Freitag, 20. Juli 2012

Was hat ein Sportfest mit Zucker zu tun?


Robert hat heute Sportfest an seiner Schule.
Nun hat es heute früh schon wieder genieselt, auch jetzt ist es grau.
"Robert, was macht Ihr bei Regen, findet Euer Sportfest dann trotzdem statt?"
"Ach Mama, wir Kinder sind behindert aber nicht aus Zucker! Wir schaffen das schon, der Regen ist uns egal!"

Der Papa dreht sich grinsend weg, die Susanne schaut ganz komisch und die Mama weiss nicht wie sie reagieren soll....

Momentan ist das in seinen Sprachgebrauch übergegangen, dass er von sich und den Kindern der Schule als "behindert" spricht so ganz ohne weitere Erklärungen, Emotionen.
"Wir behinderten Kinder haben auch einen Schulgarten!"!
"Alle sind behindert in meiner Schule, aber die Lehrer nicht .... glaub ich!"
"Wann darf ein behindertes Kind zur Susanne in die Schule gehen?"

Kommentare:

  1. Der Spruch ist ja wieder mal genial! Ich muß beim Lesen auch grinsen.
    Das mit dem "behindert" scheint er ja öfters gehört zu haben (in der Schue?) sonst würde er es nicht anbringen.Oder eben von gesunden Kindern. Dann wäre es schlimmer, denn die sagen so was ja nicht auf eine feine Art.
    Auf alle Fälle scheint er es nicht "krumm zu nehmen". Und das ist gut so!

    Liebe Grüße
    Trautel

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  2. Mensch, das nenn ich doch mal tough!!! Klasse!
    Da geht mein Lehrerherz ja auf
    In diesem Sinne,
    schönes Wochennende!

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  3. Toll, dass der Robert so gut damit umgehen kann! Das ist gar nicht selbstverständlich. Unser Autistischer Pflegesohn hat das nie akzeptieren wollen. Er sieht sich ganz anders!

    Dann hoffe ich, dass das Sportfest nicht ins Wasser gefallen ist .

    ♥liche Grüße
    Stefanie

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  4. Robert, Recht hast du. Wir sind nicht aus Zucker ♥
    LG Sabine

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  5. Es ist gut, daß er das so locker nimmt. Nur, als behindert würde ich Robert nicht sehen. Behindert ist jemand, der Körperliche Schäden hat und nicht wie ein gesunder Mensch an allem teilnehmen kann.
    Robert hat seine eigene Weltsicht, und reagiert eben oft anders als erwartet. Das Wort behindert geht eben schnell von den Lippen. Mit seinen Gedanken und Interpredationen bringt er uns zum Nachdenken.

    Liebe Grüße
    Brigitte

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  6. Liebe Elisabeth,

    ich finde es toll, dass er ein Wort gefunden hat, womit er sich erklären kann. Was ist schon ein Wort. Er kann damit umgehen, findet nichts *Anstößiges* dabei, das ist supergut!!!
    Hey, ich liiiiiiiebe Strohblumen, weil sie auch im Winter den Sommer verkörpern...leider haben wir in diesem Jahr keine bekommen...

    Alles Liebe dir und allen
    von Herzen
    von Rachel

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