Montag, 7. November 2011

So viel Trauer


Heute am Grab von Christine sagt Susanne aufeinmal:
"Mama ich hab in der Schule auch geweint. Wir haben alle geweint. Die kleine Lisa ist in den Ferien in ein Auto gelaufen. Wir haben eine Gedenkminute gehalten und da war mir alles so viel zu traurig! Lisa war erst 7 Jahre und ganz lustig jeden Tag!"

Ich konnte meine grosse Kleine nur noch in den Arm nehmen. Es ist passiert als wir in Thüringen waren. Wir haben es nicht gewusst, Susanne ist gleich am ersten Schultag nach den Ferien von den anderen Mädchen mit der Schreckensmeldung überfallen worden.
Das war wohl ein bisschen viel. Doch nun sind wir ganz lang über den herbstlichen Friedhof gelaufen, weil sie das so wollte. Und ... es hat sie beruhigt. Aufeinmal zeigte sie mir einen wunderschönen, aber auch riesengrossen Grabstein und sagte: "So soll mein Grab einmal aussehen!"

Sehr viel Trauer bringt dieser November. Die Tochter von Christine heisst auch Lisa. Sie hat den Unfall damals überlebt. Spricht gar nicht mehr darüber.

Kommentare:

  1. Kennst du diese Seite mit so unendlich vielen tröstenden, tragenden und tränenlösenden Texten?

    http://trauerumflorian.blogspot.com/

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  2. So viel Traurigkeit auf einmal. Der November war mir schon immer unheimlich. Hoffentlich wars das jetzt mit den Schreckensnachrichten!
    Ich drück euch ganz fest
    Ina
    PS: Susanne, du bist so ein tolles Mädchen, voller Herzigkeiten. Ein großes Dankeschön an die Eltern und an den Robert!

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  4. Liebe Elisabeth,

    nimm Dein Mädchen mal in den Arm von mir ... und ein Knutscher für sie von Lumpi und Winnie ... ein kleiner Trost kann das nicht sein ...
    DU weißt, dass ich DAS weiß!!!
    Trauern ist grässlich ...
    und tut weh ...

    Liebe Grüsse
    Angelika

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  5. Die große Traurigkeit geht umher...
    Ich drück euch
    LG
    Nicole

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  6. Wie Traurig die Welt manchmal doch ist. :o(
    Drück euch mal ganz lieb.

    OH ihr wart in Thüringen?? Schade das ich das nicht eher wußte.

    LG Ramona

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  7. November.
    Monat des Gedenkens, der Einkehr und der Trauer.
    Monat der Tränen, aber auch Monat des liebevollen Erinnerns und des Lächelns über so manche Anekdote, die man mit den Lieben verbindet, die uns vorausgegangen sind.

    Mutti und ich sprachen heute über meine Großeltern, ihre Eltern. Schon vor Jahren gestorben und doch jeden Tag immer wieder präsent in unserem Leben. Wir haben geweint, aber vor allem gelacht über unsere Erinnerungen an all das Schöne, was sie uns waren.

    Oder heute Mittag im Büro, da erzählte ich einer Kollegin von meinem Onkel Kaschi, der vor 25 Jahren starb - an den Folgen seines Herzfehlers wegen DS. Und sie erinnerte sich an den herrlichen Unfug und seine Geistesblitze, die er hatte. Und an seine liebevolle Seele. Ewiges großes liebes (stures) Kind.

    Wir tragen unsere lieben Verstorbenen in uns, in unseren Genen, in unseren ererbten oder erlernten Fähigkeiten und natürlich in unseren Herzen und Köpfen.

    Manchmal treten Menschen in unser Leben, die wir nie vergessen werden und mit denen wir immer in Liebe verbunden bleiben.

    Irgendwann werden wir für unsere Trauerarbeit belohnt: Wir erinnern uns und ertappen uns bei einem leisen Lächeln, anstatt nur noch traurig zu sein.

    Mein nächster trauriger Tag ist der 13.11. - dann ist es 4 Jahre her. So lang und doch als wäre es gestern.

    Ich denk an Euch.

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  8. Elisabeth, so viele traurige Worte. Und dennoch ist es gut, dass du sie loswerden kannst. Und dass die Susanne dich zum reden hat und sich auch traut, ihre Gefühle zuzulassen. Ihr macht das so richtig.

    Tja, der traurige November bei uns... Robert Enke vor 2 Jahren (ich komme aus der Stadt bei der er starb und wir wohnten nah am Stadion, sein Tod hat die ganze Stadt aufgewühlt) und letztes Jahr die Schwiegeroma. Am 20.11. werde ich über sie schreiben. Sie ging einfach, es war sehr schlimm und ist es heute noch.

    Doch bei euch soll es nun aufhören.
    Ich freue mich allerdings sehr für euch, dass ihr als Familie so stark seid und zusammen haltet.

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  9. der Tod ist Teil des Lebens... un dennoch ist es unbegreiflich.. traurig, deine Zeilen. Ihr geht so gut um mit diesem Thema - das wird Susanne helfen.
    nein, manche Dinge wird man nie verstehen können.
    Tanja

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  10. Ach...auch hier wird getrauert, das tut mir leid!
    Gerade jetzt in den trüben Novembertagen ist es besonders schlimm auszuhalten.
    Und wenn es Kinder betrifft ist es noch schlimmer!
    Schön, dass ihr auf dem Friedhof darüber sprechen konntet.
    Fühlt euch gedrückt!
    Liebe Grüße
    Stefanie

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  11. Oh nee...das mit dem kleinen Mädel tut mir ja auch so leid... ehrlich... November... meine damalige Freundin hat in 2 Tagen auch ihren 21. Todestag... und meine Oma starb auch im November...hm... Ach, da hat Susanne derzeit einiges zu verarbeiten... Ich bin auch noch irgendwie mit Inge beschäftigt...
    Alles Liebe und Gute für euch!
    Viele Grüße von Ann

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  12. Ich habe nicht viele Worte.
    Es tut mir so unendlich leid.

    http://herzlichchaotisch.wordpress.com/2011/11/08/ich-kann-es-nicht-verstehen/

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  13. Liebe Elisabeth,

    es ist so schwer, mit dem Tod umzugehen und zu begreifen. Und es ist besonders schwer, seinen trauernden Kindern zuzusehen. Es tut mir so leid wegen des Kindes und dass Susanne so damit konfrontiert wurde. Das ist sehr viel auf einmal. Gut, dass sie Dich hat, dass Ihr darüber reden könnt.

    Es ist eine merkwürdige Zeit, in den letzten Wochen sind so viele Todesfälle und es scheint kein Ende zu nehmen.

    Drück Euch aus der Ferne, Manuela

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