Mittwoch, 15. Juli 2015

Auf dem Land ....


Die letzten Schultage ziehen sich in die Länge.

Über uns ein trüber Himmel, die Sonne versteckt sich, wärmt aber kräftig.
Ein seltsamer Tag.
In den letzten vier Wochen bin ich drei Mal dazugekommen nachdem ein Reh überfahren wurde.
Mir gehen die letzten Blicke dieser wunderschönen Tiere nicht mehr aus dem Kopf

Ich trau mich schon fast nicht mehr fahren wenn die Dämmerung langsam aufzieht. Für andere bin ich dann zu langsam, werde riskant überholt.

Die Autofahrerin gestern war völlig aufgelöst ... wegen dem Schaden an ihrem Auto. Um das am Strassenrand liegende Reh hat sich keiner gekümmert.
Ja, die Dame hatte einen Schaden, er war gering .... aber wie ich schon schrieb, mir gehen die letzten Blicke des Rehs nicht mehr aus den Sinn ...

Hier ist "auf dem Land" .... Dörfer, Einödhöfe ... keine Schnellstrassen oder gar eine Autobahn.


Manchmal hab ich das Gefühl ich sollte in einer anderen Welt leben .....

Kommentare:

  1. Liebe Elisabeth, ich habe vor ca. zwei Jahren beobachtet, wie ein Autofahrer ein Reh, das er überfahren hatte, an den Hinterläufen von der Fahrbahn gezogen hat und in den Straßengraben geworfen hat. Ich habe seine Augen nicht gesehen, aber ich habe es schon als fürchterlich empfunden, dass er das Reh so weggeworfen hat. Mir tun auch sämtliche Tiere. zurzeit sind es viele Igel, die überfahren auf der Straße liegen, leid. Ich kann dich verstehen, ich empfinde auch so, wir sind Menschen, denen etwas ans Herz geht, die mitfühlen und mitdenken.

    Vielleicht haben wir etwas zu viel von dieser Empathie abbekommen, wo andere zu wenig erwischt haben. Ich bin froh, auch wenn es oft weh tut und der Schmerz oft stecken bleibt in mir, dass ich so bin und nicht anders!

    Auch ich vergesse den Anblick des Rehs nicht, und jedes Mal, wenn ich an der Stelle vorbeikomme, muss ich daran denken.

    Ich habe mir eine Strategie zurecht gelegt, wenn ich in der Dämmerung oder in Wald- oder Maisfeldnähe unterwegs bin. Ich gehe in Gedanken die Ränder durch und bitte darum, dass die Tiere dort bleiben, wo sie sind und nicht aus dem Wald oder dem Maisfeld heraus springen...

    Liebe Grüße, Klaudia

    P.S. Tolles Bild heute wieder!!

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  2. Oh...
    schrecklich.
    Das ist uns auch einmal passiert. Ein Förster wurde benachrichtigt, der das verletzte Tier töten sollte. Obwohl es da lag, traf er nicht richtig, und es begann zu schreien.
    Einfach nur ein Albtraum. Das, was du schreibst. Diese letzten Minuten.

    :-( Gruß M.

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  3. Das ist so schlimm, wie unfassbar egoistisch der Mensch ist. Die Tiere verlangen nix von niemandem, leben ihre Leben in absoluter Unschuld und dann kommt ein Mensch daher, dem sein materieller Besitz mehr wert ist als ein Lebewesen. Wir sollten uns bewusst machen was wir alles zerstören in unserem Wahnsinn....
    tröstende Grüße
    Sabrina

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  4. Glücklicherweise werden hier in solchen Fällen sofort ein Veterinär hinzugezogen, um das arme Tier zu erlösen. Ich habe das mit einem ausgebrochenem Pferd erlebt, was auf der Landstraße leider Pech hatte. Schlimm! Das geht unter die Haut.
    Alles Gute für dich.

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  5. Elisabeth,
    ich fahre aus diesem Grunde nicht mehr gern bei Dämmerung.
    Ich vermeide es, wenn es eben geht. Auch hier liegt immer sehr
    viel Wild auf der Straße.
    Liebe Grüße schickt Dir
    Irmi

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  6. Du klingst mitgenommen. Bei uns ist das nicht anders. Und es sind nicht nur die jungen Leute die Raser in der Dämmerung.
    Ich fahr gar nicht mehr gerne am Abend, leider muss es manchmal sein.
    Ein wunderschönes Foto hast Du uns eingestellt.
    liebe Grüsse
    Marianne

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  7. Liebe Elisabeth, sowas nimmt einen aber auch mit.
    Ich stelle mir das grauenhaft vor.
    Zum Glück ist uns sowas noch nicht passiert. Aber es kann ja immer kommen.
    Die Blüte da oben ist wunderschön.
    deine Bärbel

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  8. DIe Tiere fühlen, dass der Mensch nicht denkt...
    Liebe Elisabeth, ich kann Dich so gut verstehen und Deinen Schmerz darüber auch.
    glg Susanne

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  9. Liebe Eilsabeth,
    oh wie ich dich verstehe. Ich glaube ich würde weinen über das Reh. Ich mußte einemal erleben wie eine Katze überfahren wurde und nicht einmal tot war. Es war schrecklich.
    Es gibt so viel oberflächliche Menschen, Blicke in die Augen von Tieren sind ihnen fremd. Es ist Ihnen unbekannt, das diese Wesen eine Seele haben.
    LG Heide

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