Mittwoch, 26. Januar 2011

Vor vier Jahren im Januar

musste ich Robert vom Kindergarten abholen. Er ist beim Spazierengehen hingefallen und genau auf ein schmutziges, altes Brett aufgekommen. Ein Nagel stand nach oben .... In der Notfallpraxis unseres Chirugen warteten diese beiden auf die Behandlung.
Zweimal Kontrolle bitte!
Simon ist beim Krabbeln unter die Tür gerutscht und hat sie gleichzeitig zugedrückt. Der Finger wurde vom Arzt behandelt, hat sich trotzdem schlimm entzündet ... erst viele Wochen später war es wieder gut!

Der Robert-Papa hat sich auf der Baustelle fast zwei Finger ausgerissen .... !
Hat dieses beiden selber notdürftig eingewickelt, ist selber mit dem Auto nach Haus gefahren .... rief dann vor der Garage stehend bei mir an:
"Meinst Du, dass Du kurz rauskommen kannst? Ich kann nicht aussteigen, aber nicht erschrecken, bitte!"
Den Anblick kann ich Euch gar nicht beschreiben. Er war weiss wie die Wand, der Michael, hatte ein Tuch (das wahrscheinlich wochenlang im Auto lang) um die Hand gewickelt, alles war schon rot ...
und dann wollte er sich noch umziehen! "Weil mit der dreckigen Bodenlegerhose geh ich zu keinem Arzt!!"
"Arzt? Nix da, gleich ins Krankenhaus!"
So hab ich das dann auch gemacht. Es waren schlimme Tage, niemand wusste ob die Finger erhalten bleiben, ob sie jemals wieder "normal" funktionieren.

Nach vier Jahren stell ich fest, dass Robert eine winzige Narbe hat im Handballen.
Dass Simon's Finger ein wenig anders ist als die anderen seiner Finger.
Und dass Michael froh sein kann, dass es so ausging. Er merkt es schon, es ist auch nicht mehr 100%ig verheilt. Aber es ist gut so.
Damals bei dem Unfall waren zwei erwachsene Männer dabei .... sie haben ihn heimfahren lassen (ca. 25km) .... sie konnten kein Blut sehen! Einem wurde ja so schlecht vor lauter Aufregung!
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Wisst Ihr wieviele blöde Witze uns erzählt wurden, als Michael diese riesige Schiene dran hatte?
Der war noch am harmlosesten:
Woran erkennt man einen Schreiner?
Na, an mindestens einem fehlenden Finger ! (der Witz kam von einer Frau!)

Kommentare:

  1. Sag mal, habt Ihr irgendein Abo zu dem Zeitpunkt gehabt? ;-)

    Aber gut, daß alles so gut ausgegangen ist!

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  2. Huhu,
    diese Witze kenne ich auch - mein Mann hat sich ein Stück Finger lassen müssen - und ist ebenfalls selbst gefahren (ein Lehrling hatte sich zumindest bereit erklärt, musste dann aber tauschen, weil ihm übel wurde) - heute können wir alle darüber lachen, denn es ist schon sehr lange her - ich glaube wir waren noch nicht mal verheiratet. 'Der mit dem Wolf tanze' lief damals im Fernsehen - irgenwann nach der dritten durchwachten Nacht, konnte er die Untertitel auswendig ;-)
    Eine lange mail folgt demnächst - liebe Grüße und einen virtuellen Drücker C.

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  3. Liebe Elisabeth!
    Die Angst um unsere Lieben, die schafft auch Bewußt-Sein.
    Keine leichtfertigen Bemerkungen, keine Witze über Furchtbares.
    Dankbarkeit für das Leben, das wir leben dürfen.
    Achtsamkeit.

    Hab Dich lieb, Du erfahrene Frau!
    Barbara

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  4. Ohweia. Das könnte meine Geschichte sein. Hatte meine rechte Hand als dreijährige in eine laufende Maschine gesteckt......Wenn man bedenkt, das es nicht ganz 60 Jahre her ist und sie meine drei Finger trotzdem gerettet haben, sage ich heute auch immer: Was hatte ich für ein Glück. Das schlimmste war aber, sechs Wochen allein im Krankenhaus, daher habe ich wohl auch meinen Klaps weg.. Da aber die Hände ja gewachsen sind, sind die Finger durch die vielen Narben auch ein wenig krumm. Aber es gibt schlimmeres, oder ? Lieben Gruß an euch alle von Inge

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  5. Klar ist man mit Kindern Dauergast bei Arzt und Krankenhaus, aber uns gehts wie euch, mit unserem Männe ist es das Gleiche....

    Mindestens 2 mal die Woche ne neue Blessur...

    *kopfschüttel, man hat ja nicht genug zu tun ;-)

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  6. Kein toller Witz den die Frau da gemacht hat. Naja - oft ist es Hilflosigkeit - oder um Druck abzulassen - so entwickeln sich wohl solche Witze.

    Aber wenn man grade betroffen ist, ist es eben ganz und gar nicht schön oder lustig, sowas zu hören.

    Wie gut, dass alles gut ausgegangen ist!

    Liebe Grüße, Birgit

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  7. Ein Freund von uns hatte leider nicht so viel Glück. Er verlor seinen rechten Ringfinger im Maschinenraum eines Containerschiffes bei einem Arbeitsunfall. Der musste leider völlig amputiert werden. Aber er lebt. Hätte auch schlimmer ausgehen können. Da es mitten auf dem Ozean vor Australien war musste er noch einige Zeit aushalten, bevor er in ein Krankenhaus kam.
    LG Sabine

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  8. na ja, ich hätt auch einen anderen Sinn für Humor..... das kann ja wirklich ganz schief gehen. Man merkt erst wie wichtig jeder einzelne Finger ist, wenn dieser mal lädiert ist.
    Da haben aber alle drei Glück im Unglück gehabt. Nein, Witze macht man darüber nicht. Michael hat lange als Bauarbeiter gearbeitet. viele Verletzungen (zum Glück nie was ganz schlimmes) - ich bin aber schon froh, dass er jetzt drinnen beschäftigt ist.
    Eine schöne Woche wünsch ich dir
    Tanja

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  9. Uih, das sind schlimme Geschichten.
    Ich geb zu, ich kann auch kein Blut sehen,
    bekomme dann weiche Knie.
    Es freut mich, daß Du schon oft in meinen Blogs gelesen hast, noch mehr, daß nun auch in einem davon kommentiert hast, danke!
    Lg und eine schöne Restwoche....Luna

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