Montag, 21. Februar 2011

Mut wäre eine E-mail mit Namen an mich gewesen....

....anonym mit so einem Kommentar ist unfair.
Und doch habe ich die letzen 10 Minuten etwas erfahren dürfen. Ich freu mich auf das Lesen der Kommentare auf mein Blog. Ich habe jetzt grade eine halbe Stunde "frei", weil der Papa mit dem Robert spielt. Und da mach ich voller Vorfreude Eure Kommentare auf. Und dann: Bumm, Oh, unmöglich, Michael lies das doch mal .....
Lösche es doch einfach....
kann man rausfinden von wem?....
Warum bleibst Du so ruhig?....
Ich habe erfahren, dass es mich nicht aus der Bahn wirft, wenn ICH solche Zeilen zu lesen bekomme. Ich habe mich nun entschlossen frei nach Schnautze (wie meine Berliner Freundin immer sagt) zu antworten:
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Solveig
Es ist für mich keine "andere Meinung" die Sie da haben. Es ist für mich eine sehr eingeschränkte, aussortierende Sichtweise. Für Sie zählen nur "perfekte" Menschen. Sie bestimmen und geben vor was "normal" bedeutet .... was "aussortiert" gehört. Für Sie ist wichtig:
-hübsch...
-gescheit...
-süss....
-spricht perfekt mit 2 Jahren....
-kommt mit 5 Jahren zur Schule, am besten in einem Rutsch durch bis zum Abitur ....
-Vorzeigekind...
-hab ich gut gemacht, kann ich stolz sein....
-perfekt für die Welt und Gesellschaft....
-Erfolg....
etc., etc.
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Das hab ich in meinen 52 Lebensjahren (nur Ausschnitte) kennengelernt: kurz und knapp schildere ich Ihnen nun was das Schicksal unaufhaltsam bereitet hat!
-Herzrheuma, begann im 10. Lebensjahr, gestorben mit 29 Jahren
-3 kleine Kinder, Krebs, starb als das Jüngste 3 Jahre alt war
-von Auto angefahren, behindert überlebt, starb 3 Jahre später mit 34 Jahren
-Familienvater, bekam mit 44 Jahren Hautkrebs, Selbstmord nach Jahren des Leidens.
-37 Jahre, Autounfall, Kind mit im Auto, Mama tot, Kind "trägt" das ein Leben lang mit....
-gesunder Bub, schwankt plötzlich, fällt immer öfter hin....stirbt mit 5 Jahren an einem Gehirntumor
-gesundes 4 jähriges Mädchen fällt im Griechenlandurlaub Treppe runter----tot!
-10 Monate altes, gesundes Baby, bekommt Durchfall, stirbt nach 3 Tagen im Krankenhaus
-gesundes Kind, Neurodermitis ab dem 10 Lebensjahr, später dann schlimmste Schuppenflechte
-Baby kommt zu früh zur Welt. Hat gute Werte, sieht gut aus ... Infektion....Baby stirbt mit 3 Wochen
-junge Frau, besonders hübsch, Kontakt mit Drogen, Entzug, Depressionen bleiben. Stürzt sich am 30.Geburtstag am Hl.Abend aus einem Hochhausfenster
-hübsches, gesundes Mächen ..... wird von klein auf vom eigenen Onkel missbraucht .... als es endlich bekannt wird ---schützt die Familie den Täter und schickt die mittlerweile junge Dame weit, weit weg.
-4 Jähriger wird von Radfahrer überfahren, Schädelbruch, wird nie mehr ganz gesund
-21 gesunder junger Mann kommt mit Hand in Kreissäge .... Berufwechsel .... aus der Bahn geworfen für lange Zeit
-45jähriger Familienvater .... Auto fährt gegen Baum....geht in Flammen auf... bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.....
-49jähriger Familienvater bekommt Herzinfarkt...überlebt...OP....gut überstanden.....stirbt einen Tag vor Entlassung aus dem Krankenhaus, ungeklärt warum
-5jähriger Bub fällt um, Spital, Leukämie, sehr aggressiv .... wird er wieder gesund?
-3jähriges Mädchen, Fieberkrämpfe? .... nein ! Epilepsie .... bis zum Teenageralter, danach nie mehr, schon seid 1o Jahren .... die Ängste bleiben
-9jähriger Junge läuft in Trambahn in München, Schwester psychisch aus der Bahn geworfen .... irgendwie für immer. Hätte auf den kleinen Bruder aufpassen sollen...
-ältere Freundin wird schwanger....Fruchtwasseruntersuchen, weil = Risikoschwangere. Untersuchung löst Wehen aus, verliert das Baby. Kind wäre gesund gewesen .... die Freundin hat zwei Jahre danach ein Mädchen mit Down-Syndrom zur Welt gebracht.
-Komplikationen während der Geburt, Kind für immer schwerstbehindert.
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Nein, ich weine noch immer nicht. Kein Schicksal ist erfunden. Ich werde nicht weinen, nicht zur Furie werden, wenn Robert in Ruhe gelassen wird!
Es ist schwer genug, ein Kind mit Autismus zu haben.
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Ein bisschen traurig bin ich, weil scheinbar noch immer nicht klar geworden ist, warum es das Blog hier gibt.
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Sehr glücklich bin ich über all die lieben, netten, oft nun auch schon persönlichen Kontakt .... die ich im letzten Jahr durchs bloggen gefunden habe.
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Solveig, nein, ich wollte nicht "so ein Kind" ..... die Frage ist so richtig blöd. Aber ich würde nie ohne dieses Kind leben wollen.
Ja, ich bin froh, nicht ganz allein für "so ein Kind" sorgen zu müssen.
Doch wenn das unsere Gesellschaft nicht mehr tragen kann .... ja was dann?
Ein Armutszeugnis wäre das!
Irgendwie weiss ich nicht warum Sie hier lesen. Ich habe auch noch nie jemanden angegriffen, der Entscheidungen trifft, die ich nie treffen würde.
Doch, ich vermute Sie sind schwanger .... ich wünsche Ihnen ein gesundes Kind. Doch ..... stellen Sie sich vor.
Robert ist gesund! Nicht mal einen Schnupfen hatte er diesen Winter!

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Ich mach jetzt hier einfach aus für heute ..... das heisst nicht, dass ich weine.
Aber ein bisschen viel ist das nun doch gewesen .....

Kommentare:

  1. Ich hab lange gezögert (und es dann gelassen) zu dem Kommentar, auf den sich dieser Post bezieht, was zu schreiben. Wusste nicht ob es dir recht wäre. Mich hat der Kommentar sehr getroffen, obwohl ich nicht betroffen bin.

    Aber genau den Gedanken hatte ich auch: es kann sich alles so schnell ändern.
    Den Fall mit den Komplikationen unter der Geburt und nun schwerstbehindert, kenne ich auch im Bekanntenkreis.
    Und dann das: junger Mann, intelligent, hat kurz vorm Abitur einen Motorradunfall. Hat zwar überlebt, aber der Kopf ist nicht mehr das, was er mal war.

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  2. Ich hab so viele Worte in meinem Kopf und kann sie gar nicht richtig "aufs Papier" bringen. Da schwingen Dinge wie "die hat einfach Angst" oder "die sind unwissend" oder auch "dumm und ignorant" herum und kreisen immer wieder.

    Was macht so jemand, wenn sein Kind so etwas harmloses hat wie Neurodermitis? Ist doch auch nicht ganz gesund das Kind. Ich weiß wovon ich rede, ich wurde gehänselt und ausgeschlossen. Schlimm sah ich aus. Sehr schlimm. Aber gewußt hat das doch vor der Geburt auch keiner.

    Und ich wurde von allen Seiten gedrängt, ich solle in meinen Schwangerschaften Untersuchungen machen lassen. Das kann doch jeder für sich und sein Gewissen entscheiden. Ich hätte mich niemals in einer Lage sehen wollen, in der ich mich in der Schwangerschaft hätte entscheiden sollen. Dann, wenn man das Kind unter seinem Herzen trägt und es spürt und im innigen Zwiegespräch ist. Ich habe mich ganz bewußt gegen solche Untersuchungen entschlossen.

    Mal ehrlich: Wer wünscht sich schon ganz bewußt "so ein Kind"? Keiner.

    Die Anfeindungen von außen, die dummen Blicke und Kommentare, der Streß durch Untersuchungen und Therapien oder dergleichen, die unmenschliche Kraft, die man manchmal aufwenden muß...

    Nur die reine Liebe zum Kind zählt. Und die spricht hier und aus vielen anderen Blogs von besonderen Kindern heraus. Jedes Kind ist liebens- und lebenswert. Jedes einzelne!

    So, jetzt bin ich ko...

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  3. Ich antworte auch hier, weil ich meine Antwort auf den letzten Post nicht zerpflücken will.
    Laß Dich bitte von solchen Kommentaren nicht entmutigen. Diese Frau kennt Dein Kind nicht.
    Ich glaube nicht, daß es irgendwo auf der Welt zwei Autisten gibt, die sich vollkommen gleichen.
    Ganz abgesehen davon, daß Robert ja auch wie andere Kinder zur Schule geht, später vielleicht Abi machen und studieren wird. So schätze ich ihn jedenfalls ein.
    Autismus kann zusammen mit einer schweren geistigen Behinderung auftreten, das ist aber keinesfalls die Regel.

    Im übrigen sterben ja seit einigen Jahren wieder soviele junge kräftige Männer in den Kriegen im arabischen Raum (oder kommen schwerstverwundet zurück). Ich bin sicher, daß keine der betroffenen Mütter ihren Nachwuchs aufgezogen hat, um ihn mit 24 Jahren wieder pflegen zu müssen wie ein kleines Kind.

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  4. Liebe Elisabeth,
    ich ringe genauso wie Lenerl gerade mit den Worten und möchte hier gegenüber anderen Kommentatoren nicht ausfallend werden. Wie kann man solche Kommentare nur schreiben? Das Mädel hat anscheinend keine Ahnung. Natürlich möchten alle Eltern gesunde Kinder zur Welt bringen. Es kommt halt manchmal anders als man denkt. Und dann ist das Wunschkind plötzlich anders als andere. Es hat genau so viel Liebe verdient.

    Ich kann das alles nicht glauben.
    LG Sabine

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  5. Liebe Elisabeth, ich hab's gelesen. Mach' weiter so!
    Von Herzen,
    Stefanie

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  6. Liebe Elisabeth, habe den Beitrag von Anonym gelesen. Unglaublich, warum können solche Menschen denn nicht wenigstens den Mund halten, wenn sie schon keine Herzensbildung habe??!!!
    Umarme dich ganz lieb. Rosine

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  7. Liebe Elisabeth,
    ich bin durch Zufall hier gelandet.
    Toll, wenn du es wirklich schaffst nicht zu weinen, ich
    schaffe es nicht, ich habe Wuttränen in den Augen...
    Ich habe das Glück ein Kind ohne Sonderausstattung ( so
    nannte eine Bekannte das Down Syndrom ihres Sohnes und
    ich fand diesen Ausdruck so viel schöner als Krankheit/Behinderung!)
    zu haben,
    aber wenn ich bedenke wie schief ich angeschaut wurde,
    wenn ich sagte ich mache keine zusätzlichen Untersuchungen,
    weil diese Ergebnisse für mich keinerlei Konsequenz hätten,
    und wenn ich das dann lese... Sicher wünscht sich keiner "so ein " Kind,
    aber darf man es deshalb nicht lieben?
    Ich verstehe diese Heile-Welt-alles-schön-Mentalität nicht.
    Und die Aussage man könne das nicht-hm, was wenn das
    Kind durch eine Hirnhautentzündung einen Schaden behält
    oder eine angeborene Svhizophrenie hat, die man in keiner Vorsorgeuntersuchung sehen kann?
    Kann so ein Mensch das dann auch nicht und gibt das Kind weg?


    Ach, lass dich davon nicht runterziehen,
    Kopf hoch!
    Und lass dich davon nicht in deinem Blog
    beeinflussen :)

    Liebe Grüße
    Steffi

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  8. Liebe Elisabet, das drückt alles aus, was ich dazu sagen möchte:
    Vergiß es nie:
    Dass du lebst,
    war keine eigene Idee,
    und das du atmest,
    kein Entschluß von dir.
    Vergiss es nie:
    Das du lebst,
    war eines anderen Idee,
    und das du atmest,
    sein Geschenk an Dich.

    Vergiss es nie:
    Niemand denkt und fühlt
    und handelt so wie du,
    und niemand lächelt so,
    wie du es gerade tust.
    Vergiss es nie:
    Niemand sieht in den Himmel
    ganz genau wie du,
    und niemand hat je,
    was du weißt, gewusst.

    Vergiss es nie:
    Dein gesicht hat niemand
    sonst auf dieser welt,
    und solche Augen
    hast alleine du.
    Vergiss es nie:
    Du bist reich,
    egal, ob mit ,ob ohne Geld,
    denn du kannst leben!!
    Niemand lebt wie du.

    Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls
    keine Laune der natur,
    ganz egal, ob du dein Lebenslied
    in Moll singst oder dur.
    Du bist ein gedanke Gottes,
    ein genialer noch dazu.

    Du bist Du!!!

    Jürgen Werth

    ...und unwissende oder dumme Menschen, oder solche mit unglaublichen Einstellungen gibt es sicher überall und zu jeder Zeit - lass Dich nicht hinuterziehen, sondern fühle Dich in jenen Menschen geborgen, die An(teil) nehmen an Deinem, nein Eurem Leben!
    Fühle Dich gedrückt
    C.

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  9. frau siebensachen21. Februar 2011 um 20:53

    an solveig,

    alle menschen wünschen sich ein gesundes kind.
    ALLE.
    aber das leben spielt manchmal anders, allen positiven vorsorgeuntersuchungsergebnissen zum trotz.

    jede frau hat persönlich das recht, diese untersuchungen machen zu lassen und dann entscheidungen zu treffen, die sie selber dann ihr leben lang zu tragen hat - in der einen wie der anderen richtung! denn die untersuchungen sind nicht 100% zuverlässig.
    und stellen sie sich mal vor, sie haben ein negatives ergebnis, das also irgendeine 'behinderung' prophezeit, sie entscheiden sich gegen dieses kind - und dann können sie kein weiteres mehr bekommen. vielleicht hätten sie dann doch lieber das erste gehabt...
    auch diese möglichkeit gibt es.

    als außenstehende mag manches unverständlich sein. doch werden sie mal mutter und lieben ihr kind, dann kann kommen was will, sie gebens nicht mehr weg!
    (und wenn doch, scheren sie sich bitte zum teufel!)

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  10. Liebe Elisabeth,
    ich muss den anderen Recht geben - man weiß gar nicht, was man zu so einem Kommentar sagen soll. Ich habe zwar auch eine andere Meinung als Solveig, aber das ist ja ihr Problem. Es ist uns ja sicher allen klar, dass manche Leute so denken. Es ist auch die Entscheidung jeder einzelnen Frau, eine Fruchtwasseruntersuchung machen zu lassen. Aber so was zu schreiben finde ich einfach unglaublich. Als ob Du nicht selbst am besten wüsstest, dass Robert anstrengender ist als viele andere Kinder, aber als ob das ein Grund wäre, ihn auch nur ein kleines bisschen weniger zu lieben! Außerdem ist es eine Sache, zu sagen, dass man sich ein gesundes Kind wünscht und zu schreiben "ich mag keine SOLCHEN Kinder"... mir fehlen echt die Worte. Ich finde es total bewundernswert, wie Du das alles schmeißt. Du machst das toll, mach weiter so und lass Dich ja nicht entmutigen! Ich hoffe, dass Du Dich bald wieder auf Deine Kommentare freuen kannst und nicht jedes mal Angst hast, dass es wieder sowas sein könnte.
    Ganz, ganz liebe Grüße,
    Lisa

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  11. Liebe Elisabeth,

    wir sind mit dir traurig über diese Lieblosigkeit.
    Deine Antwort ist sehr ausgewogen.

    Dir und deiner Familie wünschen wir
    viel Kraft und Zuversicht.


    Herzliche Grüße
    Angela und Elisabeth

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  12. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  13. Liebe Elisabeth,
    Es tut mir Leid das du dich mit einer solchen Dummheit überhaupt abgeben musst, denn ich selber weiß wie weh so etwas tut:
    Ich hatte in unserer HP mal einen sehr gemeinen Gästebucheintrag, indem man meine Aenne beschimpft hat, man fragt sich warum manche Menschen sowas brauchen!
    Tja, ich mit zwei schwerbehinderten Kinder darf mir dann wahrscheinlich nur noch ein tiefes Loch graben, was ich der Gesellschaft zumute!
    Traurig!
    Man kann der Frau nur wünschen daß niemals jemand den sie liebt von behinderung betroffen ist, denn nur 3% der behinderungen sind angeboren, der rest wird im laufe des lebens erworben!
    Ich liebe meine 3 Kinder, die beiden mit und die eine ohne behinderung, da gibt es keinen Unterschied!
    Ich möchte diese beiden schwerbehinderten Menschen in meinem Leben nicht mehr missen, sie geben mir soviel!
    Ja, villeicht kann einem besagte Frau nur leid tun, daß sie das nie erleben darf!
    Ganz liebe Grüsse
    Conny

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  14. Und wieder einmal hat uns allen ein reichlich naiver, lebensdummer Mensch gezeigt, warum es solche blogs wie diesen hier geben muss - damit auch Menschen, die ganz offensichtlich vom Leben keine Ahnung haben (aber eben nicht ihren Mund halten können) einfach auch nochmal die Chance bekommen etwas dazu zu lernen. Ob sie sie nutzt, das liegt nicht in unserer Hand.

    Wir sollten vielleicht in solchen Momenten von unseren Kindern lernen, die dennoch immer wieder offen und neugierig auf "andere" zugehen können.

    Alles Liebe heute abend zu Euch.

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  15. Ich erschrecke auch über so viel Leid. Es macht mich sprachlos und ich bewundere deine innere Stärke.
    Man kann dem Schmerz nicht aus dem Weg gehen, dass wird diese Frau wohl auch noch lernen müssen.
    Liebe Grüsse, Allerleirauh

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  16. Hallo Elisabeth,

    ich bin eine der Anonymen, die diesen und viele andere Blogs gerne und immer wieder liest.
    Auch ich finde die gewählten Worte von Solveig nicht in Ordnung. Sie sind verletzend.
    Aber ich glaube, das hinter solchen Posts die pure Angst steckt. Die Angst, ausgeschlossen zu werden, von einer immer schneller werdenden egoistischen Welt. Angst, die bohrenden Blicke anderer Leute ertragen zu müssen. Nicht zu wissen, wie man fremden Leuten und Freunden das behinderte Kind zeigen soll. Man möchte sich nicht schämen.

    Ich kann es ein wenig verstehen.

    Meine Mama wünscht sich nichts sehnlicher wie ein Enkelkind. Noch ist keins da. Sie arbeitet in einer gynäkologischen Praxis. Wir kamen auf das Thema Behinderungen, weil meine Freundin vor Wochen ihr Kind durch Trisomie 18 verloren hat. Und was hat sie zu mir gesagt? "Sowas muss man sich doch heutzutage nicht mehr antun. Dann wird man eben noch mal schwanger". Mir blieb die Spucke weg, sowas von meiner Mutter zu höpren, wo Behinderungen in der eigenen Familie vorhanden sind. Aber ich habe nichts gesagt. Ich habe mir einfach nur gedacht, das sie ihre Meinung ändern würde, wennn es wirklich mal bei ihren Enkelkindern so sein würde. Warum ich das glaube? Weil sie eben keinen direkten Kontakt mit Behinderungen hatte (außer selten mal in der Familie). Weil sie nicht wissen, wie toll die Kinder sein können. Weil sie angst haben. Auch wenn das Verhätnis zu meiner Mama nicht das beste ist und in solchen Themen Welten aufeinandertreffen: Ich würde niemals ein Kind mit DS abtreiben und auch an anderen Behinderungen bestimmt nicht verzweifeln, aber auch ich hätte erstmal angst, wenn es um schwerste Behinderungen geht. Denn das ist wieder ein anderer Weg.
    Auch wenn sich manche Kommentare von Solveig wirklich verletzend und plump anhören, ich glaube, das sie sich einfach nicht anders ausdrücken konnte. Sie hat vermutlich nie Kontakt zu behinderten Kindern oder Erwachsenen gehabt. Hat "ihre" Welt nicht kennen gelernt. Und hat dadurch vermutlich keine Toleranz erlernt. Es gibt nicht viele Menschen die den Mut habe so eine schwere Aufgabe anzunehmen und noch viel weniger würden zb durch Adoption bewusst ein behindertes Kind aufnehmen. Ich bewundere das. Und auch wenn ich solche Kommentare nicht nachvollziehen kann, ich würde niemals andere zu einer anderen Entscheidung drängen. Jeder muss für sich entscheiden, was er will, welche Untersuchungen er machen lässt. Und im Endeffekt muss auch jeder damit leben, wenn er sich später mal Selbstvorwürfe macht, weil er doch noch anders darüber denkt. Wir können nur dazu beitragen, das andere sehen, das es auch anders geht. Ob schwere oder leichtere Formen von Behinderungen. Jeder lernt an Herausforderungen, niemand kommt perfekt als Mama hervor.

    Liebe Elisabeth, ich möchte dich und alle anderen Blogger daher wirklich bitten weiter zu machen, denn nur so kann man mehr Leuten zeigen, das die Welt mit DS und anderen Behinderungen gar nicht so schwarz ist, wie sie früher mal war.

    Liebe Grüße

    M.

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  17. Liebe Solveig,
    ich möchte garnicht viel dazu sagen, denn das haben schon die Anderen...nur 1 noch...Autismus ist mit KEINER Unetrsuchung in der Schwangerschaft zu testen...also bist auch Du nicht davor geschützt...und was wollt Ihr machen, sollte nach der Geburt oder Monate später rauskommen das Euer Baby vielleicht nicht gesund ist...wollt ihr es dann ertränken, in den Müll schmeißen...aussetzen, zur Adoption geben auf Kosten anderer?

    ♥ Marion

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  18. Du bist so stark, Elisabeth, sie reicht bis zu mir herüber. Mit Erik ist es auch oft nicht leicht, oft kommen Kommentare wie: "Das ist aber ein recht lebhaftes Kind." "Jaaaaaa, das ist er." Was soll man da schon groß sagen, die Leute kennen ihn ja garnicht richtig. Wissen nicht wie wundervoll er sein kann, wie sehr mein Herz überquillt vor Liebe, wenn er irgendeine Kleinigkeit macht und einfach nur bezaubernd ist.
    Ich habe mir auch immer nur ein perfektes Kind gewünscht ... naja, eigentlich hauptsächlich gesund. Während der Schwangerschaft war alles wunderbar (auf den hochauflösenden Ultraschallbildern schon war Erik so wunderschön, ich konnte nicht aufhören, sie anzusehen), die Geburt verlief reibungslos (ich verzichtete auf alle Schmerzmittel und war im Geburtshaus, nur das Beste für mein Kind dachte ich mir) und die Entwicklung im ersten Lebensjahr war normal. Keine Koliken, kein ewiges Schreien, keine schlimmen Krankheiten.
    Mit 1,5 Jahren bekam Erik rote Flecken auf der Zunge. Nach langem Rumbehandeln Diagnose Landkartenzunge ... einfach mal googln.
    Mit etwas mehr als zwei Jahren wurde eine Entwicklungsstörung diagnostiziert und nun? Nun gibt es Verdacht auf Autismus.
    Hätte man mir das alles sagen können durch Ultraschall und all die anderen Untersuchungen? Nein. Doch wenn es dir Sicherheit gibt, lass diese Untersuchungen machen, da bin ich auf deiner Seite. Man darf jedoch nicht über das Leben und die Kinder anderer Leute urteilen, das hat mich mein Sohn bereits gelehrt. Soll jeder leben, wie es ihm gefällt, solange er nicht andere damit schädigt. Und wer weiß, vielleicht wird bei Robert eine Inselbegabung entdeckt und er entdeckt ein Heilmittel gegen Krebs oder entwickelt eine andere bahnbrechende Sache. Jeder Mensch ist wertvoll, niemand mehr oder weniger als der andere und an großen Aufgaben (was besondere Kinder sind) wächst man als Mensch ungemein.

    Genug rumgeblubbert.

    Elisabeth, ich drück dich und die deinen, habt noch einen schönen Abend.

    Bine

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  19. Hallo!
    Hm, was soll man von "so einem" Kommentar halten? Nun gut, außer fehlender Herzensbildung fehlt der Ausdrucksweise nach generell auch Bildung.
    Aber so etwas ist ja auch nicht immer eine Sache der Bildung, nein, es gibt auch intelligente Leute, die arrogant sind und so denken. Keiner schickt "dem da oben" eine Bestellung mit "ich hätte gern eins, das behindert ist"!
    Klar, man hat Angst, wenn man schwanger ist und noch mehr, wenn man älter ist (wobei ich im privaten Umfeld die Erfahrung machte, daß die behinderten Kinder bei Frauen um die 30 kamen). Auch ich hatte das "Mindesthaltbarkeitsdatum" schon überschritten und ließ eine Fruchtwasseruntersuchung machen. Im nachhinein fragte ich mich: wozu? Denn ob ich dann hätte irgendetwas ändern wollen....? Vermutlich nicht.
    Ich selbst habe 5 "Fälle" von behinderten Kindern in meinem Umfeld - 2 x Down-Syndrom und 2 x anderweitige schwere Behinderungen und 1 x ja auch Autismus keiner möchte sein Kind missen. Und das kann man sich nun mal nicht aussuchen und das ist auch gut so. Heute soll alles perfekt sein. Geht aber nicht.
    Gerade diese Kinder werden dann von den Eltern besonders geliebt!
    Eine dieser Mütter hat ihr Kind inzwischen auch "verloren" (durch einen Behandlungsfehler wahrscheinlich)!
    Und es gibt heute so viele schwierige Kinder, die nicht behindert sind, sondern verhaltensauffällig und -gestört, mit denen hat man mitunter viel mehr sein Tun (weiß dies z.B. von einer befreundeten Erzieherin usw.).
    Und vor Schicksalsschlägen wie du sie beschreibst ist eben keiner gefeit! Und da kann so viel kommen im Leben! Leben ist Risiko! Und wenn man sich für ein Kind / eine Schwangerschaft entscheidet, muß man das mit einkalkulieren.
    Ich denke auch, Robert ist nicht dumm und der wird seinen Weg schon machen, auch wenn er für alle steinig und hart ist / sein wird!
    Deshalb ist es auch gut, wenn es zunehmend mehr Integrationsgruppen und -klasen gibt, da verliert man dann auch die Scheu vor Behinderten. Finde ich eine gute Sache.
    Laß dich nicht unterkriegen!
    Viele liebe Grüße von Ann

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  20. Was ist denn zur Zeit los?
    Erst die Angriffe gegen Jolina auf YouTube, jetzt diese naive Person hier in diesem Blog. Dem Schreiben nach keine Deutsche, oder noch extrem jung und sehr dumm. Jede werdende Mutter hat Angst in der Schwangerschaft es könne etwas mit dem Kind nicht stimmen. Auch ich sagte in meiner ersten Schwangerschaft ich will kein behindertes Kind und war froh nach der Fw-Untersuchung nicht gegen das Kind entscheiden zu müssen, denn das hätte ich wohl doch nicht gekonnt.
    Beim zweiten Kind sagte ich dem Arzt vor der FWU die dann doch zwei mal nicht gemacht werden konnte: "Ein Kind mit Down Syndrom ist für mich kein Grund zur Abtreibung!" Antwort: "Was tun sie dann hier?" Nun Jolina hat mit dem Zaunpfahl gewinkt, kein Arzt hat ihr DS erkannt nur ich habe es geahnt. Ich würde zu gerne mit Jolina in die Uniklinik marschieren und vorzeigen was die dort versuchen als aussortierenswert zu verkaufen.
    Wir lassen uns nicht unterbuttern! Stimmts? Wir versuchen aufzuklären und zu helfen und wer es nicht ertragen kann, dass das Leben nicht perfekt ist und zwar niemals(!) soll einfach solche Blogs nicht lesen.
    Was nützt ein 100% gesundes Kind das später den hohen Erwartungen seiner Eltern nicht gerecht wird weil es evtl. vollkommen andere Neigungen hat?
    Mensch das war viel zu viel Text, doch es ist einfach im Moment auch viel zu viel negative Energie hier im Netz.
    Drücke Euch
    Martina

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  21. Schluck.....ich hab es jetzt alles ein paar mal gelesen.Ich kann es nicht fassen.
    Ich selber habe ein behindertes Kind und es ist noch nicht mal mein eigenes.Es ist ein Kind von einer anderen Frau.Sie wollte es nicht.Doch ich hab es angenommen.Liebe es wie mein eigenes.
    Verurteilen tue ich sie nicht,aber dann sollte man die Sache mit Respekt angehen.Leider hat man nicht immer die Wahl zu sagen ich will kein behindertes Kind.Schön für die wo der Wunsch in Erfüllung geht.Hut ab für die,die das Leben mit einem behinderten Kind meistern.Jeder der ein besonderes Kind hat weiss wovon ich spreche.Auch diese Kinder haben ein Recht auf Leben.
    LG
    Nicole

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  22. Es tut mir leid...

    Es tut mir leid, dass du, lieber Robert, dich jeden Tag mit solchen dummen Menschen abgeben musst.
    Und es tut mir leid, dass du, liebe Elisabeth, solche Kommentare lesen musst!

    Diese Welt ist leider nicht fair!

    Ich bin völlig sprachlos...

    und traurig...

    Ich hätte jetzt viel dazu zu sagen, aber irgendwie ist auch mir das gerade zuviel!

    Nur eins noch:

    Robert, du bist super! Genauso wie du bist! Und ich glaube wir allen freuen uns mit dir, dass du die Elisabeth als Mama hast!!!

    Macht weiter so ihr beiden!!!

    Liebe Grüße
    Kaddi

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  23. Liebe Elisabeth, ich ringe noch mit meiner Fassung. Ich melde mich morgen.. LG Inge

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  24. Liebe Elisabeth,

    heute kommen mir in deinem Blog das erste Mal die Tränen...

    Und doch denke ich, dass Solveigh eines begleitet und das ist ein Stück Naivität... das Leben selber schreibt einfach eine andere Geschichte, seine eigene Geschichte, die wir in den seltensten Fällen beeinflussen können... und der Respekt vor dem Leben ist einfach eines der höchsten Güter, die wir haben...

    Ich hatte in meiner ersten Schwangerschaft keinerlei Angst und dachte, dass eine Schwangerschaft eines der natürlichsten Sachen der Welt ist... ich hatte eine Bilderbuchschwangerschaft und hätte ich Fruchtwasseruntersuchungen etc. machen lassen, so wäre hier nichts auffäliges festgestellt worden... und doch hat das Leben seine eigene Geschichte geschrieben, in dem ich meine Tochter 5 Stunden nach der Geburt durch eine aufgestiegene Infektion verloren habe... keine Untersuchung der Welt hätte mich davor schützen können... es gibt keine Garantie auf ein perfektes Leben und wir das Leben nicht erst lebenswert, dadruch dass es nicht perfekt ist?

    Und dennoch habe ich eine weitere Schwangerschaft gewagt und dieser Spruch hat mich dabei immer begleitet:

    "Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass eine Sache gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass eine Sache sinnvoll ist, egal, wie sie ausgeht."

    Václav Havel

    Ich drück dich mal ganz doll Elisabeth!

    Lg
    Birgit

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  25. Solveig?
    Ich wünsch mir wirklich, dass Du es schaffst, Dich auf Dein Leben einzulassen, zu vertrauen.
    "Zu vertrauen", das heißt nicht, dass zuverlässig alles "gut" geht.
    Es bedeutet, Vertrauen in sich selbst zu haben, in sein Leben, welches man gewoben hat.
    Dieses Netz, welches einen sicher und zuversichtlich sein lässt.
    Weißt Du, wenn Du hier bei uns liest, und trotzdem unsere Worte in Zweifel setzt, wenn Du nicht sehen kannst, dass unsere Leben gut sind, schön und erfüllt.....ich weiss nicht, wie man Dich dann erreichen kann.
    Ich wünsch Dir alles Glück auf Erden.
    Werd glücklich, aber stell nicht unser Glück in Frage.
    Unser Leben.
    Barbara

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  26. Ich bewunder auch,bleibt weiterhin so stark und lustig.
    Ich drück euch
    Alles Liebe
    Nicole

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  27. So, vorhin war ich sprachlos, hier auch noch mein Kommentar.
    Ich habe keine "behinderten" Kinder. In den Schwangerschaften war immer alles perfekt. 2 perfekte Jungs, normale Geburten.
    Der Große ist aber schon als Kindergartenkind trotzdem aus dem Rahmen gefallen, ADHS Verdacht, Ergotherapie, Logopädie, eine besondere Schule.
    Der mittlere hat jetzt mit dem sprechen Probleme, Logopädie - bis jetzt noch nicht viel Besserung - da haben wir bald noch mehr Untersuchungstermine.
    Also obwohl beide "normal" sind und keine "solchen" Kinder ist auch nicht immer alles leicht. Aber das ist OK! Sie sind nunmal so!

    Kinder sind oft nicht perfekt und wir lieben sie wie sie sind.

    Ich denke, das Solveig wirklich noch gar keine Ahnung hat. Weder von Diagnostikmöglichkeiten in der Schwangerschaft, noch von den Gefühlen die man als Eltern für seine Kinder hat. Und noch nicht mal davon wie verletzend Worte für andere sein können.

    lg Liraluh

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  28. Ohne Profil, und deswegen anonym. Ich bin Elisabeths Schwester, - mit den vielen Katzen und fast so vielen Kindern und Enkelkindern ;-)
    Mein jüngster Sohn hatte nach der Geburt einen Schlaganfall, dadurch eine spastische Hemiparese, wir haben viele Stunden im Krankenhaus gesessen, haben viel geturnt, das Laufen, das Radfahren, das Schwimmen "anders" lernen müssen. Es aber geschafft. Er ist trotzig, rotzig, heute ein Jugendlicher. Hat einen IQ von 138, sieht ziemlich gut aus. Ist etwas schief ins Leben gebaut. Die Mädel finden in gut, das findet er gut ;-) Mit ihm diese Jahre gelebt zu haben, hat mich sehr bereichert, sehr glücklich gemacht. Und er ist sicherlich auch gern auf dieser Welt. Würde ich ihn anders haben wollen? Wäre er der starke junge Mensch, der er heute ist? Ich weiß es nicht und muß es auch gar nicht wissen. Hier noch ein Bild, das mich seit der Kindergartenzeit meines Kindes begleitet: Ein Lehrer an einem Pult, hinter ihm ein großer Baum, davor ein Papagei, ein Zebra, ein Affe, ein Löwe und eine Giraffe. Der Lehrer stellt die letzte Aufgabe "Damit es besonders gerecht ist, allen die gleiche Aufgabe: Wer ist zuerst auf dem Baum". Vielleicht könnt Ihr auch drüber schmunzeln. Die Holzköpfe wird es immer geben, das ist menschlich. Aber man kann mit ihnen leben! Letztendlich festigen sie unsere Haltung und Meinung. Und das ist gut so! Sirit

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  29. @Solveig: Wenn ich Deine Ausdrucksweise betrachte, dann vermute ich dahinter ein eher schlichtes Gemüt.
    Du bist ein dummer Mensch, sonst würdest Du hier nicht einen solchen Mist verzapfen.
    Und Du bist feige, los, zeig Dich doch!
    Und Du bist böse, sonst brächtest Du es nicht über Dein Herz, also wenn Du eines hättest, hier so böse zu schreiben.
    Dumm, feige und böse, das ist ´das Gefährlichste, was ich mir vorstellen kann, denn Du wirst nie aus Deinen Fehlern lernen.
    Es wäre besser, wenn Du gar kein Kind bekämst, denn es tut mir jetzt schon leid.
    Das Kind wird unter umgekehrten Zeichen leben müssen, nämlich mit einer dummen, feigen und bösen Mutter.
    Was soll aus dem armen Kind bloß werden?
    Diesem Kind wünsche ich, daß es trotz dieser Mutter ein starker, lieber, toleranter und mutiger Mensch werden kann.
    Im Grunde tust Du mir leid, denn Dich würde wohl das erste Problem, das vor Dir auftaucht aus der Bahn werfen.
    All diese Eltern, die hier um, mit und für ihre(n) Kinder(n) schreiben, die ihre Kinder lieben und fördern, so wie es alle Eltern tun sollten, die sind stark, mutig und gut.
    Das wirst Du NIE schaffen.
    So, jetzt kannst Du hier was von Dir geben, aber zeig Dich!
    Christiane Sauter aus Köln

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  30. ...sie bräuchte unsere Liebe genauso wie all unsere Kinder....

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  31. Ich gehöre zu den Müttern, die keine einzige Zusatzuntersuchung gemacht haben. Einfach, weil wir unser Kind bzw. unsere Kinder auf alle Fälle bei uns willkommen heißen. Auch wenn ein Kind gesund ist, kann es "Probleme" machen. Niemand "funktioniert" einfach, auch ein Kind nicht. Ich wünsche mir natürlich auch kein behindertes oder schwerkrankes Kind, natürlich nicht. Aber... wenn mein Kind mit dieser Besonderheit sein soll, ist es so. Und ich werde es lieben bis ans Ende meiner Tage. Und ja: ich bin froh und dankbar, dass meine drei Kinder gesund sind. Aber ich weiß auch, dass sich das ganz schnell ändern kann. Man kann ein Kind und auch sich selbst nicht vor allem schützen. Leider. Und vielleicht ist es auch gut so. Ich glaube, wenn man selbst ohne Bedingungen geliebt wurde, kann man das auch weitergeben. Vielleicht brauchst du, Solveig, jemanden, der dich liebt. Bedingungslos. Und ich wünsche dir von Herzen, dass es so jemanden gibt in deinem Leben.

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  32. Ich muss ehrlich zugeben, schon gestern habe ich diesen unglaublich schrecklichen Kommentar mit Tränen in den Augen gelesen. Mir blieb fast die Luft weg! Allerdings fehlten mir gestern Abend die richtigen Worte und auch heute Morgen finde ich leider nicht die richtigen tröstenden Worte. Deine Kinder sind TOLL. Und wenn irgend jemand Fremdes damit nicht klar kommt, ist das definitiv SEIN Problem und nicht DEINS. Du bist eine ganz wunderbare Mutter und laß dir auf gar keinen Fall, durch diesen Kommentar, die Freude an den wunderschönen, täglichen Dingen des Lebens nehmen. Ich weiß, das tust du nicht...
    Ich wünsche dir und deiner Familie einen super schönen Tag und ich schicke dir all die Sonnenstrahlen, die sich heute eigentlich in unsere Richtung aufmachen wollten.
    Liebste Grüße
    Susanne

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  33. Liebe Elisabeth,
    durch Alisavon bin ich auf deinen Blog gestoßen. Ich möchte gar nicht auf all die Kommentare eingehen, auch nicht auf die, die "anonym" geschrieben wurden.
    Ich möchte dir nur sagen: Du bist auserwählt worden, dass dir der Robert geschenkt wurde. Du hast dieses Geschenk angenommen, weil du ihm die Liebe geben kannst, die er braucht. Ich halte es für wichtig, dass andere Kinder, besondere Kinder in unsere heutige materielle, eiskalte Gesellschaft hineingeboren werden, um den Menschen eine Mahntafel hinzuhalten (wenn sie es denn begreifen würden).
    Auch ich bin eine Auserwählte, die sich manchmal in einer Parallelgesellschaft bewegt -ich finde diesen Begriff schrecklich, aber leider gehört man manchmal nicht zu der großen Masse. -darüber bin ich oft aber auch ganz froh-
    Meine besonderen Kinder sind inzwischen erwachsen und ich bin stolz auf sie, auch und gerade weil sie nicht der Norm entsprechen.
    Mein Mann und ich haben viel durch sie gelernt. Es waren und sind manchmal ganz schwere Zeiten, aber diese Zeiten schweißen uns zusammen.
    Ich wünsche Dir alles Gute, bleib schön gesund.
    LG Heidi

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  34. Liebe Elisabeth,
    Durch Zufall bin ich auf deinem Blog gelandet.
    Ich habe einen Sohn mit "Sonderausstattung"( wie eben in einem Kommentar gelesen..irgendwie trifft das ja zu..).
    Tja, was soll man zu "solchen" Menschen schon sagen??
    Natürlich hat jeder ein Recht auf seine eigene Meinung, aber:
    Ich lasse nicht zu, dass irgendwer meinem Sohn das Recht auf Leben abspricht.Und Familienmitglieder, die meinen Sohn als Mongo eschimpften, gehören nun nicht mehr dazu.
    Das Leben ist halt kein Wunschkonzert und niemand hat das Recht,zu bestimmen, was lebenswert oder eben nicht ist.
    So eine Zeit hatten wir schon mal und wir müssen alles daran setzten,dass so eine Zeit nie wiederkommt.
    Unser Kind mit Down-Syndrom ist unser mittleres Kind und wir haben ganz geplant noch ein drittes bekommen und wenn auch dieses behindert gewesen wäre, hätten wir es in Liebe angenommen.
    Was wäre die Welt, würden nur perfekte Menschen auf ihr leben....
    Mach weiter so, lass Dich nicht unterkriegen durch derartige Kommentare.
    Aus ihnen spricht Unsicherheit und emotionale Armut.
    Liebe Grüße
    Tatjana

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  35. Es ist gut, dass es dich nicht aus der Bahn wirft. Dafür hast du sicherlich schon viel zu viel hören, lesen oder erleben müssen. Ich glaube, es laufen so viele dumme Menschen rum, da macht man sich keine Vorstellung. Diese Solveigh ist sicherlich auch noch jung und hat im Leben noch nicht viel mitgemacht und auch nicht mitgekriegt. Hak´ es unter Dummheit ab.

    Jedes Kind ist einmalig und Robert ist besonders einmalig.

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  36. Liebe Elisabeth,
    ich schreibe selten und habe auch keinen eigenen Blog, aber ich bin so getroffen/betroffen, daß ich Dir einfach kurz schreiben möchte !
    Als ich vor 12 Jahren meinen zweiten Sohn Fabian bekam, teilte mir mein Frauenarzt mit, daß ich keine guten Schwangerschaftswerte hätte.
    Mein Kind könnte ein Down-Syndrom haben. Eine weiter Untersuchung stand im Krankenhaus an und immer dieselbe Frage: "Wollen sie so ein Kind wirklich ?" Selbst im Verwandten und Familienkreis, ungläubige Blicke ! Jaaaa, wir wollten unseren zweiten Sohn, genauso wie den ersten, so wie er ist !!!!! Fabian kam ohne "Behinderung" auf die Welt, er ist ein wenig laut, hyperaktiv,wild...und genau das ist gut so, er soll sein, wie er ist ! Unsere Welt ist so verdammt verbissen, alles muß in eine Norm passen, da wird einem schlecht ! Laßt die Kinder sein, wie sie sind ! Ich bin mir sicher, Dein Robert ist super, so wie er ist !
    Ich drücke Dich/Euch
    Liebe Grüße
    Birgi
    P.S. Wieviele Menschen sind wirklich "behindert", durch Ihre Denkweise, durch Ihr Handeln.....

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  37. Liebe Elisabeth,
    Zuerst einen lieben Kuss für dich und für deine schöne Familie.
    ich habe gelesen, was „Solveig“ geschrieben hat. Obwohl für mich schwer ist, auf Deutsch zu sprechen, möchte ich sehr gern was sagen.
    Menschen, die wie „Solveig“ meinen, haben keine Wert. Deshalb, besser sie nicht ernst nehmen. Sie versuchen zu provozieren, Schmerzen geben. Es lohnt sich nicht.
    Ich bin eine stolze Mutter, mein Kind ist das schönste in meinem Leben. Er ist 6 Jahre alt; er ist glücklich, unglaublich und ein Kämpfer. So viele Sachen hat er geschafft obwohl er so klein ist. Na ja, er hat Autismus, aber er ist vor allen ein Kind (kein Autist). Und Autismus wird auf keinen Fall ein Problem für seine Entwicklung sein. Er hat Träume und Wünsche: ein glückliches Leben mit Menschen, Freunden und Verständnis. Ohne Abweisung.
    Wir als Menschen sind alle anders. Alle für uns haben Stärken und Schwächen. Was du kannst, vielleicht kann ich nicht, und? Deshalb, nach meiner Meinung, gibt es keine Behinderungen. Na ja, Vielleichts Ja: Behindern sind die Menschen die keinen Herzen haben.
    Alles Liebe und bleib du und deine Familie wie ihr seid.
    PD. Entschuldige bitte mein Deutsch.

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  38. also ich hab jetzt hier so viel gelesen.....und ich wünsche euch weiterhin ganz viel kraft und ganz viel liebe!!!!!

    und mehr kann ich nicht schreiben, denn hier steht schon alles für euch.
    ein süßer starker junge!!! und noch stärkere eltern!

    liebe grüße.
    sania

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  39. Ich finde Robert toll.

    (Weiß Solveig, daß auch ein "gesundes" Kind durch einen Unfall oä zu einen Pflegefall werden kann? Wobei, dann würde sie noch den stecker ziehen.)

    Es grüßen allerherzlichst aus der Fast-Karnevalshochburg die Bonner Jana, Prinzessin und Kurt (bei letzteren handelt es sich um die häsischen Mitbewohner)

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  40. Liebe Elisabeth, Mit grosser Betroffenheit habe ich heute hier gelesen. Ich kann wenig dazu sagen, weil ich selbst keine Kinder habe, aber ich weiss dass es perfekte Menschen nicht gibt - und darum geht es auch gar nicht. Ich bewundere eure Familie unheimlich und schicke euch eine dicke Umarmung aus den USA!! Alles Liebe, Silke

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  41. Liebe Elisabeth,

    Ihr seid genau die richtigen Eltern für genau dieses Kind.

    Unser Sohn wurde ja durch einen Unfall zu dem besonderen Menschen, der er seit fast 14 Jahren ist.

    Erst im Nachhinein wurde mir nach und nach bewusst, dass womöglich wir eine ausgewählte Familie sind, wo "es passt".

    In der engeren Verwandtschaft gab es zweimal zuvor Möglichkeiten, sich zu entscheiden: für oder gegen Behinderung.

    Wir wurden vor diese Entscheidung nicht gestellt.

    Wir, glaube ich, sind durch die an an uns gestellte Aufgaben gereift/gewachsen.

    Bleibt behütet! Viel Kraft!

    elsie

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  42. Liebe Elisabeth,

    es ist im Prinzip alles gesagt, was mir dazu durch den Kopf geht...auch ich fühle mich betroffen und ich möchte Euch an dieser Stelle nur sagen - macht weiter so! Ihr seid so eine tolle Familie und Robert ist toll. Und wer Euren Blog liest und solche saudämlichen Kommentare hinterlässt, nun ja...der soll denken, was er denkt...ändern tut man solche Menschen und deren Meinungen eben leider nicht.

    Wir haben gerade im direkten Freundeskreis ein Pärchen, das ein Kind erwartet und zu wissen, dass sämtliche Untersuchungen gemacht werden, um eine Behinderung auszuschließen und ich das Gefühl habe, dass man auf einmal ein Problem mit Soneas Besonderheit hat, das tut schon sehr weh...da kamen dann auch schon Sprüche, wie - Sonea ist ja auch nochmal schwieriger zu erziehen, weil sie das Down-Syndrom hat...sagt jemand, der noch keine Erfahrung mit Kindererziehung hat! Und ich wünsche den beiden ein "normales" und alles erdenklich Gute...aber leichter als wir werden sie es bei der Erziehung sicherlich trotzdem nicht haben ;o)) Na ja...nur so ein kleines Beispiel von unserer Seite.

    Ich drück Dich ganz fest! Und viele liebe Grüße an meinen Lieblings-Robert! Ich find ihn super, genau so wie er ist. Und genauso finde ich Euch als Familie richtig toll!

    Alles Liebe
    Katharina

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  43. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  44. Ich lese hier so durch die Einträge und Kommentare. Bin schlichtweg erschüttert.
    Finde kaum Worte.

    Meine Freundin bekam im Januar 2009 eine Tochter. NIEMAND hat festgestellt, dass I. Trisomie 18 hat und somit keine Überlebenschance. Per Notoperation kam sie auf die Welt. Täglich hätte sie gehen können.
    ACHT Monate hat die Kleine gekämpft. Gestorben ist sie an einer Lungenentzündung. 8 Monate der pure Wahnsinn. Für die Eltern, die Familie, den Bruder und eben auch für eine nahe Freundin wie mich.

    Ich möchte meine tief empfundene Liebe für die Süße hier nicht weiter ausführen.

    Ich wünsche Euch als Eltern sehr viel Kraft und Zuversicht. Möge die Liebe weiter in euch wachsen.
    Robert wünsche ich ein Leben, dass ihn so zufrieden und glücklich macht wie es irgend geht.
    Den Geschwistern wünsche ich Liebe.

    Verbunden in dem Wissen, das das Leben sich jede Sekunde ändern kann grüße ich euch herzlich.
    Oona

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  45. Liebe Elisabeth,

    ich habe erst jetzt alles gelesen und bin zutiefts erschüttert. Leider ist Solveigs Aussage aber kein Einzelfall, sondern eher ein Spiegel unserer Gesellschaft die mittlerweile zu einer wir-müssen-immer-besser-werden Gesellschaft geworden ist. Die Kinder müssen immer mehr leisten, immer besser werden am besten schon im Babyalter gefördert werden. Schwangeren wird dazu geraten ja viel Mozart zu hören damit ihr Kind später einmal ein Mathe-Genie wird, in der Krabbelgruppe wird schon Englisch gelernt damit die Kinder bloss nichts verpassen, in der Schule zählen nur noch gute Noten, wer da nicht mitkommt bleibt auf der Strecke. Also ist es doch naheliegend das wir schon vor der Geburt anfangen auszusortieren, vielleicht irgendwann sogar den IQ im Mutterleib messen damit nicht nur die behinderten sondern auch die dummen Kinder aussortiert werden, auch diese haben keinen Platz hier. Aber wer gerantiert mir das meine Kinder gesund bleiben? Niemand. Oder mein Mann? Gebe ich dem auch die Kugel falls er morgen als Schwerstbehinderter neben mir liegt? Solveigh sollte sich fragen ob sie abgeschoben werden möchte falls ihr etwas passiert? Weil man dann mit "so einer" nichts mehr anfangen kann.....

    Ach Elisabeth ich finde es einfach nur Wundervoll das du und all die anderen Mütter mit ihren besonderen Kindern an die Öffentlichkeit geht um aufzuklären. Um zu zeigen wie viel uns eure Kinder geben können und wie viel WIR von ihnen lernen dürfen. So viel Liebe in euch macht euch zu genau den Müttern die Gott sich für eure Kinder ausgesucht hat - ihr seid wundervoll!!

    Von Herzen
    Rina

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  46. Ich möcht nicht, dass es doof "wirkt". Ich hab Paderkrötes Kommentar gelöscht, weil sie es so nicht mehr stehen lassen wollte.
    @Martina, ich hab Dich gut verstanden.
    Elisabeth

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  47. ich würde die untersuchungen machen und ich würde in bestimmten fällen abtreiben. trisomien, schwere deformationen, alles, wo abzusehen ist dass das kind nicht alt wird...so "schwere" behinderungen, wo ein kind vollzeitpflege bräuchte(d.h nicht anziehen, nicht waschen, nicht auf oilette, nicht essen können)

    ich würde "mir das nicht antun", aber nicht weilich solcherlei menschen für minderwertig halte sondern weil ich es mir nicht zutraue, mich so aufzuopfern.

    ich habe selbst autismus-asperger und kann eh nicht gut mit menschen umgehen. ein kind wäre vielleicht-mit einem gutem partner "machbar(auf beiderlei art *lacht*) aber ein kind, dass so extrem eingeschränkt ist? dieses kümmern, von ärzten, zu ärzte, unterstützung suchen stelle ich mir unschaffbar vor.
    daher würde ich es nicht versuchen. wenn sowas hinterher kommt, nun es ist was es ist.
    aber eine untersuchung bietet ein bisschen überschaubarkeit, das kann angst nehmen.

    respektiere aber alle leute, die ein schwer behindertes(was auch immer das ist) kind austragen. könnte es nur selbst nicht. denke ich

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