Montag, 4. November 2013

Er wollte beinahe nicht mehr zur Schule gehen


Zu viel Durcheinander für Robert.
Heute früh war es ganz aus. Ihm war es zu dunkel, der Papa mit der gebrochenen Hand noch daheim. Susanne hat Praktikum, geht also auch nicht zur Schule.
So laut und gegen alles war er lang nicht mehr am frühen Morgen.

Der Papa wird am Donnerstag operiert, das regt den Robert sehr auf. Er kann es fast nicht aushalten, schreit los, will das nicht.
Einmal soll er gar nicht operiert werden! Robert will das nicht, dass sein Papa sowas erleben soll.
Dann wieder ohne Narkose ... er hat ein panische Angst vor der Narkose. Der Robert, nicht der Michael!
Da muss irgendetwas von Roberts eigenen OP's zurückgeblieben sein, so panisch wie er reagiert!
Wir haben ihm nun tatsächlich erzählt, dass erst am Freitag ein Termin im Krankenhaus ist usw....
Aber wenn ein Kind nachts immerwieder aufwacht und nur Angst vor der OP des Papas hat ... dann darf so eine Notlüge hoffentlich erlaubt sein. Am Donnerstag ist Robert in der Schule, der Michael im Krankenhaus. Wenn wir den Papa voraussichtlich am Freitag "zurück" bekommen, werden wir dem Robert hinterher das Nötigste erzählen ....

Kommentare:

  1. Ach Du kleiner Bub, Du.

    Mein Mitgefühl für seine Panik und Sorgen.
    Alles Gute für Michael !
    Herzlichst
    Oona

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Elisabeth,
    das ist auf jeden Fall erlaubt, du schützt ja dein Kind.
    Alles Gute für deinen Mann.
    Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Elisabeth, da tut mir der Robert sehr leid. Scheinbar ist wirklich etwas hängen geblieben. Viel Kraft euch.

    Andrea

    AntwortenLöschen
  4. Ich kenne das Leben mit einem autistischen Kind ja nicht aus eigener Erfahrung, nur das "normale" Schlecht-drauf-sein oder auch das panische sich Verweigern in bestimmten angstbesetzten Situationen, wie es bei meinen Kindern ab und zu vorkam. Aber damit war ich manchmal auch schon ziemlich "bedient". Du musst nun mit all den verschiedenen Belastungen zugleich umgehen und zusehen, dass die Familienbalance nicht zu sehr aus dem Gleichgewicht kommt - ich kann dir nur wünschen, dass du auch Momente für dein eigenes inneres Gleichgewicht findest. Möge die Operation gut und ohne Komplikationen gelingen!
    Brigitte

    AntwortenLöschen
  5. Oh je, Elisabeth, mir tut Robert so leid, da hat er von der Narkose richtig ein Trauma erlitten. Und ich kenne das nur zu gut, was manch einer nicht nachvollziehen kann. Diese panische Verweigerungshaltung oder extremen Ängsten in gewissen Situationen von Adrian und man ist da so hilflos.

    Ich wünsche Euch viel Kraft. Drück den Robert mal ganz lieb.

    LIebe Grüße


    Claudia

    AntwortenLöschen
  6. Manchmal müssen Notlügen einfach sein.Alles Gute für die OP.
    LG
    Nicole

    AntwortenLöschen
  7. Ich denke in dieser sehr herausfordernden Situation an dich, liebe Elisabeth. Alles Gute für Robert und deinen Mann.
    Herzlich Roswitha

    AntwortenLöschen
  8. Das tut mir alles sehr leid. Mit so einer Reaktion von Robert rechnet man ja nicht. Sonst hättet Ihr Euch das ja "verkniffen". Da bleibt ja gar nichts weiter übrig, als noch eine Notlüge hinterher zu schicken. Ich hoffe sehr, er hat sich jetzt wieder etwas beruhigt .
    Ganz liebe Grüße und eine ruhige Nacht wünscht Euch
    Trautel

    AntwortenLöschen
  9. Oje. liebe Elisabeth,
    das bringt den Robert völlig aus der Bahn. Ich wünsche euch alles Gute, vor allem Michael mit der OP.

    Lieber Robert,
    dein Papa möchte ganz sicherlich, dass du zur Schule gehst, ok? Das schaffst du ♥
    LG Sabine

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Elisabeth,
    ein bisschen heikel seh ich das schon, denn es geht um Vertrauen zwischen euch, wie könnt ihr das aufrechterhalten, wenn er nachher mitkriegt, dass ihr ihn angelogen habt (wenn auch aus einer Not heraus). Wie geht ihr mit euren eigenen Ängsten um, könnt ihr Robert vielleicht eine Strategie anbieten, ihm sagen, dass ihr betet und vertraut, dass alles gut wird... ich weiß, es ist schwer so von außen zu erkennen, wie sehr ihr unter Druck steht. Mich ließe das selbst als Erwachsene nicht kalt, amn denkt doch selbst immer auch ein bisschen: Hoffentlich geht alles gut...
    Versteh mich richtig, es ist keine Kritik oder sowas, nur eine Anregung und was ich mir als Kind vielleicht von meinen Eltern wünschen würde...
    Alles erdenklich Liebe und Gute euch allen!!! (ich hatte nach meinem Knöchelbruch im April auch eine Vollnarkose und ich hasse dies Art von Kontrollverlust...)
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  11. Alles Gute für die Operationen. Manchmal denke, du musst ja Nerven wie Drahtseile haben, bei all dem mit dem du immer wieder konfrontiert wirst.
    Liebe Grüsse
    Katharina

    AntwortenLöschen
  12. Alles Gute für die OP heute!
    LG Uta

    AntwortenLöschen
  13. Oh je, liebe Elisabeth! Bei euch ist ja mal wieder viel los. Es tut mir so leid das der Papa sich die Hand gebrochen hat und operiert werden muss. Ich denke, das loest viel Stress in euch allen aus, nur dass es der Robert wahrscheinlich schneller zum Ausdruck bringt. Ich denke an euch!! Vor allem morgen...

    Alles Liebe, Silke

    AntwortenLöschen
  14. Ich drücke euch die Daumen, dass alles schnell wieder ganz gut wird.
    Viele liebe Grüße!

    AntwortenLöschen