie hatte grosse Freundinnen, die kl.Maus.
Der letzte Spaziergang. Die 18jährigen haben geweint danach ....
voller Traurigkeit und Entsetzen, dass man dem Kind eine andere Welt zeigt und sie vom Amts wegen dann wieder zurück gibt in .....
nein, denkt es Euch selber.
Ich darf es nicht öffentlichs schreiben.
Die 18jährigen haben so viel Verstand, so viel Wissen so viel Ahnung was nun auf das Kind zukommt.
Aber nein .... die Menschen die die Rückführungsentscheidung treffen sprechen auch nicht mit Teenagern, die ein halbes Jahr die Entwickllung voller Liebe und Zeit und Ausdauer und Gespür für so ein Kind  begleitet haben.
Es wurde nur mit einer Person gesprochen.
Mit einer Person die per Gesetz alle Rechte hat




Roberst Abschied war bitter
"Endlich ist sie weg, sie ist sowieso doof!"

Selbstschutz für ihn
Tränen die Tage danach
und immerwieder diese Aussage


Wir verstehen das ja. Wir wissen, dass er Autist ist
Die Umwelt guckt manchmal komisch.
Die weiss ja nix von seinen Tränen

Und von unserem Abschiedsschmerz wusste auch keiner

Kind
Es tut uns so leid
Wir hätten Dir so gerne noch mehr gegeben




Donnerstag, 13. April 2017

Nein, kein Kuschelhase ...



Ich komm so selten dazu hier zu sein.
Es fehlt mir, es tut mir leid nicht öfter bei Euch lesen zu können.
Ich hab gar nicht mehr gewusst wie sehr 4jährige Menschlein  ein DASEIN brauchen ....

Montag, 6. März 2017

Sehr beruhigend, dass die Kleine mit Dir Enten füttern geht!


Robert Worte!

"Weil, Mama. Ich bin bald ein Mann und für sowas kann ich Dir dann bald nicht mehr zur Seite stehen!"

So läuft das also hier mit Robert und dem Pflegekind. Fast fünf ist sie und war noch nie Enten füttern vorher.
Robert ist schon ein bisserl eifersüchtig hin und wieder. Aber drüber reden tut er nicht. Zugeben, niemals!

Bald wird er 16 Jahre
Ihr begleitet ihn und uns schon ganz schön viele Jahre .....
Ich werde nun mal selber alte Einträge anschauen .....


Montag, 6. Februar 2017

Gestern hätte ich am liebsten Frühlingsgrüsse verschickt




Es war ein so wunderschöner Tag.
Sonne pur.
Die Luft hat an den Frühling erinnert.

Heute ist es schon wieder vorbei.
Es ist halt doch noch Winter.













Ich bin gefragt worden wie Robert mit dem Pflegemädchen zurecht kommt.
Es war und ist eine Umstellung. Wir haben aber immerwieder Kinder betreut. So ganz fremd ist es ihm nicht, auch wenn jetzt eine längere Pause war.

Es sind nicht viele Berührungspunkte. Robert kommt nun immer erst nach 16 Uhr nach Hause.
Dann verschwindet er in sein Zimmer.
Beim Abendessen ist es nun lebhafter. Das führt zu keinem Stress durch Autismus.
Dann nach dem Abendessen, wir sie ihm manchmal zu viel. Sie redet recht laut und würde ihn ständig verfolgen. Wir haben nun Wege gefunden die eine Stunde gut rumzubringen bis sie ins Bett geht.
Robert geht noch nicht um 19 Uhr schlafen, so ist es in den Abendstunden für ihn wie gewohnt.

Die Mietzen haben mehr auszuhalten. Sie ist noch immer recht grob zu den Katzen.
Aber das wissen die Drei nun auch schon und laufen davon. Da sind alle weit oben ihre Schlafplätze haben kann sie dort nicht stören.
Vor Jacky hatte sie anfangs fürchterliche Angst. Es wird besser. Jacky ist schon so alt, dass es ihr egal ist ob jemand wegen ihr schreit. Sie macht und tut was sie will......

So läuft das nun dahin bei uns Tag für Tag.
Ich freu mich, dass jetzt Februar ist. Der Frühling rückt näher. Mit einem kleinen Kind ist es einfach schöner viel draussen sein zu können.

Wartet Ihr auch schon auf den Frühling?

Dienstag, 31. Januar 2017

Eiszeiten

Eiszeiten haben wir wirklich hinter uns.
Noch nicht ganz, aber minus 20 Grad Nächte sind nun vorbei.
Tiefgefrorene Landschaften, Flüsse auf denen Wintersport betrieben wurde.
Das war schon lange Zeit nicht mehr so.
Irgendwo habe ich noch Fotos, doch die sind verschwunden.
Wenn ich sie wiederfinde kann ich sie Euch zeigen.
Denn warum auch immer .... ich kann wieder posten, ohne den Grund zu wissen.
Fast 2 Wochen war das nicht möglich.

 Heute morgen dann der Höhepunkt.
Städte und Strassen von Eis überzogen.
Die Schulen fielen aus.
Die Menschen trauten sich morgens kaum auf die Strassen.
So wenig Verkehr wie nie.
Eine seltsame Stimmung war das!
Und immer der Wunsch, dass bitte nichts schlimmeres passieren möge.

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Wir haben eine neue Mitbewohnerin hier.
Nicht nur für ein paar Tage.
Die sind schon vorbei.
Eher auch nicht für ein paar Wochen.
Es werden wohl Monate werden.


Eigentlich dachte ich, dass meine Berufung "Pflegemutter" vorbei ist.
Es kam anders ....




Die kleine Dame nimmt sich restlos alle Zeit die ich auch nur in die Luft schaue
:-)
:-)

Das darf sie auch. Es ist gut so!
Das kennt sie noch nicht.

Also wenn ich auch weiterhin seltener hier bin, dann liegt es diesmal nicht an der Technik 
sondern am Leben.

An einem Mädel mit zwei lustigen Zöpfen und einem Hörgerät
an einer Süssen mit Brille und ständigem Hunger nach Aufmerksamkeit
An einer jungen Dame die man sooo schwer versteht. 
Robert war sich schon sicher, dass sie gar nicht Deutsch spricht
Doch tut sie .... es muss nur ganz einfach geübt und vor allem zugehört werden!



Euch geht's gut?




Freitag, 4. Oktober 2013

Kannst Du vielleicht .....?


Wenn ein solcher Hilferuf in höchster Not ins Haus weht, dann kann ich nicht nur vielleicht, sondern ganz sicher!
Deshalb wird es ein wenig ruhiger hier werden, ich denk mal, dass ich eher auf dem Boden sitze und spiele, oder einen Kinderwagen durchs Dorf schiebe ...
... ich koche wieder "babygerecht", Das Kleine kann nicht alles essen.
... ich werde tagsüber des öfteren gähnen, denn obwohl Robert auch nicht durchschläft ist es wieder etwas anderes wenn ich selber aufstehen muss und ans Kinderbettchen laufe .... Robert kommt ja schon lang selber angestapft.
Susanne und Robert freuen sich sehr über den kleinen Gast. Wie lang es dauert weiss noch keiner, die Mama ist im Krankenhaus ...
"Mama, wir werden es nicht mehr für ganz zurückgeben, weil wir werden dieser Mama sagen, dass sie sich viel erholen soll und wir passen dann auf!"
So sagte es der Robert, so ist der Plan!

Nachtrag zum Pilzessen.
Heute morgen sagte Robert: "Wir haben Glück gehabt, wir leben noch. Die Pilze waren nicht giftig!"

ein schönes Wochenende wünscht Euch
die Robert-Familie