Mittwoch, 19. Juli 2017

Pfiad Di ....


Wieder ein Abschied
Jacky war nicht mehr gesund.
Aber, dass sie dann so sehr krank war hat sie sich nicht anmerken lassen.

Es fehlt viel hier.
Ihr Rumgespringe und gehampel.
Keiner steigt uns mehr auf die Zehen
Nie wieder Hundhaare an den unmöglichsten Stellen

Jahrelang kam Robert nach Hause und da sass sie und guckte ihn erwartungsvoll an.
Tagtäglich haben sie getobt, gespielt, gekuschelt .....
Robert tut wie wenn nichts ist.
Er kann es nicht zeigen, nicht aussprechen.
Das tut so weh.
Er kommt von der Schule und redet Unsinn
Er überspielt die Leere ....

Nicht ganz .... nun wurde ich angeschrien:
 "Du bist schuld, dass sie gestorben ist. Weil DU hast ihr immer billiges Futter gekauft. Wer weiss, was DU ihr angetan hast!!!!"

Ich hab es gut ausgehalten. Habe mich nicht verteidigt, ihm nicht erklärt, dass der Hund sehr gesund ernährt wurde ... ich war einfach froh, dass er gebrüllt hat.
Raus mit dem Kummer, der Traurigkeit, der Fassungslosigkeit und des nicht Verstehen ....

15 Jahre lebten wir mit Hund.
Nun noch mit den beiden Mietzen

Wieder Robert:
 "Mama! Ich beschliesse, dass wir in 7 Wochen wieder einen Hund wollen oder in 7 Jahren, das merke Dir!"


Der Robert-Papa und die Susanne tragen den Verlust mit Tapferkeit.
Wir wussten, dass der Tag kommt, aber dass es dann so weh tut überrumpelt .....



Mittwoch, 12. Juli 2017



Vielleicht malt ein Engel
Das überlegte sich Robert beim beobachten des Abendhimmels.
Ansonsten:

Er planscht dahin
könnt Ihr Euch vorstellen, dass er seinen Pool immernoch vermisst?
Nun haben wir einen kleinen See entdeckt und werden öfter mit ihm dort hinfahren.
Er planscht wie ein kleines Kind der Robert....
Gut, dass hier nur Familien mit Kindern oder Omas und Opas zum baden gehen
Keine Gefahr, dass er von Teenagern ausgelacht wird, wenn er spielt und dazu Arien singt.






uupsss.... die Bilder machen was sie wollen.
So wollte ich das nicht angeordnet haben

Montag, 10. Juli 2017

Roberts Abschied


vom Pflegekind war dramatisch
Auf seine Art
Wir sind alle erschrocken, was und wie das zuständig Amt von einem Tag auf den nächsten entschieden hat.
Menschen die kleine Kinder zur Pflege aufnehmen haben keine Rechte.
Nicht mal das Recht über die Entwicklung des letzten halben Jahres zu erzählen.
Erzählen kann man ja.
Für die Entscheidungen ist es nicht wichtig, wird nicht einbezogen.
Das Kind war eingewöhnt
Das Kind hatte Vertrauen entwickelt
Die Entwicklung ist von Tag zu Tag positiver geworden.

In der einen Woche gab es noch das okay für die Kindergartenanmeldung. Kein Kindergarten für Regelkinder.
Das Kind brauchte viel mehr an Förderung und Angeboten, Möglichkeiten.
Ein längerer Weg mit Tests usw.
Nach diesem Schritt Kindergartenanmeldung ging die Robert Familie davon aus, dass das Kind noch über ein Jahr bleibt.
Wurde uns so bestätigt.
Wir haben von dieser Entscheidung auch unserem Robert erzählt. Für ihn war die Ungewissheit eh schwierig auszuhalten, zu verstehen gleich gar nicht
Freude bei Robert
Freude beim Kind
Denn auch sie hat verstanden, dass sie nun hier in den Kindergarten darf, und gaaaanz lange bei uns bleibt.
Das Kind kam aus einem ganz anderen Leben.
Nicht mal regelmlässiger Kindergartenbesuch wurde ihr ermöglicht.
Von den Therapien gar nicht zu sprechen.
Viel zu viel versäumt, weil kl. Kinder da noch nicht selber hingehen könne.

Das Kind machte riesengrosse Entwicklungsschritte in diesem halben Jahr bei uns.

Robert:

"Du lässt Dir ja endlich die Zähne putzen, obwohl Du das fast nicht kennst!"

"Oh, jetzt ist es vorbei. Das ist gut, dass Du mit 5 keine Windeln mehr brauchst!"

"Oh, ich kann Dich verstehen, jetzt können wir gut miteinander spielen, weil Deine Sprache so wie unsere geworden ist. Ich freu mich, dass wir reden können zu zweit!"

"Oh, Du kannst fast mit dem Roller fahren. Mama, dann nehm ich mein Rad mit zum spazierengehen und nur noch Du bist zu Fuß!"

"Seit wann kannst Du mit Besteck essen? Mama, jetzt gehen wir mal in einen Biergarten, weil jetzt weiß sie wie man essen tut!"

"Warum staunst Du immer wenn Mama kocht. Warum sagst Du .... "Schon wieder was zu essen!" und freust Dich. Das ist doch normal!"

"Hast Du alle Untersuchungen gut ausgehalten, meine kl.Freundin? Gell, das ist blöd, dass Dein Hörgerät nicht richtig war und aber schon über ein Jahr falsch im Ohr!"

"Was, Du hast eine Brille hierher mit auf der Nase gekriegt, die wo Dir gar nicht passt und nicht für Deine Augen gut ist. Ist das die von Deiner Mama?"

"Mama! Ich glaube ihre Mama ist gar nicht ihre Mutter. Weil Mütter sind nicht so. Wenn Du so wirst, aber dann gibt es Ärger mit mir!"
usw.... usw.....usw....



Das Kind ist fort.
Dahin zurück wo sie vor einem halben Jahr wegkam.
Susanne und ihre Freundinnen waren das "Team für das Mäderl"
Sie hatte grosse Freundinnen, die kl.Maus.
Der letzte Spaziergang. Die 18jährigen haben geweint danach ....
voller Traurigkeit und Entsetzen, dass man dem Kind eine andere Welt zeigt und sie vom Amts wegen dann wieder zurück gibt in .....
nein, denkt es Euch selber.
Ich darf es nicht öffentlichs schreiben.
Die 18jährigen haben so viel Verstand, so viel Wissen so viel Ahnung was nun auf das Kind zukommt.
Aber nein .... die Menschen die die Rückführungsentscheidung treffen sprechen auch nicht mit Teenagern, die ein halbes Jahr die Entwickllung voller Liebe und Zeit und Ausdauer und Gespür für so ein Kind  begleitet haben.
Es wurde nur mit einer Person gesprochen.
Mit einer Person die per Gesetz alle Rechte hat




Roberst Abschied war bitter
"Endlich ist sie weg, sie ist sowieso doof!"

Selbstschutz für ihn
Tränen die Tage danach
und immerwieder diese Aussage


Wir verstehen das ja. Wir wissen, dass er Autist ist
Die Umwelt guckt manchmal komisch.
Die weiss ja nix von seinen Tränen

Und von unserem Abschiedsschmerz wusste auch keiner

Kind
Es tut uns so leid
Wir hätten Dir so gerne noch mehr gegeben




Dienstag, 4. Juli 2017

Flieg, Robert flieg






Einer Runde und noch eine Runde
Schwierig mit gebrochenem Zeh ein Vergnügen zu finden.
Die Mama lässt mich alles gefähliche nicht machen.
Und dann bin ich auch nochmal die Treppe runtergefallen, weil ich so kompliziert gehen muss ... und jetzt würde sie mich am liebsten in Watte packen .... Ja, das hat sie gesagt.

Wisst Ihr wie ich lachen musste!
So viel Watte haben wir nämlich gar nicht.
Ich will auch nicht in Watte verpackt sein.

Ich bin froh wenn der Zeh wieder gut ist.
Aber der Doktor sagt, es ist alles wegen meinem Gehopse noch schwieriger geworden.
Dann hätte er den Zeh doch lieber am Anfang wegtun sollen. Das wollte er ja auch nicht!

So ist das also mit mir
Jetzt wisst Ihr Bescheid

der Robert