Donnerstag, 8. März 2012

Heute ist der Tag der Frau


Das hab ich grad im Radio gehört.
Gilt der Tag auch für Mädchen, oder haben Mädchen einen "extra-Tag"?
.... das wollte Susanne wissen.
Ich hab bei unserem Frühstücksgespräch festgestellt, dass sie schon sehr informiert ist über die Themen der Frauen. Dass Ihr sehr wohl bekannt ist wie schlimm es für Frauen in einigen Ländern der Erde heute noch aussieht....
was Mädchen in ihrem Alter heutzutage noch erleben müssen ...
"Mama, ich bin froh, dass ich Deine Susanne bin, und dass ich hier leben kann mit Euch!"
Ich hab mich über den Satz gefreut.


Und? Fällt Euch etwas auf?
Das sind auch "Nachher"-Bilder.
Die Haare sind sehr kurz geworden bei dieser "ich-mag-Stufen-Aktion"
... und die Strähnchen machen älter.
Oder finde nur ich als Mama das so auffällig?


Nun haben wir die Geschenke für Robert "beieinander", wie wir hier so sagen.
Nein, ich kann Euch heute noch nicht verraten was er bekommt. Gestern, als Susanne die Haar schneiden liess sagte er zu der nächsten lieben Frisörin in unserem Bekanntenkreis (ja, Robert und Susanne haben jeder eine extra-Freundin für das Haaremachen! ... also er sagte "ich wünsch mir nichts weil ich will Euch ja nicht Geld kosten!" Sie ist halb vom Stuhl gefallen vor lauter Lachen. Und da schaut er sie an und sagt: "Du musst nicht lachen, Du kannst Dir ja überlegen was Du mir schenkst! ... Du kannst mir ja den Staubsauger schenken!"
Nein, lieber nicht. Robert hat schon drei eigene Staubsauger!

Daumen drücken, Susanne hat schon wieder eine Probe, und sie liebt Mathe noch immer nicht. Das ist typisch Frau... hör ich die Männer nun sagen!

Mittwoch, 7. März 2012

Vorher --- Nachher



Dazwischen war das:


Ein Glückstag! Du darfst mir nur die Haare schneiden, wenn Du keine Schere nimmst! Meine langen Haare hinten bleiben aber lang!


Sperrt Hund und Katze weg ...
die wenn da duchlaufen...
diesmal hat er die Haare in einem Einweckglas gesammelt, damit er sie immer anschauen kann.
Nach drei vergeblichen Anläufen durfte unsere geduldigste Frisörin endlich mit ganz viel Krach die Haare schneiden! Robert hat mehr Angst vor der Schere als vor der Maschine.
Während des Schneidens sprang er dreimal auf ... und weg war er. Das Überrreden gelang uns gut, das ganze Haus pieckst seid gestern....


Heute früh war es dann auch noch minus 2 Grad.
"Ich geh nicht raus, Ihr seid schuld, dass meine Ohren jetzt frieren!"
"Setzt doch eine Mütze auf!"
"Nein, dann sieht doch keiner meine wunderschönen kurzen Haare!"

**** logisch, oder? *****

Dienstag, 6. März 2012

Schwierige Geburtstagsplanung ...


Roberts Geburtstag heisst ab heute "noch 3 Mal schlafen"  ...
so war das jahrelang bis zu diesem Geburtstag heuer. Dieses Jahr ... nichts! Einfach nichts!
Erinnert Ihr Euch ans letztes Jahr? Die grosse Freude und diese Aufregung, dass er nun bald  "zwei Zahlen" alt ist. Dieses Jahr kam von ihm bisher recht wenig und als ich dann sagte: "Du bist bald 11" ihm dann die Zahl auf ein Papier schrieb. Da schaut er die Zahl an und dann: "Bin ich dann wie 1, oder bin ich wie 2?"
Das haben wir nun geübt, er hat es verinnerlicht was "11 Jahre" bedeutet.
 Seid gestern freut er sich scheinbar auch und hat in der Klasse gesagt: "Wenn ich 11 bin komm ich zum Feiern hierher und ihr bekommt von mir Hot Dogs!"
Das lässt sich machen.
Wie feiern wir zu Hause?  Nein, er braucht keinen Kuchen ... hat er mir heut morgen mitgeteilt. Die Geschwister sollen zum Abendessen kommen.... er wünscht sich "Hot Dogs"....
Die Freunde aus der alten Klasse werden wir extra einladen, denn er möchte mit ihnen in den Wildpark gehen. Das ist schon mal was. Auf die Idee brachte ihn der Bruder. Wahrscheinlich werden wir dorthin auch eine riesige Menge "Hot Dogs" mitnehmen.


"Mama, können wir am nächsten Tag dann auch nochmal HotDogs essen, ich mag die so gern?"
Also, bis gestern gab es das nicht hier, dass er es liebt ist mir auch neu!

Was wünscht sich Robert?
Nichts....einfach nichts!

Was fällt uns ein?
Nichts....einfach nichts!

Hier überlegt schon ein jeder, die Geschwister, Tanten und Onkels, der Paten-Bertl, die Freunde.....
Die meisten kommen irgendwann von selber auf diesen Gedanken: "Schön, dass er sich kein Abendkleid wünscht"....

Ich kann Euch verraten, so eine Situation hatten wir noch nie. Das kann man nur mit Humor aushalten.
Robert kann man nur mit Geduld, Gelassenheit und einem Lächeln über die besonderen Situationen "ertragen"

Montag, 5. März 2012

Robert hatte Besuch


Letzte Woche hatten wir Besuch. Das Wetter war an diesem Tag noch schön, so konnten wir nach draussen.
Die junge Dame oben ist auch ein Geschwisterkind. Ein ganz süsses Mädchen. Sie ist die Jüngste von den Dreien, der grosse Bruder Luka hat auch frühkindlichen Autismus.


Robert war beim Spazierengehen plötzlich verschwunden. Ich hab mich schon geärgert. Da freut er sich wenn er endlich auch Besuch hat und dann fährt er davon und wird nicht mehr gesehen. Er hat einen Hund bei Nachbarn entdeckt und "schwupps" war er weg.
Vorher haben die beiden Buben noch schön miteinander gespielt. Robert hat zu Hause den Luka ständig gepackt, festgehalten... Luka musste sehr lachen. Eigentlich komisch, dass zwei Kinder mit Autismus so nah auf  Körperkontakt gehen.


Später hat der Papa den Robert wieder nach Hause geholt und da war er enttäuscht, dass sein Besuch wieder weg war.  Ich versuchte mit ihm drüber zu sprechen, dass man nicht einfach geht wenn Besuch da ist, dass er ja nicht mal "Auf Wiedersehen" sagte. Er hat es nicht kapiert, er hat auch nicht verstanden, dass wir noch mindestens eine Stunde im Garten waren und schon hofften, dass er wiederkommt. Kein Gefühl für sowas, hat der Robert!
"Ich wollte doch jetzt mit Luka weiterspielen, ich hab ja nicht gewusst, dass Luka wieder weg fährt!"

Die Fotos hier sind von Tina, der Mama von Luka und den beiden Kleineren. Danke, dass ich sie hier eingstellen darf!

*********

Mir geht es langsam besser. Das war ein hinterhältiger Erkältungsvirus...eingeschleppt von einem Tageskind. Am Donnerstag wurde sie mir gebracht, vollgestopft mit Medikamenten (das wusste ich nur nicht), ab Mittag hat sie dann gebrochen, Fieber, Schnupfen ....etc.
ich hab die Kleine dann abholen lassen und die Mama sagte: "Oh, helfen die Medikamente nicht den ganzen Tag!"  ... "heisst das, dass Du wusstest sie ist krank, und bringst sie trotzdem obwohl hier noch vier Kinder sind?"
"Oh, ich hab ihr Medikamente gegeben, ich hatte einen Termin!"

Meine Liebe, nun fall ich heute aus. Ganz und gar. Und der Satz am Telefon "ich hab einen Termin, es geht ihr schon wieder gut!" nützt gar nichts heute. MIR geht es noch nicht gut, DU hast dafür gesorgt, dass ich krank wurde....

Noch nie hab ich ein Kind nicht genommen, wenn ich nicht fit war. Immer hat mir hier jemand aus der Familie geholfen beim Betreuen. Heute nicht! Der Herr des Hauses ist stinksauer und es war besser, dass er die Mutter nicht getroffen hat.... denn die stand heute trotz Absage vor der Tür!

Meine anderen beiden Mamas machen es nicht so, nie! Ich bin nicht nur von seltsamen Zeitgenossen umgeben!
Danke an Euch für die vielen "Gute-Besserungs-Wünsche", es ist fast wieder gut.
jetzt haben wir so lange über den Nebel gemeckert, dass es heute gleich regnet. Sonne würde mir guttun, und  Euch allen bestimmt auch....

Samstag, 3. März 2012

Kommt mal her, ich flüstere Euch was ins Ohr....


Wir haben die Mama-Tochter-Abende schon angefangen. Und das kam so:
Die Mama ist schon den dritten Tag krank, aber seid Nachmittag wird es besser. Stimme noch immer weg, Schnupfen ganz schrecklich, ich glaub Fieber hat sie nimmer....und dann hat Mama  von MUSCHELSUCHER die Grüsse gelesen, und die virtuelle Hühnersuppe gekriegt. Und dann wollte sie unbedingt in echt eine echte Hühnersuppe. Ab Samstag Abend um acht Uhr!
Ja, was nun? Der Papa arbeitet Nachtschicht in einen Frisörsaloon (hoffentlich schreibt man das so!), der Robert schläft bei der grossen Schwester ... nur ich pass auf Mama auf. Und was fiel uns ein?
Wir waren beim Griechen!
Da gibt es leckere selbstgemachte Hühnersuppe ... und für mich einen riesengrossen Teller Gyros.
Wir sind wieder daheim, es war sooo schön, Mama trinkt nun im Bett einen grässlichen Tee: Minze, Lapacho und Echinacea! Der Tee riecht sehr gesund, so wie Kinder ihn gar net mögen. Mamas tun das, die trinken sowas!

Soll ich Euch noch zeigen, was ich heute mit meinem kleinen Neffen gemacht habe?
Sehr cool sieht er aus. Und der lacht sich kaputt wenn man ihn mit dem Kamm kämmt. Ganz laut lacht er da immer!

Und so war es draussen. Ganz echt. Nicht ein Sonnenstrahl bei uns. Nur grau, Nebel und so kühl.
und ganz schnell finster.
Bei Euch ist ja überall Sonne. In München haben sie Frühling und vor den Stadttoren bei uns: GRAU


Ich gesteh Euch schnell noch, dass Mama schon ein bisschen hilft beim Schreiben ich kann es nicht ganz allein.
Bis morgen, hier gehn nun die Lichter aus und Mama und Tochter schlafen.
Gute Naaacht!
Eure Susanne

Freitag, 2. März 2012

Wir versinken im Nebel

Den ganzen Tag geht der nicht weg.
Die Mama ist krank, hat so richtig Fieber und konnte nichtmal heute zur Schulanmeldung und zum 1. Elterngespräch mitgehen. Da war sie traurig.
Aber Papa hat es allein geschafft, er war sehr lang in der Schule und hat zuverichtlich gewirkt als er heimkam. Robert wird ab Montag wieder gefahren, das ist schon gut. Auch wenn es nur die Häfte Weg von früher ist, es heisst ja doch planen und alles unter den Hut zu bekommen.
Er kommt Mittag heim, ist aber auf einem Warteplatz für die Tagesstätte. Doch Mama ist sich eh nicht sicher ob sie das nochmal mag. Der Papa sowieso nicht, das war zu schlimm was wir erlebt haben sagt er.
Aber Mama muss das wissen, weil sie hat dann nachmittags den Robert.
Ich gewöhne mich schon dran, dass er nun daheim ist. War halt nicht einfach, er ist echt anstrengend.

Heute hättet Ihr ihn erleben müssen. Er kocht der Mama Tee, schleppt Globulis an, und sagt am Telefon:
"Leider ist meine Mama schwer erkrankt, sie braucht unbedingt Schonung. Wir wollen sie mit nichts aufregen!"
Sie hat sich aufgeregt, weil sie ist erkältet halt mit Fieber und Robert konnte nicht sagen mit wen er geredet hat. Und die Nummer war "unbekannt". Sie fühlt sich natürlich nicht gesund, aber schwerkrank ist anders... hat sie gesagt. Und weil Robert dann geweint hat hat sie ihn gekuschelt und behauptet, dass sie ein bisschen schwerkrank ist.... und dann haben beide geschlafen. Das war wieder lustig, weil wir haben nur zwei Wuschelköpfe gesehen. Mama sieht im Bett auch verwurschtelt aus, und Robert sowies.
So, nun wünschen wir Euch ein schönes Wochenende und schickt die Sonne her, stark und kräftig, damit sie den Nebel vertreibt, bitte.

Donnerstag, 1. März 2012

Das Mädel hat gewonnen

sie ist eine glückliche Gewinnerin, auch wenn sie müde aussieht. Heute Schule bis  16.30 Uhr, das macht fertig....
.
Susanne hat eine neue Tasche. Gewonnen hat sie bei einer sehr kreativen Bloggerin. Sie ist auch Tagesmutter, und näht wunderschöne Sachen. Mögt Ihr mal schauen?... dann klickt hier




Die Tasche ist echt sooo hübsch und wird schon jeden Tag fleissig benutzt. 
Susanne hat immer Angst, dass sie geklaut wird, oder dass sie ihr neues Schmuckstück irgendwo liegen lässt.

Susanne hat schon sehr mitgelitten die letzten Monate. Als sie gestern erfuhr, dass Robert nun wieder eine Schule hat musste sie gleich weinen. Sie zahlt viel drauf durch das Chaos das entstanden ist. Ein Viertel Jahr war Robert ständig zu Hause. Und bis auf weiteres ist er auch täglich schon wieder daheim wenn sie von der Schule kommt. Sonst haben wir beide gemeinsam Mittag gegessen, uns über ihren Tag unterhalten. Das ist fast nicht möglich mit Robert. Er ist sehr ergreifend, versteht Susanne's so ganz anderes Schülerleben nicht. Ist einfach nicht still wenn Susanne erzählt. Mischt sich so ein.... ich lass ihn das nicht durchgehen, es ist aber auch schwer zu stopen. Dann diskutiert man wieder mit ihm, und sie geht..... ich schick Robert auf sein Zimmer, doch wenn er wirklich dort bleibt und es ist fünf Minuten still muss man nachschauen was er tut.
Nun werden wir uns bewusst Freiräume schaffen, die Susanne und ich. Nein, keine Freiräume um über Schule zu sprechen, sondern einfach mal ganz etwas anderes zu tun. Mädelstunden hat sie es genannt.

Wir möchten Euch noch allen "Danke" sagen für die lieben Worte und das Mitfreuen mit uns.
Es gingen Türen zu .... und eine neue Tür ging auf. Die Welt dahinter sieht schon recht schön aus.

.... und weil ich so erkältet bin mach ich mir nun nochmal eine grosse Tasse Tee und geh ins Bett....
bis morgen!