Montag, 9. September 2013
Mama ... schau mal wie der mich anschaut !
Die beiden rennen davon ....
ein Blick ....
... viele rennen hinterher.
Die Rätselauflösung:
Sind die nicht süss? Viele kleine Strausse.
Der Herr Emu hat sich auch noch ganz nah fotografieren lassen. Ist der nicht hübsch?
Susanne hat sich so amüsiert über Eure Rateantworten.
Der Favorit war "die alte Mütze" .... da konnte auch ich nur noch lachen, als Susanne das dann wie ein Pantomime nachspielte.
Wir hatten gestern einen sehr schönen Tag. Zum Abschluss haben wir die Straußen-Farm Shamba la Mbuni besucht.
Vor manchen dieser Riesenvögel hatten die Mädeln fast Angst. Die können einen aber auch in die Augen schauen ....!
Wir fangen den Montag mit einem Rätsel an !
Was ist das?
Susanne ist gespannt was Euch dazu einfällt.
Der letzte Ferienmontag hat angefangen. Regen und Kühle macht es ein bisschen leichter sich dran zu gewöhnen, dass bald die Schule wieder anfängt.
Heute Nachmittag holen wir Robert wieder ab. Mit dem Koffer! ....
Er fehlt uns nun schon sehr. Ob er noch mit nach Hause kommt?
Samstag, 7. September 2013
Das ist aber gar nicht nett !
Hoffentlich werdet Ihr dann wenigstens wunderschöne Schmetterlinge, wenn Ihr schon meinen Baum so zurichtet!
Wir sind mitten im letzten Ferienwochenende.
Es ist Sommer .... 27 Grad am Nachmittag.
Robert hat die Kurzzeitpflege verlängert, kommt erst am Montag nach Hause. Und wer vermisst ihn mittlerweile ganz arg?
Die Susanne.
Ob die Beiden nun nie mehr streiten, wenn er wieder da ist?
Donnerstag, 5. September 2013
Ich war kurz hier ....
... und bin wieder weg.
Nun sind die Kleinen wieder zu Hause, Susanne liegt im Bett mit Kopfweh. Sie hat sich so den Kopf gestossen. Auuuaaaa....
"Schuld" waren die kleinen Mietzen, weil sie mit ihnen getobt hat ist sie gegen eine Kante gelaufen.
Ich lass Euch LILA hier ...
Bis morgen
Mittwoch, 4. September 2013
Danke liebe Sonne .....
... dass heute solche Bilder möglich waren.
Selbsthilfe ... er ist schon gross, raus aus den Anziehsachen!
Bei 25 Grad muss ein Eis sein!
Bei 27 Grad kann auch die vorsichtigste Oma nichts mehr dagegen haben. Ab in den Pool!
Vollgetankt mit Sonne, Wärme sind die Knirpse mit der Mama auf den Weg nach Hause. Das Arbeiten war schwer heute im Büro. Das Oma-sein war wunderschön.
Die Oma zieht nun wieder die Jacke über, denn kaum ist die Sonne weg wird es kühl.
Septemberkühle .... das darf sein am Abend. Der Tag heute war ein Geschenk.
Ihm geht es gut
Die Kurzzeitpflege gefällt ihm. Robert hat uns beauftragt, dass wir ihn immer anrufen sollen, weil er mit uns Sprechen mag und sagen ob er nach Hause kommen will.
Wir haben das ein bisschen verändert.
Es geht ihm gut, er isst und schläft ganz normal. Er ist sehr beliebt dort. Die Betreuung sagt ihm nun, dass die Mama angerufen hat als er auf einen Ausflug war. Und er dürfte dann hier anrufen, hat aber gar keine Zeit dazu. Das ist gut, zeigt uns, dass er sich dort wohl fühlt. So kann man die paar Tage Auszeit geniessen ohne sich ständig Gedanken zu machen ....
Susanne erholt sich von der Abenteuerwoche. Viel erlebt, wenig Schlaf ... so kann man es umschreiben.
Nun werde ich im Garten zu finden sein. Es herbstelt ... sagte die Nachbarin heute morgen. Nebel und ein seltsames Licht ....
Für heute ist hier nocheinmal "Sommer" vorausgesagt. Bis zu 28 Grad.
Die beiden Enkel sind hier, der Urlaub reicht nicht für die vielen Ferien die Kinder haben. Sollen wir nocheinmal an den See gehen? Mal schauen was uns so einfällt. Noch schläft Susanne ....
Montag, 2. September 2013
Was hat Autismus mit diesem Koffer zu tun?
Oh! Sehr viel für uns ....
Der Samstag fing recht friedlich an. Susanne noch immer in der Abenteuerwoche für GEKIs. Robert sollte zur Kurzzeitpflege gebracht werden.
"Mama, ich pack selber ...."
"Du darfst Deinen kleinen Koffer packen, die Anziehsachen uns so ... das mache ich!"
Alles war schon hergerichtet, es ging ganz schnell .... Aber:
Dieser schwarze Koffer war nicht da. Den hatte Susanne mit !
Mamas denken sich nichts dabei, wir haben viele Taschen, Reisetaschen, sogar Koffer unterschiedlichster Grösse.
Der Robert trägt seinen kleinen blauen Koffer ins Auto, steigt ein wir wollen losfahren. Das Kind schaut nach hinten in den Kofferaum .... schreit sofort los ... springt aus dem Auto!
"Wo ist mein schwarzer Ziehkoffer, den ich immer dabeihabe??? !!!" (es war erst 1 Mal!)
"Robert komm, steig wieder ein, den schwarzen Koffer hat doch Susanne mit!"
Ich kann es nicht beschreiben was dann losging.
Ein Orkan?
Ein Drama pur?
Ein Wahnsinn?
Ein unglaubliche Geschichte?
Der Bub rennt schreiend zur Haustür, haut dagegen. "Mach wieder auf, ich kann nicht wegfahren ohne meinen Koffer .... ich will, will, will SOFORT meinen Koffer!"
Nach 10 Minuten toben vor der Haustür hatten wir Robert irgendwie wieder im Auto, im Gurt und fuhren los.
Er schrie wie noch nie .... krebsrot, total nassgeschwitzt .... er tobte in dem Gurt, strangulierte sich fast selber. Raus aus dem Dorf ein Stück Landstrasse rein in einen Feldweg. Türen auf ....
Robert steigt nicht aus.
Nein, er schrie nicht mehr ... er brüllte. So wie noch nie ....
Immerwieder holte er kurz Luft und weinte, schrie, tobte, brüllte dann wieder:
"Ich brauche MEINEN Koffer!!!!"
Ein Mähdrescher fuhr vorbei. Er hat ihn gar nicht mitbekommen. Es ging nicht in seine Nähe zu gehen, er hätte uns wahrscheinlich ernsthaft verletzt ....
Er blieb irgendwie im Auto, irgendwie im Gurt .... wurde von krebsrot zu blass, weinte leiser, dann wieder lauter, dann schrie er wieder ....
Der Vater wurde innerhalb kürzester Zeit zum Kettenraucher. Die noch nie rauchende Mutter war kurz davor sich auch eine anzuzünden!
Nach einer weiteren halben Stunde beschlossen wir weiterzufahren. Dort warten sie doch auf das Kind....
Er schreit so oder so, hört nicht zu ... ist völlig weg ... irgendwo in der Kofferwelt.
Mama fuhr, der Vater ist stärker, falls Kraft nötig werden sollte ....
In Ampfing wurden wir seltsam angeschaut, in Waldkraiburg auch .....
Zwischen Kraiburg am Inn und Trostberg sind ein paar kleine Dörfer die die Mutter zügig durchfuhr und dankbar um jeden Traktor war, der noch lauter Krach machte als das Koffer-Kind!
In Altenmark war leider eine Ampel rot ... die Menschen schauten sehr entsetzt .. die Mutter fuhr, der Vater war sprungbereit ....
Wir kamen irgendwann irgendwie am Ziel an.
Lebenshilfe -Einrichtung
Wir Eltern konnten nicht mehr um Hilfe rufen, waren fix und fertig ...hatten einen Gehörschaden. Wussten nicht wie wir das Kind da reinbringen sollten ... konnten.
Die Mutter fuhr auf den Parkplatz, Motor aus.
Stille !!!!
Eine Sekunde dachte ich er ist ...... in Ohnmacht gefallen.
Dann geht hinten die Tür auf:
Ein Kind das nicht mehr als Robert zu erkennen war sagte:
"Dann nehm ich halt die blöde Tasche, aber ich trag jetzt alles selber rein, Ihr braucht mir nicht helfen, könnt gleich wieder fahren. Ihr habt mein ganzes Leben zerstört ... die Susanne auch. Und morgen kauf ich mir einen scharzen Ziehkoffer!"
Er zerrte alles zur Tür, ein ganz und gar tätowierter junger Mann öffnete und sagte:
"Ah, da ist er ja endlich. Unser Liebling, der Robert. Ist was los?"
"Frag das meine Eltern, aber lass sie nicht hier rein!"
Wir haben die "Übergabe" irgendwie gemacht, der Betreuer sagte wir müssen ihm nichts erklären so wie wir ausschauen .....
Aber nun können wir entspannt ins Wochenende blicken, denn Robert ist ja nun gut aufgehoben.
Wir gingen davon .... aufeinmal hüpft der Robert hinter uns her wir bekommen ein Bussi, einmal drücken und
"Habt eine gute Zeit und regt Euch nicht auf über die anderen Leute, Mama und Papa! Und ... holt mich mit meinen schwarzen Ziehkoffer wieder ab, aber erst in einer Woche!"
Wir sassen im Auto, machten sofort das Radio aus ... Bitte keine Geräusche .....
Dann fuhren wir ... vorbei am Chiemsee ... der Vater schlief erschöpft, die Mutter fuhr und fuhr, das tut ihr gut an solchen Tagen ....
Sie fuhr über die Grenze und fuhr ... immer weiter. Bis nach Niederösterreich ... einfach so um dort spazierzugehen, Ruhe zu haben ..... vielen Menschen von diesem Koffer-Wahnsinn zu erzählen. ....
Liebe Familie ... die beiden Tage waren so gut
Danke fürs Auffangen, fürs Trösten, fürs Lachen über diese schreckliche Geschichte.
Nun sind wir wieder zu Hause. Der KOFFER auch. Weil Susannes Auszeit-Tage sind vorbei ....
Susanne war sehr entsetzt, was das ausgelöst hat ... sie hat nämlich eigentlich einen eigenen Koffer.
Wir werden ihn nun vor den Mietzen verstecken, damit wir ihn in einer Woche mitnehmen können um das Koffer-Kind Robert wieder abzuholen. Was kommt dann .... ich mag es gar nicht wissen.....
Nachtrag vom Papa:
Alle die mit autistischen Menschen zu tun haben kennen solche Geschichten. Es scheint normal zu sein!
Das ist dann schon wieder so komisch, dass auch ich irgendwann wieder lachen konnte! Erst hinterher, geb ich zu.
Trotz dieses wahnsinnigen Erlebnisses glaub ich nicht dass Robert irgendeine Geisteskrankheit hat. Eher schalten manchmal irgendwelche Kontakt in seinem Kopf auf "aus". Er hat noch nie so getobt, so ausgesehen wie am Samstag. Und dann innerhalb einer Sekunde war er wie immer. Eigentlich erschreckend, weil man in dem Moment keinen Zugang findet.
Und .... Nein! Ich habe nicht meine Fahrerlaubnis verloren. Wer die Maus kennt, weiss, dass sie immer Auto fährt wenn die Nerven am Ende sind ... schon vor meiner Zeit. Warum ihr das gut tut, konnte ich noch nicht rausfinden, aber es funktioniert.
Ich hab einmal probiert mit Radfahren die Nerven von ihr zu beruhigen ... nie wieder sag ich Euch. Lassen wir sie Autofahren, das Ziel am Samstag war eh wunderbar!
Und nun arbeite ich weiter ... einer muss ja das Geld verdienen für solche Anwandlungen ... :-))
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