Dienstag, 13. Dezember 2016

Kommt mit auf einen Spaziergang


Ich geh viel Spazieren, an schweren Tagen noch mehr.
Robert immer mit dabei.
Laut war es am See, als die Gänse sich aufmachten ins Nachtlager zu fliegen...
Sehr laut



Die Sonne untergegangen
Die Gänse waren weggeflogen
Stille über dem See


Aber nicht neben mir.
Der junge Mann hält nur für Sekunden den Mund. Stille geht gar nicht .... er redet, quasselt und hat Gedanken, die niemanden zur Ruhe kommen lassen.

"Wenn ich gewusst hätte, dass Du aufeinmal Stille suchst, dann wäre ich zu Hause geblieben. Aber nein! Du hast mich mitgenommen. Ich hab einen Mund, der redet!
Ich kann mich ja jetzt ins Auto setzten, aber wundere Dich nicht, wenn ich dann hupe. Weil im Auto ist es ja langweilig."

"Stell Dich mal zu mir her und ich tu das Handy weg, mache keine Bilder. Nun schauen wir aufs Wasser und hören nur zu!"

Nach ca. 10 oder vielleicht auch 15 Sekunden:
"Jetzt können wir wieder was sagen, das war jetzt genug gehört von Deiner geliebten Stille, Mama!"

Mama spricht einfach nicht, schaut über den See.
Neben ihr brummt, brummt und brummt es ... Sekundenlang. Dann: "Kann nicht endlich jetzt wer auf dem Handy anrufen!"


Kommentare:

  1. Manchmal braucht man einfach die Ruhe, auch um mal ein paar Tränen weinen zu können und dann ein Robert, stelle ich mir sehr schwer vor,liebe Elisabeth.
    Ich bewundere Dich immer wieder!
    Du bist ein ganz besonderer Mensch, ebenso wie der Robertpapa und Susanne.

    AntwortenLöschen
  2. Ruhe ist manchmal einfach so nötig und wertvoll, damit man seine eigenen Gedanken hören kann

    AntwortenLöschen
  3. Das ist das Schöne an einem Hund - redet nichts und man ist trotzdem nicht allein...
    Ach du, so ist es leider oft im Leben: die einen reden zu viel und aus anderen bekommt man fast nichts heraus. Gequassel nervt, Sprachlosigkeit macht traurig und einsam. Es gibt so Menschen, mit denen kann man schweigen und trotzdem in lebendiger Verbindung sein. Oder auch reden, ohne ins Schwätzen zu geraten. Ein Segen, so jemanden zu haben, wenn man es braucht.
    Ich wünsch dir was!
    (Und geh lieber spazieren, wenn deine kleine Quasselstrippe in der Schule ist...) ;-)
    Brigitte

    AntwortenLöschen
  4. Manchmal würde man gerne ein bisschen mitfliegen wollen, nicht für lange, aber doch ein wenig die Freiheit spüren und die Winde unter den Flügeln...
    Wünsche dir ein paar stille erholsame Stunden bis zum Fest, liebe ELisabeth

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Elisabeth,
    wieder eine Nachricht, die dich runterzieht.Es tut mir sehr leid. Ein Glück, daß man nicht weiß, was das Leben so alles noch auspackt. Nun bleiben dir nur noch Erinnerungen. Aber es soll wohl alles so sein. Du wirst die Trauer überwinden und es kommen wieder gute Gedanken. Mehr kann ich heute nicht sagen.
    LG
    Brigitte

    AntwortenLöschen
  6. Manchmal versteht man die Welt einfach nicht. Warum etwas passiert und warum eben auch nicht, ist undurchsichtig. Das macht es so unerbittlich. Manchmal bringt einem die Stille etwas, manchmal ist es die Quasselei, die hilft.
    Ich wünsche Dir die Möglichkeit Deine Trauer, ob mit oder ohne Stille, zuzulassen und alle schönen Erinnerungen im Herzen zu behalten!
    Alles Liebe, Claudi

    AntwortenLöschen
  7. Viele tröstende Worte kann ich dir. ich hier lassen....
    Ich lasse dir einfach die Dinge hier die mich gerade über Wasser halten....


    " am Ende des Regenbogen sehen wir uns wieder"

    Und

    💫Das Leben ändert sich mit dem, der neben einem steht, aber auch mit dem, der neben einem fehlt..."

    Zuviel ist geschehen in den letzten Wochen und mit jedem Menschen der uns verlässt muss man sein eigenes Leben neu ordnen, und manchmal fehlt die Kraft ....ich hoffe für uns alle das das das. Öchste Jahr besser wird...liebe weihnachtsgrüsse Silke
    "

    AntwortenLöschen