Freitag, 4. April 2014

So wenig los hier .... alles gut bei Euch?

Das wurde ich in einer Mail gefragt.
Alles gut .... kann ich nicht glücklich lächelnd mit "ja" beantworten.
Diese Suche nach einem Haus und dann auch noch das tägliche genau hinschauen auf Robert ist zeitraubend, anstrengend ....
Robert ... geht in die Schule und danach in die Tagesstätte. Er hat wohl in sich beschlossen einfach so zu tun als ob es keine neue Leitung gibt. Dort .... ich bekomme Rückmeldungen, dass es zu Zusammentreffen gekommen ist, dass Robert weggeht und gar nicht reagiert. Sie lassen es so bleiben, stochern nicht ins Wespennest.
Hier ... schimpft und meckert er. "Wenn ich einmal rausgeschmissen werden soll, dann aber...!"
Es ist eine Zeit in der gelassen auf ihn geschaut werden muss. Dort und hier ... ansonsten wollen wir alle die Entwicklung nicht beeinflussen. Nicht durch nachfragen, nicht durch irgendeine Reaktion. Von uns hat er gehört, dass wir aufpassen, dass so etwas nie mehr passiert wie damals ... Wir haben es von ihm wiederholen lassen mit Blickkontakt. Das muss genug sein, er weiss Bescheid.

Die Suche nach der neuen Bleibe wird immer komplizierter. Das was nicht so gut passt könnten wir haben. Das was wir uns vorstellen können ist oft zu weit weg, manchmal zu teuer, bei 2 Projekten stehen wir scheinbar auf einer Art Warteliste. Wir werden bei beiden unabhängig voneinander seit 3 Wochen vertröstet.

Gestern nun: Eine Wohnung. Wir sind seit Jahren überzeugt, dass das nicht geht mit Robert.
Im 1.Stock, der Vermieter wohnt unten.
Ein Robert der jede Nacht wach wird und umherläuft. Er ist nicht sehr laut, aber einfach wach ... dann auch der Hund noch dazu. Das hört man!
Ein Robert der in Treppenhäusern sein Leben lang laut zu sprechen anfängt. Noch findet der Vermieter das lustig und interessant ....
Ein Robert der Grenzen nicht erkennt .... Grenzen einer Wohnungstür, Grenzen eines Gartens, Grenzen eines auf einem Liegestuhl liegenden Menschen, der die Augen zu hat: "Hallo, ich wollte nur mal fragen, ob sie hier draussen schlafen?" (nicht erfunden, erlebt mit ihm!)

Nun haben wir drei Tage Zeit .... haben wir noch Zeit weiter zu suchen? Wenn wir da nun "ja" sagen ... kommt dann das lang gesuchte Haus?

Deshalb ist es so still hier .... auch am Autismus-Tag-2014.
Unsere Köpfe sind voll, sehr voll .....
An diesem Tag war in Roberts Schule oder auch nur hier in der Gegend ... NICHTS !
Als ob es diesen Tag nicht geben würde ....

Ich lese bei Euch wenn ich die Zeit finde ... es ist wenig momentan, ich weiss
liebe Grüsse
Elisabeth

Kommentare:

  1. -se´´´

    Drück Dich bin in Gedanken bei Dir.

    Ganz, ganz liebe Grüße Lydia ♥♥♥


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  2. Liebe Elisabeth, ich kann euren Sorgen voll nachfühlen, was bin ich froh ein eigenes Haus auf dem Land ohne Nachbarn zu haben, aber im Ernst, wenn ihr nix finden würdet und wegziehen müsstet, hier bei uns gäbe es ein klasse Schulzentrum für Robert und Häuser auch.....ich drück euch aber ganz fest die Daumen, dass ihr bei euch noch was findet

    Lg
    alexandra

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  3. Liebe Elisabeth,

    es stimmt mich traurig......lass dich mal drücken
    ♥♥♥
    Ich bin in Gedanken bei euch und ich wünsche euch viel Erfolg bei der Suche ♥♥♥

    Liebe Grüße Eva

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  4. Nix ist gut, sozusagen und leider.
    Zum wohnen werdet ihr das finden was passt. Ihr habt eine gewisse Gelassenheit, konzentriert euch auf schauen und spüren. Dann wird es werden, ich möchte euch zuversicht wünschen.
    Robert wird es schwerer haben, Autisten die so tun als ob nichts ist arbeiten innen stark. Er wurde so verletzt damals und ich lese immerwieder raus, dass er es nicht versteht und sehr viel verloren hat. Wie soll er mit dem Menschen umgehen der nun wieder in seiner Nähe ist und für Robert diese Macht hat, dass er sagen kann "Du nicht mehr". Als Du das vor kurzem mal geschrieben hast wurde mir bewusst wie stark auch ein gesundes Kind leidet wenn es diese Macht der Grossen aushalten soll.
    Würde es uns nicht auch schrecklich gehen? Stellt Euch vor, ihr habt nach Jahren aufeinmal die Führungsperson vor der Nase die Euch im früheren Job gekündigt habt. Die nerven haben doch wir Erwachsenen nichtmal.
    Da wünsche ich euch mehr Nerven für das Hinspüren auf den Jungen als für die Suche nach der neuen Bleibe. Das findet sich, glaubt feste dran!
    Eine Kinderseele die so verstossen wurde wie Robert damals kann nicht erwachsen reagieren und damit umgehen. Oder so wie er es tut, einfach weghalten von sich selber. Bis es explodiert.
    ich möchte dich nicht beunruhigen, doch du bist so offen und so wie ich schon lang hier lese bin ich sicher, dass euer Junge schwer trägt mit der Situation. Deshalb schreibe ich mein Denken nun auch für dich hier auf.
    liebe Grüsse und alles, alles Gute
    Corinna

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  5. Liebe Elisabeth,
    mach dir doch wegen uns keine Sorgen, oder wenn, dann sollte es die 3567ste sein ;-)
    Ehrlich, ich würde nur dort hingehen, wo mein Gefühl gleich laut JA! schreit, sonst beginnt das Neue gleich mit irgendeiner Art von Anspannung oder Nervosität und das braucht man nicht auch noch zusätzlich. Ich bin direkt, aber ich denke, es wird schon das Richtige kommen, wo ihr alle sagt, ja, das passt. Drücke euch jedenfalls die Daumen und an Robert ein großes Kompliment! Zeige mal einen von uns, dem ein ehemaliger Chef vor die Nase gesetzt wird, der ihm übel mitgespielt hat und dann so cool und überlegt vorgehen. Super Bursche, euer Robert :-)
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Elisabeth

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  6. Liebe Elisabeth, Du weißt ja, wir sind in ähnlicher Situation. Wenn Du mir schreibst (gerne als Mail, darf auch kurz und knapp sein) was Ihr sucht, kann ich für Euch auch ein wenig mit schauen. Ich bin deshalb soviel im Internet, da spielt das keine Rolle. Liebe Grüße Angelika

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  7. Ich lese da ruhig aber regelmässig mit.
    Ich hoffe Robert wird einen Weg für sich finden, sich damit zu arrangieren und ich denke er macht das der Situation entsprechend im Augenblick gut.
    Mit dem Haus, ich weiss ja nicht wie viel Zeit ihr habt zum suchen.........
    Hier in der CH kann man bis zu 2 Jahre eine Kündigung heraus zögern. Also überlegt es euch gut, bevor ihr eine Wohnung nehmt. Ich wünsche einfach alles alles Gute und eine Riesenportion Glück dazu.
    Vreni

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  8. Ich denke mal eine Wohnung kommt für Euch nicht infrage. Da fühlt er sich eingesperrt und es wird täglich Probleme geben. Ich bin kein Autist, aber wenn ich aus der Stadt vom Einkaufen nachhause komme bin ich froh wieder in meinem Häuschen zu sein. NIE wieder Wohnung.
    Natürlich muß es mit Roberts Schule passen,. ES muß doch was werden, ich glaube fest daran.
    Liebe Grüße
    Brigitte

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  9. Liebe Elisabeth,

    ich würde ich keinesfalls zur Wohnung raten!

    Denn es soll ja eine Dauerlösung sein.

    Ich weiß selber, wie belastend das ist, wenn Nacht für Nacht jemand obendrüber herum läuft (und es sind Menschen ohne Behinderung!) und wir deshalb nicht durchschlafen können. Eine Zeitlang macht man das mit, aber über Jahre...!

    Später kommen sicher noch andere Kleinigkeiten dazu, die sich zum Gestört-fühlen auswachsen können.

    Ich wünsche euch sehr, dass ihr die passende Wohn-und Lebensmöglichkeit findet!

    Ich grüße euch!

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  10. Ihr sucht doch noch nicht so lange. Es wäre schon ein kleines Wunder, wenn da sofort ein Traumhaus frei wäre. Habt doch noch ein bißchen Geduld, auch wenn die Frist natürlich kürzer wird. (Der Kopf weiß das sicher, aber der Bauch will halt beruhigt werden und was Sicheres haben, ich versteh das.) Zur Not könnt ihr bestimmt in einigen Wochen immer noch ein Wohnung mieten.
    Liebe Grüße, Carina

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  11. Ja, da ist guter Rat teuer, was soll ich sagen?
    Ich hoffe es klappt bald und ihr findet das eine Objekt, von dem ihr sagen könnt: Das ist es und kein anderes!
    Schönes Wochenende,
    Heidi

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  12. Mach dir keinen Kopf um uns hier, wir warten geduldig auf dich, auf euch :)

    Und ich hoffe so sehr, dass sich alles nach eueren optimalen Wünschen vollzieht!!!

    herzlichst, Edith

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  13. Als ich alles gelesen hatte, dachte ich nur: Bitte waret. Gebt dem Glück Zeit Euch zu fidnen. Man es anlocken mit zärtlichen Blicken, mal in diese, mal in jene Richtung blinzeln udn dann ZACK, steht es vor der Tür. Man darf es nicht durch vorschnelle Entscheidungen verschrecken.
    Eure Entscheidungsnot kann ich ja nicht wirklich beurteilen, aber eie Wohnung scheint mir einfach nicht die richtige Lösung, zumindenst nicht mit dem Eigentümer unter Euch. Vergiss das Atmen nicht, das Glück wünsche. Ich bitte für Euch und bestimmt wird alles gut!

    liebe Grüße
    mandy

    P.S. ich habe wirklich auf diese Weise meine Wohnungen gesucht, als ich noch musste. Ich bin durch die Straßen gegangen, habe mit Häusern geliebäugelt, Gardinen bewundert und die rechte Behausung mich finden lassen. Vielleicht fahrt ihr einfach mal durch die Gegend. Wo gefällt es Euch denn ganz besonders......wo gar nicht....ach liebe Elisabeth, sei herzlich gegrüßt.

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  14. ach, meine Gedanken waren so schnell, dass die Hälfte der Wörter im Text zu fehlen scheint...sorry

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  15. Wie schnell müsst ihr denn ausziehen?
    Klar ist es belastend, in der jetzigen Situation, dort überhaupt noch zu wohnen, aber ich würde an eurer Stelle nichts überstürzen!
    Von einer Wohnung, wo der Eigentümer darunter wohnt würde ich dringend abraten!
    Ich drücke euch weiterhin die Daumen, irgendwann wird es vor euch stehen, das Traumobjekt, habt noch ein bisschen Geduld.

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  16. Liebe Elisabeth,
    das hört sichfür mich auch nicht so gut an. Ich kann mir Robert in einer Etagenwohnung mit dem Vermieter darunter nicht vorstellen. Das geht auf Dauer nicht gut,
    LG Sabine

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  17. Liebe Elisabeth,
    ich denke in der letzten Zeit sehr oft an euch.
    Auch ich kann es mir nicht vorstellen, dass ihr in einer
    Etagenwohnung leben sollt. Warte noch zu, vielleicht kommt
    das Haus doch noch.
    Einen guten Start ins Wochenende wünscht Dir
    Irmi

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  18. Guten Morgen!

    Auch bei mir passiert das Leben gerade hinter den Kulissen meines Blogs, denn nicht alles ist erzählbar, auch habe ich die naiv-optimistische Haltung, die sonst mein Eigen war, verloren.

    Ich denke auch, dass Ihr auf dem Land bleiben solltet. Aber vielleicht nicht in der unmittelbaren Nähe des jetzigen Wohnorts.

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  19. Hallo liebe Elisabeth,
    Wünsch euch ganz viel Glück bei der Haussuche! Am liebsten würd ich die Vermieter anrufen und sagen, welche liebe und wundervolle Familie ihr seit!
    Drück dich!
    Wünsch dir ein schönes Wochenende!
    Ganz liebe Grüße
    Kathi

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  20. Auch wenn der Vermieter der Wohnung im Moment vom Erzählen her einige Sachen lustig findet, es würde der Augenblick kommen, wo es Zank und Streit gibt. Ich würd´s nicht tun. Ihr habt noch ein wenig Luft, also nicht verzagen (ist leicht gesagt, ich weiß) und weiter suchen. Es wird sich was passendes finden !!!
    Ganz liebe Grüße
    Trautel

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