Dienstag, 8. November 2011

Und immerwieder geht die Sonne auf ....

 Wir müssen nur hinsehen.
Herzen können wir dann entdecken.

 Heute morgen überkam mich ein Gefühl  "Ich kann keine fallenden Blätter mehr sehen!"

 Rausgehen, eins werden mit der Natur.
Und dann: "Du gehörst ja wohl nicht daher!"
Warum nicht? Im Fallen vom Baum nochmal in lufiger Höhe Halt gefunden!

 Und hier ... es ist eine Schönheit diese Rosenblüte, auf wenn man sie nicht sehen kann....

 Hier werden noch viele Blätter fallen...
der Lauf der Natur ...
 Und mittendrin eine Petunienblüte, wieder aus dem Kompost gerettet von Robert, steht sie nun vor der Haustür. Ungewöhnlich am 8.November, oder?

 Hier strebt etwas nach Neuem ...

 frisches Grün ....
 noch zwei mutige Blüten wollen die letzten noch wärmenden Sonnenstrahlen aufnehmen.
Das sollten wir auch tun.
So lang wir das können.
 Im ganzen Garten hat sich Topinambur ausgebreitet.
Eine Pflanze, die ich erst seid kurzem zu einem erdverbundenen für mich bedeutungsvollen "Schatz" zähle.
Die Blüte strahlt der Sonne entgegen, die sich durch den Nebel gekämpft hat

 Sie gibt nicht auf!
 Sie ist zweimal so gross wie ich  (ja, ich weiss was mein Michael heute beim lesen wieder sagen wird: "Das ist keine Kunst ... so klein wie Du bist ist vieles Grösser....!")
Wenn der Frost kommt wird innerhalb von Stunden nichts mehr da sein vom sichtbaren "Sein" dieser Pflanze.
Aber unter der Erde, da sind Knollen. Viele, kräfige, braune für so viel verwendbare Topinambur.
Weihnachten haben wir im letzten Jahr gegraben, gefunden, ein Gericht gekocht....
Im Januar hatten die Hasen leckere frische Mahlzeiten.
Im Februar wurde wieder gegraben ... mit Erfolg.
Im März spitzten schon die ersten grünen Triebe aus der Erde ... an ganz neuen Stellen im Garten!

Was ich damit sagen will, mit diesen Zeilen?
Dass ich beinahe nicht mehr aus der Traurigkeit gefunden hätte. Dann bin ich raus in die Natur. Traurig bin ich noch immer, die vielen mir so lieben Menschen die nicht mehr da sind die drücken auf die Seele.
Aber bedrückt bin ich nicht mehr. Und Susanne auch nicht. Sie war gestern mehrmals mit mir draussen unterwegs. Die Natur hat uns das Leben gezeigt ..
.
das auf und ab
das kommen und gehen
das unbeeinflussbare ... das was seid millionen von jahren einfach so aus einer kraft funktioniert, die ich als "was höheres, grösseres" benenne.

Robert sagt das so:
"Weine ja nicht wenn ich beim lieben Gott bin. Weil da muss ich unbedingt hin, weil da ist es am Schönsten...ganz viele sind schon da, weisst Du, manche kommen sogar erstmal wieder auf die Erde, und wollen dann wieder im Himmel sein ... aber keine Sorge Mama! Ich nehm Dich einfach mit, aber nicht heute ..... Was gibt es zum ESSEN?"

Kommentare:

  1. Drück den Robert mal ganz fest von mir und bestelle ihm einen schönen Gruß. Seine Worte gingen bei mir gerade vom Kopf bis direkt ins Herz. Sie haben etwas sehr tröstliches.

    Ich freue mich, dass es Euch wieder besser geht.

    Liebe Grüsse, Manuela

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  2. Liebe Elisabeth,

    Euer Robert bringt es mal wieder auf den Punkt ... Kinder ...
    Auf dem Stein meiner Mama und meines Bruders ist ein Schmetterling. Als meine Enkelin den sah sagte sie:
    "Damit kann die Oma in den Himmel fliegen".

    Ich wünsche Euch einen schönen Tag!!!

    Liebe Grüsse
    Angelika

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  3. Er ist so weise, der Robert.

    LG aus Berlin!

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  4. Ist das nicht so schön?
    Robert spricht vom sterben und in den Himmel kommen und im gleichen Atemzug fragt er was es zu essen gibt.
    Ja, so sollte es auch sein. Ich kann mit vorstellen, daß sich kein Verstorbener wünscht, daß sich nun alles in Tränen auflöst und nicht mehr zu sich findet.
    Der Tatsache ins Auge sehen, Trauer ist auch wichtig und richtig, aber dann das Leben wieder annehmen.
    Der Robert ist ein kleiner Philosoph

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  5. ♫ Und immer, immer wieder geht die Sonne auf . . . .♫

    Was der Robert da manchmal sagt ist wie Brigitte oben schon festgestellt hat, irgendwie weise, oder?

    LG Rosine

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  6. Liebe Elisabeth, ich kann dich so gut verstehen, ich müsste auch immer raus, raus, raus in den Wald. Und das hat mir so sehr geholfen, mich so geerdet...und der Robert? Der weiß mehr als wir alle zusammen. Er ist ganz erstaunlich! Einen lieben Gruß an deine familie!

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  7. Ja, der Robrert sagt einfach was er denkt.
    LG Sabine

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  8. Liebe Elisabeth,

    ich kenne Robert ja nur aus deinen Erzählungen, aber es ist etwas ganz Besonderes, schön das es ihn gibt und wir von euch lesen dürfen.

    LG

    Barbara

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  9. Liebe Elisabeth,

    Der Robert hat es wieder am besten gesagt, nicht?!

    Alles Liebe und eine herzliche Umarmung,

    Deine Silke

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  10. Liebe Elisabeth,

    ganz herzlich danke ich dir für
    deine lieben Worte bei mir.

    Dein Leben ist reich:
    Reich an Trauer,
    reich an Freude.

    Ich habe dich und deine Familie lieb.

    Und in 11 Tagen feiern wir beide
    unseren Namenstag. Elisabeth von
    Thüringen war eine besondere Frau.

    Herzliche Grüße
    Elisabeth

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  11. ...das hast du so schön geschrieben, liebe Elisabeth,
    und es ist gut, sich die schönen Seiten bewußt zu machen, wenn das Traurige überwiegt...einfach ist es nicht immer...
    ach so wie Robert, so einfach müßte man das sehen und fühlen können...das macht er gut,

    liebe Grüße an euch von Birgitt

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  12. Elisabeth, ich hab jetzt Gänsehaut. Du bist ein so lieber Mensch und so optimistisch. Traurige Tage hat man immer wieder. Aber das Leben nimmt seinen Lauf. unaufhaltsam und manchmal gnadenlos. Der Robert, der sieht das schön. Ich wünschte, so könnten manch andere Menschen denken......

    bei uns ist Leben entstanden. Im Hasenstall. Bei drei Hasenmännchen. Es gibt uns Rätsel auf. Nein, es waren nicht drei Männchen. Mhm. und was jetzt? Wir werden eine Farm aufmachen müssen. Weil essen tun wir die nicht. nur streicheln :)
    liebe Grüsse
    Tanja

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  13. Liebe Elisabeth, ich verstehe Dich so gut.
    Was ich immer wieder feststelle, der Robert ist in seiner Besonderheit auch noch ein Philosoph, der uns die Welt so gut erklärt. Vielleicht sollten wir uns angewöhnen, immer öfter so wie er zu denken. Da scheint Vieles leichter oder besser annehmbar.
    Ich umarme Dich ganz fest.
    Ganz herzliche Grüße, die Christiane

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  14. Ja, die Tobinambur.
    Ich gehe sehr berührt weiter. Lieben Gruss
    Gabriela

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  15. Ich glaube, der Tod ist wie die Geburt, nur rückwärts!
    Und:
    Wer nie richtig Trauer empfunden hat, der hat wahrscheinlich nie richtig geliebt!

    Ich drück dich ganz fest,

    Judith

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