Donnerstag, 29. Dezember 2011

Geburtstagsgrüsse....


einer davon geht in den Himmel.
Robert hat mich heute schon gefragt, ob der Onkel A. im Himmel auch noch feiert. Er hat sich das ausgemalt wie das dort abläuft. Und... es gibt keine Geschenke, denn der Onkel A. ist ein Engel und da ist er durchsichtig....
Das Foto ist von Robert.  Ich hab ihm heute seine Phantasie gelassen. Es kamen einige für uns, so realistische Erwachsene schwer zu verstehende Ideen von Robert. Unter anderem hat er mich gefragt, ob ich mal mit einem Sarg mit Deckel begraben werden will. "Wie mit Deckel, ohne Deckel geht doch gar nicht!?"
"Mama, wenn Du auch in Deinem Auto verbrennst, dann bist Du einfach auch in einer Urne. Aber Deine Urne such ich dann in einer grünen Farbe aus. Wenn Du aber einfach so tot bist, dann such ich Dir lieber einen Sarg aus. Einen ganz Schönen. Und ich such auch einen Deckel aus, weil sonst bist Du ganz voll Sand in Deinem Grab..... Oder bestimmt das der Papa?"
Für Euch vielleicht seltsame Gespräche beim Frühstück. Aber Robert spricht ganz normal über den Tod. Ich habe mich gewundert, dass er sich noch an die Urne erinnert, und dass sie dunkelblau war. Damals war Robert doch noch recht klein...erst vier Jahre.Irgendwie ist er traurig. Irgendwie redet er auch davon wie er mal im Himmel als Engel "leben" wird....und er hat heute auch noch für Inge ein Kerzlein angezündet. Denn das mag er so gar nicht verstehen, dass sie einfach eingeschlafen ist und im Himmel wieder aufgewacht. Ich hätte ihm heute verprechen sollen, dass ich das nie so mache....Konnte ich aber nicht tun, denn ich weiss es ja nicht was mir in meiner letzten Lebensminute passieren wird und wie sie endet die Reise hier auf der Erde...


Bruderherz, die rote Rose ist für Dich hat Robert gesagt.
Die weisse Rose...ja auch für Dich Du Bruderherz im Himmel.

Und nun wünschen wir aber dem Geburtstagskind hier auf der Erde
"Alles Gute" fürs neue Lebensjahr.
 Ich wüsste zu gerne wie ich mich mit meinen 16 Monaten gefühlt habe als da plötzlich zwei Schreihälse in der kleinen Miniwohnung dazugehörten.....
könnt Ihr Euch das vorstellen? Eine Hausgeburt mitten im schneereichen Winter, und dann "Zwillinge" von denen vorher nicht mal die Hebamme eine Ahnung hatte?

Mein Scanner scannt heute nicht, deshalb hier das Foto vom letzten Jahr ...klick

Kommentare:

  1. Ich schliesse mich Deinen Glückwünschen an. Am Grab brennt des Kerzerl, hab ich heut früh schon gleich angezündet.
    Alles Gute auch von hier dem jüngeren der Zwillinge.
    Grüss mir den Robert, das Telefonat gestern mit ihm war lustig, aber er hat Dir nichts ausgerichtet, dass ich angerufen habe, oder?
    Liebe Grüsse
    die Chr.

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  2. ...ich finde das ganz großartig, liebe Elisabeth, dass der Robert so natürlich mit dem Tod und dem tot sein umgehen kann...davon kann ich nur lernen...
    wie du dich mit 16 Monaten damals gefühlt hast, solltest du dir lieber nicht vorstellen...plötzlich die Eltern mit 2 Schreihälsen teilen...
    ich wünsch euch heute einen guten und hoffnungsvollen Tag,
    liebe Grüße von Birgitt

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  3. Da können wir doch vom Robert lernen, diese Unbefangenheit mit dem Problem Tod umzugehen ist doch herzerfrischend.
    Wenn das nur jeder so könnte.
    Meine erste Begegnung mit dem Tod war der regelmäßige Gang zum Friedhof mit meiner Mutti um das Grab der Mutter meines Vaters zu Pflegen. Ich habe sie nie kennengelert, nur das Grab. Ich war damsl so etwa 4 Jahre.
    OB nun meine Mutti das Wort "Friedhof" nicht so ganz korrekt ausgesprochen hat, mich hat es zum Grübeln gebracht und ich habe meine Mutti gefragt warum die Toten "früh doof" sind.
    Ist das nicht ein herrlicher Kindermund.

    LG
    Brigitte

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  4. Liebe Elisabeth,
    ich finde es gut, wenn Kinder so mit dem Tod umgehen und die Gewissheit haben, dass es den Lieben im Himmel gut geht.
    Die Tochter von unserer Nachbarin ist auch mit Zwillingen schwanger, zum Geburtstermin ist die "Große" 15 Monate alt... es war schon ein Schock für sie, dass sie überhaupt schon wieder schwanger ist, beim nächsten Arzttermin waren es dann zwei... so richtig freuen kann sie sich fast nicht. Ich hoffe, das kommt noch. Es ist also schon schwer, wenn man es vorher weiß!
    Damals war das sicher noch viel schwieriger.
    Aber aus Dir zumindest (sonst kann ich das ja nicht beurteilen) ist doch was Gscheits geworden :-)
    Ganz, ganz liebe Grüße,
    Lisa

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  5. Liebe Elisabeth,
    da geht der Robert ein großes Thema beherzt an. Muig!

    Zu deinem Bild von letzten Jahr:
    Da siehst du dem Robert sooooo ähnlich.

    Liebe Grüße euch alle!
    Michaela

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  6. Ich finde es gut wenn man so unbefangen mit dem Tod umgeht.
    Wir telefonieren im neuen Jahr aufjedenfall liebe Eliabeth.
    LG
    Nicole

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  7. Wenn der Robert bei Euch im Dorf einen Spielkameraden hätte, würdest Du von diesen Themen vermutlich nichts oder weniger mitbekommen, denn ich habe ähnliches mit einem Nachbarskind diskutiert, als ich etwas j+nger war als Robert jetzt ...

    Hab grad auf den Link geklickt - der Monitor hier hat ein Problem mit der Farbdarstellung, trotzdem oder gerade deshalb muß ich sagen: das in der Mitte könnte auch Robert sein.

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