Mittwoch, 11. Mai 2016

Wie damals im Kino

Das hab ich Euch noch gar nicht erzählt.
Robert hatte zum Geburtstag vom Christian Konzertkarten geschenkt bekommen.
Er wollte da unbedingt hingehen und hat sich wochenlang gefreut.






Christian war Roberts Begleitung. Er war sich nicht sicher, ob er es übersteht "Glasperlenspiel" auszuhalten...
Es spielen 2 Vorbands, eine davon hat Christian super gefallen, das war wohl seine Freude des Abends.
Da war die Halle noch nicht so voll, Robert ist scheinbar nur hin und her gerannt.
Dann wurde es voll und voller und dann begann das eigentliche Konzert. Da war es schon nach 21 Uhr, ziemlich spät für Robert.
Es war ihm sofort zu laut!
Es war ihm sofort zu schlimm ....
Christian hat ihm Ohrstöpsel organisiert und doch, nach einer halben Stunde ..... lief Robert auf und davon.
Wirklich weg war er .... ein aufgeregter Christian rief an: "Ich finde ihn nicht mehr"
 "Bleib in der Halle, wir kommen auch hin!"
Es ist nur drei Minuten zu laufen für uns an den Veranstaltungsort.
Raus aus der Haustür ... und da kam er schon: Der Robert!

Völlig aufgelöst, patschnass geschwitzt. Fast weinend.....

"Die Menschen dort sind so laut. Die kreischen, die springen, die sind zu laut. Ich hab schon sooo Kopfweh!"
Er ist ins Haus gerannt, rauf ins Zimmer und lag wie ein Baby da .... nach einer Stunde hatte er noch immer Kopfweh und zitterte wie Espenlaub. Puh, hatten wir Eltern ein schlechtes Gewissen!

Christian kam auch nach Hause, war aus dem Häuschen "weil er es nicht geschafft hat Robert zu beaufsichtigen!" .... was ja so nicht stimmt,  wir alle haben es schon erlebt, dass er davon läuft.

Doch dann passierte was Nettes. Christian guckt hin und her, geht auf und ab ..... "Sag mal, Du kannst doch wieder vor gehen und das Konzert weiter mitmachen. Haben sie "geiles Leben" schon gespielt, das ist ja eh das Einzigste was Du kennst!"
Da war er froh, dass die "Stiefmutter" ihn so gut kennt, dass sie schnell erkannt hat wie es ihm scheinbar doch gefällt auf dem Konzert.
Schnell war er auf und davon und er lief wieder Richtung Veranstaltungshalle. Er kam erst spät wieder nach Hause .....

Und Robert? Wenn man ihn jetzt frägt, sagt er, dass Konzert war toll, aber die Menschen die waren zu laut.
Und dass er leider "geiles Leben", sein Lieblingslied nicht hören konnte!
Das nächste Mal will er auf ein Konzert wo er nur die Musik hört und nicht die Menschen.
Was er sich ausgesucht hat?

Hm, SHAKIRA  (wir hoffen, dass sie nie auf die Idee kommt in unserem kleinen Städtchen ein Konzert zu geben!)


(Warum die Überschrift "wie damals im Kino?" ... weil er mir da einmal davon lief und am nächsten den Tag Film weiterschauen wollte ...)

Kommentare:

  1. Puh. Ganz schön stressig. Wir waren jetzt ein paar Mal mit Saskia im Konzert - allerdings Klassik für Kinder, nicht so lang, nicht so laut ... und trotzdem hatte auch sie Phasen, wo ihr alles zuviel war. Wo sie meinte, es sei zu laut (was wirklich nicht der Fall war). Die Diskussionen "heute nicht, ich guck mir das morgen zu Ende an" und "Ich habe Kopfschmerzen" kenne ich gut.

    Wenn Robert hinterher sagt, dass es ihm gefallen hat, würde ich es trotzdem irgendwann wieder versuchen. Vielleicht erstmal im kleineren Rahmen.

    Alles Gute für euch!

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  2. Ich kann den Robert absolut verstehen, die Art Konzert wäre mir auch zu laut (nicht nur die Menschen, auch die Musik)!
    Aber jetzt mal was anderes: Liebe Elisabeth! Was ist denn mit dir los?? Das verpönte "g..."-Wort gleich zweimal in einem Post!! Tss tss tss... ;-) ;-)
    Na dann, liebe Grüße!
    Brigitte

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  3. Dankeschön für Deine reizenden Worte zu meinem Post.... Ich habe mich wieder sehr gefreut!

    Der arme Robert!! Ich kann ihn bezüglich der Lautstärke und der vielen Menschen so richtig gut verstehen.
    Im Auto laute Musik geht zwischendurch, aber nicht dauernd. Und vor den Menschenmengen fürchte ich mich auch, da ich mittlerweile mit der Athrose direkt Angst habe gestoßen zu werden.
    Robert kann doch über YouTube sein Lieblingslied hören und ansehen. Das ist dann eine Art Privatkonzert... ;)

    Übrigens, jetzt am Pfingstmontag geht's mit der Papierwerkstatt los, in der schönen Thierhauptener Museumsmühle. Ich habe mir einiges einfallen lassen. Unter anderem verschiedene Papiersorten mit den Fingern zu erkunden... Sie können rauh, glatt oder kuschelig sein. Ich freue mich schon jetzt sehr darauf.

    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

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  4. Hallo, ja so ein Konzert kann schnell zu laut und zu viel werden. Ich stand auch noch nie gerne in solche "lauten" Menschenmenge und jetzt im Wheely schon gar nicht mehr.
    Vielleicht ist die Idee mit dem "privaten YouTube-Konzert" von oben gar keine so schlecht. Ein Versuch wäre es wert.
    Ich wünsche euch noch einen schönen sonnigen Tag, Frau Vabelhaft

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  5. Puh, mutig. Ich glaube ich hätte nicht gewagt mit ihm zum Konzert zu gehen, wobei wenn man etwas nicht probiert, weiß man nie ob es nicht doch klappt.
    Daher ein Hoch auf Christian und vielleicht mal ein Konzert mit wenigen leisen Leuten, nur dann ist die musik bestimmt zum weglaufen ;-)
    LG
    Martina

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  6. Liebe Elisabeth,

    ich picke mir -mal wieder- nur einen Aspekt heraus, dafür einen, bei dem ich sofort grinsen musste:
    "Das nächste Mal will er auf ein Konzert wo er nur die Musik hört und nicht die Menschen"
    Zuerst hatte ich so etwas wie - oh, wie gut ich ihn verstehen kann. Wie oft nerven mich Nebengeräusche so sehr, dass ich mich auf das Wesentlliche kaum noch konzentrieren kann. Wie pointiert er das formuliert!

    Aber - und da zeigt sich der Unterschied - ich habe es z.B. weidlich genossen, mit über 40.000 Zuschauern/-hörern "Angels" zusammen mit Robbie Williams zu singen. Hätte man diese 40.000 nicht gehört, wäre es weniger stimmungsvoll gewesen.

    Und dann verstand ich, dass Robert Eindrücke ganz anders filtert. Wie gut du das beschrieben hast!

    Respekt vor euren täglichen Anforderungen!

    LG,
    Marie

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